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27.05.10

Asus EEE Tastatur und Maus im Test (1/2): Unkompliziertes Hackbrett

Das Asus EEE-Keyboard: Chiclet-Tastatur in Notebook-Qualität

Die EEE-Tastatur von Asus ist eine Chiclet-Tastatur, von denen es für Desktops erst wenige gibt. Sie ist sehr hochwertig, beschleunigt Adler-Tipper und ist simpel zu installieren - trotz Funkdongle.

Seit ich mein Asus-Subnotebook UL30A zu meinem Hauptrechner gemacht und auf dem Desktop zwei Bildschirme nutze - den des Notebooks für alles, was Kommunikation ist, den 24-Zöller für die produktive Arbeit - steht mir die Notebook-Tastatur des Asus nicht mehr zur Verfügung.

Ich habe mich aber an die feine, grosstastige Chiclet-Tastatur gewöhnt und bin davon begeistert: Als Mehrfinger-Adler-Tempotipper haue ich ungleich öfter leicht daneben als all die Kollegen und Kolleginnen, die das Zehnfingersystem beherrschen.

Die Chiclet-Tastaturen (von Asus eingedeutscht als "Kaugummi-Tasten") mit ihren flachen, voneinander abgesetzten Tasten verzeihen solche Ungenauigkeit extrem viel besser als die alten hochub-Tastaturen. Mit der EEE-Tastatur von Asus, die jetzt endlich in den USA verfügbar geworden ist, hat sich eine Lösung angebahnt.

Ich habe ein paar Testberichte und Kommentarspalten gelesen, um die beste Chiclet-Desktop-Tastur zu finden und dabei feststellen müssen, dass es neben der Microsoft Arch und dem Apple-Alu-Keyboardchen eigentlich ind er gleichen Klasse nur noch das EEE-Keyboard mit Maus als Funkset gibt.

Die Apple-Tastatur ist wegen meiner Windows-Nutzung ausgeschieden; die Microsoft-Tastatur ist gekrümmt und zweifellos ideal für Zehnfingerschreiber, aber mir liegt das Chiclet-System ja grade eben deswegen, weil ich mit sechseinhalb Fingern tippe.

Also habe ich mir die EEE-Tastatur inklusive der kleinen Maus bei Amazon bestellt. Erhalten habe ich natürlich das US-Layout, das auch physisch anders aufgebaut ist: In Schweizer Belegung sind gewisse Zeichen wie die Spitzmarken nicht mehr darin untergebracht. Wie man das Problem löst, dazu später mehr.

Ausserdem hatte ich erwartet, das es sich um eine Bluetooth-Tastatur handelt, die ich auch mit dem bereits dem unverständlicherweise bluetoothlosen Asus UL30 spendierten Mini-Dongle betreiben könnte - ein Trugschluss: Die Tastatur wird mit einem USB-Dongle geliefert und als 2.4GHz-Wireless ausgewiesen, was allerdings dem Bluetooth-Spektrum entspricht, aber vom Standard-Bluetooth nicht erkannt.

Die Tastatur selber passt zum Klavierlack-Design meines Notebooks und des externen CD-Laufwerks; erfreulicherweise ist sie aber praktisch komplett identisch mit derjenigen im Notebook, inklusive der Sonderfunktions-Tasten. Zwei AAA-Batterien liegen sowohl für die Tastatur wie auch für die winzige Maus bei, die mir sehr gefällt, weil sie der ebenso winzigen Reise-USB-Maus in der Grösse entspricht, die ich bisher benutzt hatte.

Zuerst hatte ich daran gedacht, die Maus nicht zu nutzen; der Funkdongle allerdings machte die Entscheidung einfach: Die USB-Schnittstelle, die durch die USB-Maus frei wird, nimmt jetzt den Dongle für das EEE-Keyboard und die EEE-Maus auf. Es handelt sich übrigens um einen 7-Port-Hub, von denen in meiner Desktop-Installation zwei in Serie geschaltet an meinem Notebook hängen.

Während die Maus noch einen Ein-Ausschalter zum Stromsparen aufweist, findet sich an der Tastatur nur der gleiche, versenkte Mini-Knopf zum Starten der Funkverbindung wie an der Maus.

Die Installation ist denkbar einfach: Zwar wird eine Software mitgeliefert, aber auch ohne deren vorgängige Installation werden die beiden Funkgeräte sofort installiert, wenn man den Dongle einsteckt. Er fand auch Maus wie Keyboard auf Anhieb, ohne dass ich den Startknopf gedrückt hätte - so sollte es sein.

Dafür lässt sich das EEE-Keyboard-Maus-Set problemlos ab- und an einen anderen Rechner wie meinen alten Desktop, der als Server unter dem Tisch steht und am 24-Zoll-Bildschirm auf einem anderen Eingang angeschlossen ist, anstöpseln - und steht dort sofort zur Verfügung. Das ist sehr bequem und erleichtert die Bedienung, die ich bisher via Remote-Desktop vorgenommen habe, was aber beispielsweise das Herunterfahren ausschliesst.

Die mitgelieferte Software des Keyboards erweist sich als reine Anzeige, die im Systemtray von Windows (für Macs scheint es das Asus EEE-Keyboard nicht zu geben) den Batteriestand der beiden Geräte und die Zustände der Caps-, Num- und Screenlock-Tasten anzeigt - LED in der Tastatur selber würden dafür wohl zu viel Saft aus den Batterien ziehen.

Das schöne an der rund sechshundert Gramm schweren Tastatur: Sie ist klein und kompakt, sehr angenehm in der Bedienung,und ich kann sie auch aufs Sofa mitnehmen, wenn ich am Bildschirm in Mediacenter herumspiele. Ausserdem habe ich mehr Platz auf dem unsäglich hässlichen Computermöbel in meiner Winzwohnung.

Wie es mit dem Tippen und der sonstigen Nutzung der EEE-Tastaur inklusive Maus von statten geht, steht in Teil zwei des Testberichts.

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