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20.10.14

Archos VR Glasses: Virtual-Reality-Brille für 25 Euro. Ob sich das lohnt...?

Sieht wuchtig aus. (Foto: Archos)

Eine VR-Brille für knapp 25 Euro? Billiger geht es kaum, abgesehen vielleicht von Googles Papp-Peripherie Cardboard. Archos‘ VR Glasses macht den Einstieg in die virtuelle Realität zu einem Schnäppchen. Was erwartet uns ab November 2014?

Sieht wuchtig aus. (Foto: Archos) Sieht wuchtig aus. (Foto: Archos)

Es ist immerhin auf gewisse Weise mutig, ein solches Zubehör großflächig weltweit in den Handel zu bringen. Denn während Firmen wie Samsung, Carl Zeiss und Oculus VR versuchen, ihre hochwertigen Lösungen zu entwerfen, kommt das französische Unternehmen daher und besetzt das Niedrigpreissegment mit einer VR-Brille für Smartphones mit iOS, Android oder Windows Phone. Hightech steckt in der Apparatur allerdings nicht.

 

Gewohntes Konzept

Ähnlich wie andere und teils prominentere Vertreter setzen die Archos VR Glasses auf das übliche Side-by-Side-Verfahren. Das heißt, dass jedem Auge eigene Inhalte präsentiert werden, zusammen ergibt sich im Hirn ein dreidimensionales Bild. Videos, Spiele und fiktive Welten mit räumlicher Tiefe sind so möglich. Das Herzstück ist dabei das eigene Smartphone, das auf der Vorderseite der VR Glasses befestigt wird. Laut Archos werden Geräte bis 6 Zoll Display-Größe unterstützt, das beste Erlebnis erhält man mit einem 5-Zoll-Telefon mit Full-HD-Auflösung, Quadcore-Prozessor und Bewegungssensoren wie Gyroskop oder Beschleunigungsmesser. Die Sensoren werden für Headtracking benötigt.

Letztlich unterscheiden sich die Archos VR Glasses in keiner Weise von Durovis Dive (50 Euro) oder dem erst letztens vorgestellten Carl Zeiss VR One (100 Euro). Keine besonderen Linsen, kein schickes Design, kein neues VR-Konzept - alles identisch mit dem Ansatz zahlloser Lösungen, die man zum Teil auch selbst nachbauen kann. Nur bei einem Preis von 25 Euro stellt sich die Frage, wieso man sich hier noch die Mühe machen sollte.

Softwarenagebot

Archos möchte die hauseigene Video-Software als App für iOS, Android und Windows Phone aktualisieren, sodass man mit dieser auch 3D-Videos betrachten kann. Ansonsten bietet das Unternehmen wahrscheinlich keine eigenen Programme an, vielmehr verlässt man sich auf die bereits erhältlichen Apps, Techdemos und Spiele aus den App-Stores. Das sollen schon weit über 100 geeignete Apps sein. Eine praktische Anlaufstelle für passende Spiele ist beispielsweise die VR App List.

Noch billiger?

Wem auch 24,99 Euro für eine Spielerei, ein Experiment, ein kleiner Spaß zu viel ist, kann zu besagtem Cardboard oder gar zum Refugio 3D-Baukasten greifen. Hier friemelt man sich selbst eine sehr ähnliche VR-Brille für knapp 20 Euro zusammen und muss dabei nicht bis zum November warten. Denn erst nächsten Monat kommen Archos VR Glasses in den hiesigen Handel.

Sogar noch günstiger: Refugio 3D ist eine Bausatz-VR-Brille. (Foto: Refugio 3D) Sogar noch günstiger: Refugio 3D ist eine Bausatz-VR-Brille. (Foto: Refugio 3D)

Persönlich bin ich langsam skeptisch, ob diese simplen Versuche nicht dem VR-Trend eher schaden, als nützen. Meine Erlebnisse mit Durovis Dive waren jedenfalls ziemlich ernüchternd. Dieses Gadget nahm mir etwas die Motivation, mich an anderen Produkten in diesem Segment zu versuchen...

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