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05.01.13

Archos TV connect: Macht Fernseher zum Smart-TV, inklusive Spiele und Videotelefonie

Klein und unauffällig. (Foto: Archos)

Das Archos TV connect will ältere Fernseher für wenig Geld zum Smart-TV machen. Dabei kann die Box der Franzosen einiges mehr als die schon bestens bekannten HDMI-Sticks.

Klein und unauffällig. (Foto: Archos)Kurz vor Beginn der wichtigen Branchenmesse CES 2013 in Las Vegas präsentiert Archos den TV connect-Player. Letztlich steckt auch hier wieder bewährte Smartphone-Technik in dem Gehäuse, das man am besten auf dem oberen Rand eines HDTVs platziert. Angeschlossen wird die Maschine über einen herkömmlichen HDMI-Anschluss, eine Auflösung von maximal 1.080p wird unterstützt. Archos verbaut einen 1,5 GHz schnellen „Multicore“-Prozessor, ohne genau ins Detail zu gehen. Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Zweikern-Chip. Hinzu gesellen sich 1 GB RAM, ein vollwertiger USB-Host, ein Ethernet-Port, ein microSD-Steckplatz, WLAN und 8 GB Flash-Speicher. Android 4.1 ist von Anfang an installiert. Im Grunde wird einem hier also nichts Neues geboten. Ähnliches kennt man auch von längst erhältlichen HDMI-Sticks mit Android. Aber es gibt doch einige Besonderheiten.

Ungewöhnlicher Controller

Besondere Aufmerksamkeit hat sicherlich die sogenannte "TV Touch remote"-Fernbedienung verdient. Diese verfügt über eine komplette Tastatur, die standardisierten Android-Tasten und zwei Thumbsticks, mit denen man Display-Berührungen und Multitouch-Eingaben sozusagen nachempfindet. Zugleich sind diese, neben dem Steuerkreuz und weiteren Buttons, zum Spielen gedacht. Archos liefert eine entsprechende Mapping-App mit, mit der ein Großteil der Android-Games genutzt werden können. Touchscreen-Symbole oder "virtuelle Tasten" werden so auf die realen Knöpfe auf der Remote „platziert“. Ähnlich funktioniert das bei quasi allen bisher erhältlichen Game-Controllern für Android.

Smart-TV dank Android 4.1

Archos TV connect soll sich also gut zum Spielen eignen, aber auch für andere Dienste ist der Alleskönner gewappnet. Dank Jelly Bean werden entsprechende Programme wie Webbrowser (Chrome) oder Mail-Programm gleich mitgeliefert, zudem hat man vollen Zugriff auf Google Play und damit Tausende Apps. Medienstreaming aus dem eigenen Netzwerk oder das Abspielen von Filmen über externe Festplatten beziehungsweise Speicherkarten sollten auch möglich sein. Archos hat eine eigene Media Center App im Angebot, durch die Nutzer eine optimale Benutzeroberfläche für die Organisation der eigenen Daten erhalten. Und die obligatorischen Smart-TV-Funktionen dürfen freilich auch nicht fehlen: YouTube, Anbindung zu sozialen Netzwerken und Google Play Movies (Filmverleih und Kauf) gehören zum Standard. Interessant: Dank der integrierten, HD-fähigen Webcam im Archos TV connect ist auch Videotelefonie über das Internet möglich - mittels Google Talk. Via App wäre sicherlich auch Skype denkbar.

Im Februar 2013 wird Archos TV connect für rund 130 Euro in den Handel kommen. Bisher klingt das (theoretische) Produkt in jedem Fall vielversprechend und womöglich auch leistungsfähig genug, wodurch es für Spieler und Heimkino-Freunde gleichermaßen interessant sein könnte. Mit Android und aktuellen Komponenten könnte TV connect angenehmer zu bedienen sein als Smart-TV-Funktionen herkömmlicher Fernsehgeräte.

Weitere Informationen auf der Hersteller-Webseite.

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