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15.03.15

Arbeitsplatzbeleuchtung mit LEDs im Test: Licht für Tag und Nacht

LED-Lampen u.a.

Arbeitsplatzbeleuchtung ist im Allgemeinen nur für den Einsatz am Tage bestimmt. Im Home-Office ist jedoch die Arbeit mal tags und mal abends angesagt. Damit benötigt man unterschiedliche Beleuchtungssysteme.

LED-Lampen u.a.

An das Arbeiten in meinem Home-Office konnte ich mich einfach nicht gewöhnen, der Platz war mir irgendwie unangenehm, schon beim Hinsetzen verging mir sofort die Lust zu irgendetwas. Ich arbeitete lieber mit Notebook im hellen, geräumigen Wohnzimmer.

Mit drohendem Familienzuwachs war hiermit jedoch Schluss: Das Wohnzimmer dürfe nicht so nach Arbeit aussehen und überhaupt, Baby und Notebook, das gehe ja gar nicht, so eine Hebamme. Dabei will so eine Anschaffung doch finanziert sein, aber ohne Arbeitsmöglichkeit geht das nunmal nicht. Und natürlich war auch absehbar, dass es nicht mehr möglich sein würde, in dieser Umgebung ungestört zu arbeiten, auch solange der Nachwuchs noch nicht spontan Notebook und Telefon vom Tisch ziehen würde. Also musste das Büro nun doch arbeitstauglich gemacht werden.

Die Abneigung, dort zu arbeiten, beruhte auf zwei Ursachen: Einerseits war die Tischplatte etwas zu hoch, was nach Erkennen des Problems schnell behoben war, andererseits die Beleuchtung nervig: Zwar war ein großes Fenster vorhanden, doch das war hinter dem Arbeitsplatz: Und war es draußen noch so sonnig, man sah auf eine dunkle Wand. "Brett vorm Kopf", sozusagen.

Natürlich wäre es noch dümmer gewesen, wenn der Bildschirm vor dem Fenster gestanden hätte. Doch musste eine Lösung her. Im Dunkeln mit einer beleuchteten Tastatur zu sitzen, mag bei Gamern zwar beliebt sein, ist aber nicht gesund und zum Arbeiten nicht geeignet. Besser ist es, wenn das Umfeld des Bildschirms ebenfalls erhellt ist - auch der Schreibtisch mit Tastatur und eventuellen Papierunterlagen.

Einer früheren Mitbewohnerin hatte ich eine Tageslichtleuchtstofflampe an die Dachschräge geschraubt, damit diese endlich einmal tagsüber aktiv sein sollte und nicht nachts. Das funktionierte allerdings nicht, weil sie sie abends nicht ausschaltete und dann die ganze Nacht weitermachte. Zudem war die hochwertige elektronische Osram-Stromversorgung dieser Lampe krepiert und eine Neuanschaffung teuer. Warum also nicht gleich zu LED-Lichtleisten greifen, die sich bereits anderweitig bewährt hatten und die es ja inzwischen auch mit zur Tageszeit umschalbarer Lichtfarbe gibt, sodass man für Abend-Arbeit das Licht umschaltet?

Tja, Lichtleisten gibt es leider noch nicht umschaltbar. Es waren also zwei Systeme zu installieren, eins für tags und eins für abends und nachts. Bei Pearl gibt es ja fast alle LED-Lampen sowohl in Tageslicht-Ausführung als auch in Warmweiß. Wie wäre es da mit dem Lunartec 4er-Set in weiß (NC-6954) und warmweiß (NC-6956)?

Leider strahlen diese Leisten sehr gerichtet. Direkt an die Decke montiert würden sie zwar ins Gesicht leuchten, aber nicht auf den Schreibtisch. Dies ließ sich mit etwas Maleracryl und einem Alu-Profil lösen.

Tatsächlich sind diese Lichtleisten aber enorm stark und effizient. Mit 14 W für 4 Leisten entsprechend über 100 W einer Glühlampe plus der starken Richtwirkung für abends viel zu stark. Stattdessen fand sich hier mit der Leuchte Striberg etwas in einem schwedischen Möbelhaus, das eigentlich zum Beleuchten von Schränken dienen soll, jedoch die passende Lichtstärke und bereits den nötigen Abstrahlwinkel hatte. Angenehmerweise inzwischen auch mit echtem Netzschalter - der allerdings samt Netzkabel nicht im Lieferumfang ist, sondern zusätzlich gekauft werden muss. Dabei war der Leerlaufverbrauch der Leuchte nicht messbar, der Verbrauch im Betrieb liegt nur knapp über den eingegebenen 5 Watt. Da die Richtwirkung hier schwächer ist, konnte diese Lichtleiste tiefer montiert werden. Zusammen mit einer LED-Schreibtischlampe und der vorhandenen Deckenbeleuchtung war die abendliche Beleuchtung nun komplett - hell genug, doch nicht unnötig wach haltend.

Tagsüber ist es dagegen sinnvoll, nach Bedarf zwei bis vier der weißen Pearl-Strahler zuzuschalten. Nun ist bei jeder Tageslichtsituation die "dunkle Ecke" nicht mehr so frustrierend. Auch hier ist der Leerlauf-Stromverbrauch unter der Messgrenze - im Betrieb liegt er auch nur knapp über den angegebenen Werten. Einen Netzschalter sucht man hier leider vergeblich, wie auch bei der LED-Schreibtischlampe.

Deshalb wurde das Ganze noch zusammen mit einigen der Computer-Netzteile über eine schaltbare Steckdosenleiste gelegt. Nun ist aus wirklich aus und man muss auch nicht befürchten, dass in Abwesenheit eins der vielen Schaltnetzteile durchschmort.

Leider addieren sich aber die Einschaltstromstöße der Netzteile auf enorme Höhen. Bei der zunächst verwendeten Steckdosenleiste zog prompt der Schalter beim Abschalten spratzelnd Funken, verhinderte so das Abschalten und jagte beinahe auch die Schaltnetzteile der panisch flackernden Lampen ins Jenseits.

Eine neue Steckdosenleiste schaltete sauber ab. Dafür saß ich bereits mehrfach beim Einschalten unerwartet stromlos im Dunkeln. So können die modernen LEDs das Glühlampengefühl nachbilden, die beim Einschalten auch mal mit einem großen Knall zersprangen und dabei die Sicherung auslösten. Von diesem Problem abgesehen ist nun aber für ein paar Dutzend Watt die Arbeitsplatzbeleuchtung gesichert.

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