21.10.14

AMPY: Smartphones und Smartwatches mit seinen Körperbewegungen laden

AMPY (Bild: AMPY)

Wer seine elektronischen Geräte laden will, der braucht nicht immer eine Steckdose. Dank des Crowdfunding-Projekts "AMPY" reicht der eigene Körper aus, um beispielsweise seinem Smartphone wieder Saft zu geben.

 

Es ist ein leidiges Thema: Wie kann man unterwegs sein Smartphone laden, wenn keine Steckdose verfügbar ist? Ein Problem, viele Lösungen. Nachdem ich mir schon kürzlich eine Kurbel sowie eine Scheckkarten-großen Akku angeschaut habe, weckte nun AMPY mein Interesse.

Der Slogan “Your movement is your power” verrät, was AMPY ist: Ein externer Akku, der seinen Strom durch die Bewegung des Besitzers erzeugt. Laut den Entwicklern muss man kein Athlet sein, um die Batterie zu laden. Jede Form von Bewegung soll ausreichen.

Durch die normalen Fußwege, die man täglich absolviert, soll man mit AMPY einer Smartphone-Batterie um 30 Prozent laden können. Durch einen Fahrradtour um zirka 60 Prozent. Und eine Smartwatch könne man durch 10.000 Schritte für 24 Stunden laden, bei einem Fitness Tracker würde die Energie sogar für drei Tage reichen. Zumindest theoretisch. Ob AMPY die plakativen Angaben am Ende wirklich erreicht, muss sich noch beweisen.

Geld von der Crowd benötigt

Derzeit ist AMPY ein Prototyp, der noch nicht erhältlich ist. Deswegen bitten die Erfinder auf Kickstarter um finanzielle Unterstützung. Mindestens 100.000 US-Dollar (rund 78.300 Euro) müssen bis zum 10. November zusammenkommen, um die erste Produktion mit 1.000 Einheiten zu starten. Sollte es diese geben, so kann man sich derzeit ab 75 Dollar (59 Euro) ein AMPY sichern.

Noch ein paar Worte zu dem Gadget an sich: Der innovative Akku ist so gestaltet, dass das er gut zu den verschiedenen Rundungen des Körpers – zum Beispiel an die Oberarme – passen soll. Und er ist so klein, dass man ihn in der Hosentasche verstauen kann.

Um AMPY am Körper befestigen zu können, wird er mit einem Trageriemen, einem Armband und einem Clip ausgeliefert. So dürfte es kein Problem sein, eine Stelle zu finden, wo man das Gadget anbringt. Am effektivsten dürften wohl die Beine und Arme sein, da man diese am meisten bewegt.

Apropos: Die AMPY-App zeigt einem nicht nur den Ladezustand an, sondern ermutigt zusätzlich, sich mehr zu bewegen. So kann man beispielsweise sehen, wie viel Watt und Batteriestunden man bislang erzeugt hat. Und wie viele Kalorien dadurch verbrannt und wie viel CO2 eingespart wurden.

Wer die Idee von Ampy gut findet, kann das Crowdfunding-Projekt auf Kickstarter mit seinem Geld unterstützen.

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