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07.10.09

Amazon Kindle: Jetzt auch bei uns bestellbar

Amazon Kindle: Jetzt auch in Europa (Bild: Amazon)

Das eBook-Lesegerät "Kindle" ist ab sofort auch in Deutschland (und über hundert anderen Ländern) zu bestellen - zunächst aber bei Amazon.com aus den USA (also die englische Version).

Bevor Sony & Co. in Europa den eBook-Kuchen alleine verspeisen, hat sich Amazon dazu entschlossen, nun doch den Verkauf seines Lesegeräts Kindle zu erlauben. Da diese Entscheidung mehr oder weniger zeitnah zur Buchmesse gefällt wurde, wird der Vertrieb zunächst aus den USA organisiert. Dazu gehört auch die Versorgung mit elektronischem Lesestoff - den gibt es im Kindle-Format zurzeit nur in englisch, mit Ausnahme der FAZ und des Handelsblatts. US-Mobilfunkanbieter AT&T kümmert sich auch im Ausland darum, dass die Anwender die Bücher über das Mobilfunknetz laden können. Amazon verkauft das als "...sodass Kunden nicht nach einem Wi-Fi-Hotspot suchen müssen." (dass eine Mobilflatrate hierzulande noch nicht so weit verbreitet ist, steht auf einem anderen Blatt).

Wer ihn noch nicht kennt: Mit dem Kindle lassen sich drahtlos Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und persönliche Dokumente auf ein hochauflösendes, über 15 Zentimeter großes e-Ink-Display herunterladen, das sich wie eine echte Papierseite liest. Nähere Infos finden Sie auch in unserem ausführlichen Test. Der Kindle Store enthält zurzeit 200.000 englischsprachige Bücher. Titel im Kindle Store sind für gewöhnlich deutlich günstiger als "physische" Bücher (Amazonsprech für solche aus Papier). Außerdem können mehr als 85 US- und internationale Zeitungen und Zeitschriften abonniert werden.

Der Erfolg in Deutschland wird davon abhängen, wie die lokale Anpassung funktioniert, denn in einem Land, wo jede Sendung synchronisiert wird, sind englische Geräte und vor allem Inhalte nur schwer zu vermarkten. Es ist zu hoffen (bzw. schwer anzunehmen), dass auch deutsche Printwerke ihren Weg in den Kindle finden. Wie das dann mit der Vorlesefunktion geregelt wird, steht auf einem anderen Blatt, denn der Leser ist zunächst mal ein englisch sprechendes "Kind-le", der bei deutschen Inhalten sich sicher lustig anhört (wie Kollege Peter Sennhauser ja auch schon anmerkte). Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, das jetzt in den USA gekaufte Gerät dann durch ein Softwareupgrade auf unsere Sprache anzupassen.

Leser in der ganzen Welt können den Amazon-Leser ab sofort auf Amazon.com (Affiliate-Link-Klick auf den Brief) vorbestellen. Ab dem 19. Oktober wird der Kindle aus den USA versandt. Der Preis beträgt 279 US-Dollar (ca. 190 Euro), wobei wahrscheinlich noch Einfuhrumsatzsteuer anfällt (19%, also etwa 40 Euro) sowie Versandkosten. Die gute Nachricht: Sie können Ihr amazon.de-Konto benutzen, um das Gerät auf amazon.com zu bestellen. Die zweite gute Nachricht: Der Kauf von Büchern über das im Kindle integrierte Mobilfunkmodul kostet den Eigner keine zusätzlichen Gebühren, wie Amazon-Sprecherin Christine Höger gegenüber der Agentur pressetext erklärte. Amazon Kindle 2 (Klick auf den "Brief" - affiliate Link)

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