15.01.14

Chromecast-Konkurrent von Alcatel: Smart-TV-Stick soll Anwendungen auf TVs streamen

Alcatel OneTouch Home. Smart TV Stick mit Miracast

Seit Googles Smart-TV-Stick Chromecast auf den Markt kam, wird die Branche erst auf die Möglichkeiten aufmerksam, einfache Fernseher aufzurüsten. Alcatel hat hier eine noch weiter gehende Lösung vorgestellt. Der OneTouch Home V102 hat allerdings auch einen Nachteil.

 

Es gibt mittlerweile mehr als ein Dutzend Sticks, mit denen sich TV-Geräte über den HDMI-Eingang und via Smartphone oder Tablet zu einem Smart TV nachrüsten lassen. Die Ansätze sind ebenso unterschiedlich wie vielfältig. Einen Nachteil hat aber eigentlich jeder. Bei Googles Chromecast etwa werden die Daten natürlich über die Server der Kalifornier geroutet und der Nutzer ist auf solche Apps beschränkt, die mit dem Stick kompatibel sind.

Das soll bei Alcatels eigener Lösung OneTouch V102 anders sein. Was immer man auf einem Laptop, Smartphone oder Tablet unternimmt: Es soll sich via WLAN und eben diesem HDMI-Stick auf einen Fernseher streamen lassen. Das können Videos ebenso sein wie Musik, Browser-Tabs oder Spiele. Eine Einschränkung durch Apps ist hier praktisch nicht gegeben. Dafür gibt es einen gravierenden anderen Nachteil.

Nur mit Miracast

Denn zwar schreibt Alcatel selbst, dass alle WLAN-fähigen Geräte mit dem Stick funktionieren, und im Prinzip ist das über ein Software-Update des jeweiligen Herstellers auch möglich. Android Authority aber hat erfahren, dass der Stick nur für solche mobile Geräte funktioniert, die Miracast-fähig sind. Das werden zwar immer mehr, ist aber derzeit nur für einige und längst nicht alle Geräte der neueren Generation der Fall. Android unterstützt diesen Standard erst seit der Version 4.2, was noch längst nicht alle Geräte der vergangenen Jahre verwenden. Apples iPhones oder iPads unterstützen Miracast überhaupt nicht - der Hersteller kocht mit AirPlay schließlich lieber sein eigenes Süppchen. Microsofts Windows 8.1 allerdings soll Miracast nativ unterstützen.

Das bedeutet: Wer zufällig ein Miracast-fähiges Endgerät hat, kann mit einem solchen Stick wie von Alcatel vielleicht sogar mehr anfangen als mit einem Chromecast. Der Rest sollte das genau prüfen oder im Zweifelsfall erst einmal abwarten.

TVs werden smart

Smarte Fernseher haben so oder so derzeit Hochkonjunktur. Hier sah man zuletzt auf der CES Konzepte mit mobilen Betriebssystemen wie WebOS, Android oder Firefox OS. Oder eben über Nachrüst-Sticks wie Netgears NeoMediacast oder AirTame. Preise um 50 Euro machen die Technik erschwinglich. Googles Chromecast soll ab März auch in Deutschland verkauft werden und rund 40 Euro kosten. Ende Dezember stellte Belkin einen eigenen Miracast-Stick für knapp 70 Euro vor. Die Auswahl wird also immer größer.

Der Alcatel OneTouch Home V102 soll im zweiten Quartal auf den Markt kommen und knapp 50 Euro kosten. Er kann Videos in 1.080p allerdings nur mit 30 Frames pro Sekunde abspielen. Die Stromversorgung wird über einen USB-Port hergestellt, der sich entweder über einen Anschluss am TV-Gerät selbst oder über eine Steckdose mit Strom speist. 1 GB Festspeicher und 2 GB RAM sind auf dem Stick enthalten. Er unterstützt aktuelle WLAN-Standards (b/g/n und ac mit 2,4 oder 5 GHz).

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