05.09.13

Gegenstände drucken, scannen, kopieren und faxen

3D-Multifunktionsgerät AIO Zeus

Der AIO Zeus druckt, scannt, kopiert und faxt Gegenstände.Der AIO Zeus druckt, scannt, kopiert und faxt Gegenstände.

Der AIO Zeus ist nach eigenen Angaben das erste 3D-Multifunktionsgerät

Mit ihm kann man nicht nur Gegenstände ausdrucken, sondern sie auch einscannen, kopieren oder sogar faxen. Seine Macher suchen auf Kickstarter nach Unterstützern und sind damit überaus erfolgreich. Ein Multifunktionsgerät mit Drucker, Scanner, Kopierer und bisweilen auch noch Fax ist heute kaum aus einem Büro wegzudenken. Im Bereich des 3D-Drucks aber fehlt das bislang und darin sehen die Macher des AIO Zeus offenbar eine Marktlücke.

Zwei Doktoranden der Computerwissenschaft an der University of Southern California stecken dahinter: Der Kalifornier Kai Chang und der Münchner Jens Windau. Fünf Jahre Entwicklungsarbeit haben sie investiert.

Um den AIO Zeus zu bedienen, muss man aber kein Informatiker sein, versprechen die beiden. Tatsächlich soll er leichter zu verstehen sein, als unsere handelsüblichen Multifunktionsgeräte für die 2D-Aufgaben.

Entsprechend ist der Zeus fertig montiert und sofort einsatzbereit, wenn man ihn aus dem Karton nimmt. Bedient wird der Alleskönner über einen 7 Zoll Diagonale messenden Touchscreen. Er funktioniert unabhängig von einem Computer, denn er bringt in seinem Gehäuse selbst einen mit. Und wo wir gerade über das Gehäuse sprechen: Das besteht aus Aluminium in Weiß und Schwarz. Damit soll sich das Gerät harmonisch in die Umgebung einfügen und weniger nach Techniklabor aussehen wie mancher Konkurrent. Zugleich soll sich das stabile Gehäuse positiv auf die Druckergebnisse auswirken.

  • Objekte dürfen maximal 26 x 18 x 15 cm messen und werden bei höchster Qualität in 100 Micron Auflösung gedruckt. 200 und 300 Micron stehen für schnellere Drucke ebenfalls zur Auswahl.
  • Als Material kommt PLA im Durchmesser 1,75 mm zum Einsatz.

Die Scan-Funktion soll ein hohes Maß an Präzision erreichen und setzt auf einen hin- und herschwenkenden Laser statt eines fest montierten. Der Gegenstand wird während des Scannes auf dem Drehteller von allen Seiten vermessen und dabei automatisch die entsprechende Datei erstellt.

Wer Scannen und Drucken kann, kann auch kopieren. Das soll sich mit dem AIO Zeus auf Knopfdruck und ohne große Umschweife realisieren lassen. In der Bildergalerie sieht man einige Beispiele für kopierte Gegenstände.

Besonders kurios wirkt zu guter Letzt die Idee, Gegenstände zu "faxen". Gemeint ist, dass sich Zeus-Besitzer über das Internet die 3D-Daten von Objekten zuschicken können. Es wird dann aber nicht etwa wie beim 2D-Fax sofort ausgedruckt, sondern man muss das zunächst bestätigen. Ansonsten könnte das auch ein teurer Spaß werden.

Preis und Liefertermin

Apropos teurer Spaß: Mindestens 1.999 US-Dollar soll man via Kickstarter vorschießen und dieses Sonderangebot gilt zudem leider nur für Unterstützer mit Lieferadresse in den USA. Internationale Kunden müssen 2.799 US-Dollar (umgerechnet rund 2.125 Euro) auf den Tisch legen und die Versandkosten gehen hier noch extra.

Der AIO Zeus liegt damit im erwartbaren Preisrahmen: Der vielfach gelobte MakerBot Replicator 2 ist ab 2.199 US-Dollar zu haben, ist aber nur ein 3D-Drucker, ohne Scan-, Kopier- oder gar Faxfunktion.

Wer sich für den Zeus interessiert, braucht neben dem nötigen Kleingeld zudem ein wenig Geduld: Ab August 2014 sollen die internationalen Bestellungen ausgeliefert werden.

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