05.01.07

32 GB Flashdrive: Sind die Tage der Harddisk gezählt?

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Sandisk präsentiert eine preisgünstige Festspeicherkarte als Harddisk-Ersatz für Notebooks

Halber Stromverbrauch und bis zu viermal schnellere Zugriffszeiten: Festspeicher, heute vor allem in Form der diversen Speicherkärtchen für Digitalkameras und dergleichen bekannt, bietet etliche Vorteile gegenüber der guten, 50 Jahre alten Harddisk. Die ist aber immer noch das billigste Speichermedium und deshalb kaum aus unserem Leben wegzudenken.

Bis heute: Sandisk, Weltgrösster Hersteller von Flash-Speichermedien, hat soeben eine 32 Gigabyte-Festspeicherkarte (SSD, Solid State Drive) als Ersatz für Notebook-Harddisks angekündigt. Das gleiche hat Samsung vor genau einem Jahr getan und dabei auch gleich den "Tod der Harddisk" verkündet, aber angesichts des Preises ihres Produkts damals ziemlich heftige Kritik geerntet (und inzwischen zwei Notebookmodelle ohne Harddisk, aber mit 32 GB SSD vorgestellt).

Im Falle von Sandisk beeindruckt neben der Speicherkapazität des kreditkartengrossen (1,8 Zoll-Format) Geräts vor allem der Preis, "den ich Ihnen hier aber nicht bekanntgeben kann", wie Ken Castle von Sandisk mir grad erklärte, "aber wir gehen davon aus, dass die damit ausgerüsteten Notebooks 600 Dollar teurer als konventionelle Rechner sein werden." Also kostet das Teil rund 650$ (gemäss HD-Preis weiter unten im Text).

 

Vorerst wird das SSD nur an Hersteller von Geräten verkauft und nicht in den Läden auftauchen. Ob längerfristig eine Version für die in vielen aktuellen Notebooks verfügbaren PC-Card-Steckplätze verfügbar wird, konnte Sandisk heute auch noch nicht sagen. In Anbetracht der sich jährlich halbierenden Preise für Flash-Speicher ist aber immerhin davon auszugehen, dass das Medium zumindest in kleinen Geräten und solchen, die eine lange Laufzeit aufweisen müssen, die langsamen, stromfressenden, fehleranfälligen und Rechner-aufheizenden Harddisks gelegentlich verdrängen wird. Trotzdem sei hier darauf hingewiesen, dass die typische 80GB-Harddisk im 2,5 Zoll-Format für Notebooks die Hersteller derzeit grade mal rund 50 Dollar kostet. Massen-Hersteller wie Dell dürften deswegen wohl kaum auf ein Medium mit rund einem Drittel der Kapazität bei 12 mal höherem Preis umsatteln.

Für die Industrie ist der Preis indes offenbar noch Nebensache: "Ich habe den ganzen Tag Anrufe von Firmen gekriegt, die sich sofort einige der Geräte sichern wollten - und erklärten, auch 1500 oder 2000 Dollar pro Stück zu bezahlen. Aber diese Response können auch wir als Hersteller bis zur Lancierung von Produkten wie diesem einfach nicht antizipieren", plaudert Ken Castle aus der Schule.

Ich würd ja nicht grad 1000 Dollar bezahlen, aber wenn ich 32 Gigabyte für den PC-Card-Slot meines chronisch verstopften Vaio-Subnotebooks mit seiner winzigen 40GB-Harddisk kriegen könnte, wär ich happy. Ich habe noch keinen PC-Card Speicher mit mehr als 8Gigabyte und bezahlbarem Preis gefunden.

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