Apple iMac: Historie, Modelle und mehr

Apple iMac (Bild: Pixabay.de)
Apple iMac (Bild: Pixabay.de)

Der iMac, wie wir ihn heute kennen, hat mit dem ersten Modell, das 1998 auf den Markt kam, nicht mehr viel zu tun. Bis auf die Tatsache, dass es sich dabei um einen All-in-one-PC handelt, der Bildschirm und Rechner in einem Gehäuse vereint, hat Hersteller Apple im Laufe der Zeit nahezu alle Dinge überarbeitet.

iMac - die erste Generation (1998 - 2002)

Designer Jonathan Ive setzte Maßstäbe mit dem ersten iMac, der ab August 1998 lieferbar war. Das Gehäuse war nicht beige, grau oder schwarz, wie damals üblich, sondern bestand aus halbdurchsichtigem blauen Kunststoff. Außerdem handelte es sich nicht um einen eckigen Kasten. Der Röhrenmonitor war in einen kugelartigen Knubbel mit abgerundeten Ecken eingebaut, der einen Trend in der Computerindustrie auslöste.

Schon im Januar 1999 gab es Modelle in fünf neuen Farben: „Strawberry“ (Rosa), „Blueberry“ (Blau), „Lime“ (Tiefgrün), „Grape“ (Violett) und „Tangerine“ (Orange). Nicht nur das Gehäuse des neuen iMac war außergewöhnlich, auch der Verzicht auf ein Diskettenlaufwerk erregte Aufsehen. Der iMac besaß stattdessen ein CD-ROM-Laufwerk, ein Modem und als Schnittstellen zum Austausch von Daten nur USB 1.2 und Ethernet.

Das vorangestellte “i”, das später zum Markenzeichen vieler Apple-Produkte wurde, soll nach der Keynote 1998 für verschiedene Begriffe stehen: für Internet, individuell, instruieren, informieren und inspirieren.

Maus und Tastatur zum iMac waren übrigens im gleichen Look gehalten. Die mitgelieferte Maus - Apples erste USB-Maus - allerdings ließ sich kaum verwenden. Sie besaß ein sehr kurzes Kabel, war kreisrund und dadurch unergonomisch. Sie erhielt schnell den Spitznamen Hockey-Puck und wurde im Jahr 2000 durch eine ergonomischere Maus ersetzt.

Die zweite Generation des Apple iMac (2002 - 2004)

Ab 2002 änderte sich das Aussehen komplett, nur der Name iMac und das All-in-One-Konzept blieb. Der iMac der zweiten Generation war komplett weiß, der Röhrenmonitor wurde durch einen TFT-Flachbildschirm mit 15 bis 20 Zoll Bildschirmdiagonale ersetzt, der auf einem halbkugelförmigen Fuß saß, in dem die Elektronik steckte. Durch einen dreifach beweglichen Arm ließ sich der Flachbildschirm sehr gut in die optimale Position für den Nutzer bringen.

iMac 3.Generation (2004-2005)

Schon zwei Jahre später ändert sich das Aussehen des iMac noch einmal radikal. Der iMac der dritten Generation war grundsätzlich so aufgebaut wie die heutigen Modelle: Alle Bauteile waren im Gehäuse des Flachbildschirms untergebracht.

Das war so revolutionär, dass viele Menschen den iMac gar nicht als vollwertigen All-in-One-PC wahrnahmen, sondern ihn nur für einen Bildschirm hielten. Noch 2012 berichtet Anwalt Anwalt Udo Vetter in seinem law blog, das bei der Hausdurchsuchung einer seiner Mandanten der iMac nicht als Rechner erkannt wurde.

Der iMac 4 wechselt auf Intel-Prozessoren (2006)

Während bei der vierten Generation äußerlich alles beim Alten blieb, ändert sich innen alles. Setzte Apple bisher Power-PC-Prozessoren (PPC) ein, wechselte man 2006 zu Intel-Prozessoren. Der neue iMac sollte mit seinem Intel Core Duo-Prozessor zwei- bis dreimal schneller als der PPC-Vorgänger mit G5-Prozessor sein. 

2007: Die fünfte Generation des iMac

Noch einmal ändert der iMac sein Äußeres so sehr, dass man auf den ersten Blick das neue Modell erkennt. Das Gehäuse ist noch dünner geworden und besteht statt aus Kunststoff jetzt aus Aluminium und Glas.

Ein Kritikpunkt am iMac der fünften Generation ist das hochglänzende Display. Das kann je nach Sonneneinstrahlung störend reflektieren, zudem zeichnen sich Staub und Flecken viel stärker ab als auf den bisherigen matten Displays.

2009 erschien die sechste Generation des Apple-Computers

Ab jetzt sind alle iMacs mit einem Schacht für SD-Karten ausgerüstet und werden mit kabelloser Tastatur und ebenfalls kabelloser Magic Mouse ausgeliefert. Die 4 GB, mit denen die Rechner ab Werk ausgestattet sind, lassen sich auf bis zu 16 GB aufrüsten.

2012 folgte die siebte Generation

Der Arbeitsspeicher beträgt bei der 7. Generation des iMac standardmäßig 8 GB, im 27-Zoll-Modell lässt er sich bis auf 32 GB aufrüsten. Mit seinem neuem Modell stellte Apple auch das Fusion Drive vor, ein virtuelles Laufwerk aus Flash-Speicher und Festplatte.

Im Fusion Drive erscheinen eine SSD und eine Festplatte für den Anwender als ein einziges Laufwerk. Dabei werden die Vorteile beider Medien kombiniert: Die Geschwindigkeit der SSD und der günstige Speicherplatz der HD. Häufig benutzte Programme werden automatisch auf die SSD transferiert, während die HD dazu dient, große Datenmengen zu lagern. Ein Fusion Drive erreicht nicht ganz die Geschwindigkeit einer reinen SSD, ist aber bedeutend günstiger.

Seit Oktober 2014 ist der iMac 27 Zoll mit Retina-Display und einer Auflösung von 5120 x 2880 Pixel erhältlich. Ein Jahr später bekommt auch der kleinere 21-Zoll-iMac ein Retina Display, allerdings mit 4K und einer Auflösung von 4096x2304 Pixel.

Zudem wird der iMac standardmäßig mit der neuen Magic Mouse 2 und dem Magic Keyboard ausgeliefert, die beide nicht mehr mit 2 AA-Batterien betrieben werden, sondern über einen integrierten Akku verfügen, der über eine Lightning-Schnittstelle (wie iPhone und iPad) geladen wird.

Der iMac ist DER All-in-One-PC

Wohl kaum eine Computerserie kann auf eine so lange und so erfolgreiche Geschichte zurückblicken wie der iMac. Selbst iMacs der ersten Generation werden von Liebhabern noch immer geschätzt, wenn auch nur als cooler Briefkasten. Und in seiner aktuellen Form inspiriert der stylische Rechner immer wieder zu Zubehör, das speziell für ihn gemacht ist, wie Woodster, den Holzfuß mit USB-Port, der den iMac auf die richtige Höhe bringen soll.

Ebenfalls interessant: Jimi, die USB-Verlängerung für iMacs. Diese clevere Umleitung bringt den USb-Eingang nach vorn. Auch Philips hat mit dem Philips DS6100 schon ein iPhone-Dock auf den Markt gebracht, das wie geschaffen für den iMac ist. 

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