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05.10.18

Zwischen Fördern und Fordern

So funktioniert erfolgreiche Mitarbeitermotivation

Quelle: iStock / Getty Images Plus

Strikte Arbeitszeiten und ein autoritärer Führungsstil - heutzutage sind solche Ansätze der Unternehmensführung beinahe undenkbar. Besonders die sogenannte Generation Y erwartet flache Hierarchien, Entscheidungsfreiheiten, Flexibilität und persönliche Förderung. Dementsprechend wichtig sollte es Arbeitgebern sein, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu fördern. Doch womit hält man Arbeitnehmer wirklich bei Laune?

Wertschätzung durch Lob

Wer tagein, tagaus gute Arbeit leistet, aber nie Anerkennung erfährt, fühlt sich langfristig nicht wertgeschätzt. Die Freude an der Arbeit geht verloren, und der Anreiz, sich weiter ins Zeug zu legen, schwindet. Zudem weiß derjenige, der generell kaum Feedback erhält, nicht, ob er seine Arbeit zufriedenstellend erledigt und ob es Aspekte gibt, in denen er sich verbessern kann. Wer jedoch positiven und vor allem aufrichtigen Zuspruch für seine Arbeit erfährt, fühlt sich "gesehen" und bekommt das Gefühl vermittelt, ein wichtiger Teil des Unternehmens zu sein.

Wichtig beim Loben im Rahmen eines Feedbackgesprächs ist jedoch die richtige Balance. Denn wird Lob nahezu selbstverständlich ausgesprochen, verliert es seinen Motivationscharakter. Besser sind Gespräche, in denen gleichermaßen konstruktive Kritik und Lob geäußert werden. Zugleich bekommen in diesem Rahmen auch die Mitarbeiter die Gelegenheit, Kritik zu äußern und können so dazu beitragen, Prozesse im Unternehmen zu verbessern.

Flexible Arbeitszeiten

Flexible Arbeitszeiten zählen für immer mehr Menschen zu den wichtigsten Entscheidungskriterien für oder gegen ein Unternehmen. Insbesondere für junge Familien ist eine flexible Zeitaufteilung unabdingbar, um Familie, Hobbys und Freunde unter einen Hut zu bringen. Unternehmen, die zeitliche Freiheiten und eine ausgewogene Work-Life-Balance bieten, profitieren davon, dass sich Mitarbeiter häufig länger binden und außerdem motivierter arbeiten. Auch Fehlzeiten werden durch flexible Arbeitszeiten minimiert, da der Stresspegel sinkt - eine Win-win-Situation also.

Besondere Erlebnisse

Auch gemeinsame Aktivitäten im Rahmen von Teamevents können zu einem besseren Verständnis und Teamgeist beitragen und positive Erinnerungen schaffen. Es kann sich durchaus auszahlen, wenn sich die Mitarbeiter auf privater Ebene verstehen, da die Zusammenarbeit im Unternehmen dann oft leichter von der Hand geht. Je nach Budget und Zeit reichen manchmal schon kleinere Events wie beispielsweise Karaoke nach Feierabend aus, um ein Team zusammenzuschweißen. Hoch im Kurs stehen auch Klettergärten und Aktivitäten wie der gemeinsame Bau eines Floßes, die nicht zuletzt die Teamfähigkeit fördern. Sogar große Firmen wie Mercedes-Benz bieten Mitarbeiterveranstaltungen in Form von sogenannten "Driving Events" an, die motivieren und gemeinsame Erlebnisse schaffen sollen. Und manche Unternehmen gehen sogar so weit, alle Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Urlaub einzuladen.

Wohlfühlen am Arbeitsplatz

Auch wenn es im ersten Moment unwichtig erscheint, ob der Schreibtisch genug Platz für private Bilder bietet oder die Wandfarbe Grün oder Gelb ist - es sind nicht zuletzt solche Kleinigkeiten, die für das Wohlbefinden der Mitarbeiter entscheidend sind. Je offener und freundlicher der Arbeitsbereich gestaltet ist, desto lieber wird dort gearbeitet. Auch Goodies wie kostenloser Kaffee, Säfte oder Obst steigern die Zufriedenheit und sorgen für eine gute Atmosphäre.

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