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28.02.14

Zippy: Der Prokrastination auf den Zahn gefühlt

Und gerade wenn man das Gefühl hat, dass sämtliche Varianten von Task-Managern ausgeschöpft sind, erscheint wieder eine App mit einem neuen Twist: Zippy lässt den Benutzer sehr einfach To-Dos verschieben, präsentiert ihm aber auch gnadenlos die Statistik seiner Prokrastination.

Zippy

Im Kern ist Zippy eine ganz normale To-Do-App: Jede Aufgabe kann mittels Tags kategorisiert werden, zum Beispiel in privat und beruflich oder nach Projekten. Den  Termin wählt man nicht wie üblich im Kalender, sondern via eine sehr intuitive Auswahl: Später am heutigen Tag, morgen, in 2 Tagen, dieses Wochenende, nächste Woche, in zwei Wochen, nächsten Monat. Dies entspricht mehr unserer Art zu planen als «diese Aufgabe erledige ich am 04.03.14».Im Test ist mir aufgefallen, dass ich Aufgaben tendenziell auf später terminiert habe als mit meiner normalen Standard-Aufgabenverwaltung. Den Button «morgen» auszuwählen regt mehr dazu an sich zu überlegen, ob man denn morgen überhaupt Zeit dafür hat. Nicht ganz konsequent ist dann aber, dass zusätzlich eine Zeit ausgewählt werden kann. Zippy erinnert den User dann zwar mittels Push-Nachricht daran, aber meines Erachtens zerstört es das intuitive Terminieren. Zum Glück ist die Zeitangabe optional.

Mit einem Wisch wird die Aufgabe verschoben

Auf dem Startbildschirm werden die Aufgaben der Fälligkeit nach als Liste dargestellt. Mit einem Wisch nach links kann die Aufgabe als erledigt markiert werden. Auch der produktivste Arbeiter muss hin und wieder seine Planung anpassen und Aufgaben nach hinten schieben, weil eine andere Aufgabe länger dauerte, etwas dazwischen kam oder er schlicht keine Lust dazu hat. Ähnlich wie das bereits vorgestellte Postpone verfügt Zippy über eine «Snooze»-Funktion: In den Einstellungen kann zwischen 30 Minuten, 1 Stunde, 4 Stunden, 6 Stunden oder 1 Tag gewählt werden.

Aber man kriegt die Quittung für das Prokrastinieren

Zippy lässt den User aber nicht einfach so mit Prokrastinieren davon kommen. Getreu dem angeblich von Management-Guru Peter Drucker stammenden Grundsatz «you can't manage what you can't measure» bietet Zippy eine Vielzahl von Statistiken: Wie viele Aufgaben hat man erledigt und wie viele rechtzeitig? Wie viele Aufgaben wurden vor der Deadline, rechtzeitig oder zu spät erledigt? Wie weit im Voraus plant man die Aufgaben? Um welche Tageszeit und an welchen Wochentagen erledigt man die meisten Aufgaben?

Ideal für datengetriebene Menschen

Mich persönlich hat Zippy sehr angesprochen, da ich absolut datengetrieben bin und immer versuche, Entscheide wenn möglich datengestützt zu fällen (Beispiel Zeiterfassung, Schrittzähler etc.). Inwiefern sich dies auf die Planung von Aufgaben auswirken kann, muss sich noch weisen. Aber was nützt es, sich Aufgaben immer auf den Montag zu terminieren, wenn man genau weiss, dass man montags nicht erledigt kriegt?

Zippy ist wie bereits erwähnt sehr intuitiv gemacht und gefällt in Sachen Design und Benutzerführung ungemein. Die App gibt es im iTunes Store für 0,89 €.

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