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12.01.11

Zeitmanagement: Mehr schaffen mit Pomodoro

Fokus ist der Schlüssel zum Erfolg. Leichter gesagt als getan - aber Pomodoro hilft: Pomodoro nennt sich eine Methode, um einzelne Aufgabenpakete konzentriert abzuarbeiten. Einfach und wirkungsvoll, wie wir finden.

Irgendwann am Ende der 80er Jahre, in seinem ersten Jahr an der Uni, erfand Francisco Cirillo die Pomodoro-Technik. Er fühlte sich ausgelaugt, desinteressiert und immer wieder abgelenkt. Cirillo fragte sich verzweifelt, ob er es schaffen könnte, für zehn Minuten völlig konzentriert zu studieren. Pomodoro, eine Methode zum fokussierten Arbeiten, war geboren. In Paul Klipps exzellentem Artikel Personal Productivity: A detailed look at how I manage a lot bin ich das erste Mal auf Pomodoro gestoßen und seitdem davon fasziniert. Wir zeigen, wie Pomodoro funktioniert und wie Du es einsetzt. Pomodoro in wenigen Worten

Der Kern von Pomodoro ist der hohe Wert kurzer, fokussierter Aktivitäten, sogenannter Arbeits-Attacken. Ich stelle oft fest, dass ich sehr viel schaffen kann, wenn ich konzentriert und ungestört arbeite. Ich komme dann dem sehr nahe, was Mihaly Csikszentmihalyi als den Flow bezeichnet - einen Zustand, in dem ich meine Umgebung vergesse, mich auf das konzentriere, was ich gerade tue und dabei glücklich bin. Kurz, der Flow ist das, in was Kinder beim Spielen abtauchen. Was ich leider auch feststelle, ist, dass ich definitiv keine acht Stunden am Stück konzentriert arbeiten kann, ungestört sowieso nicht. Den Flow auf Arbeit zu erreichen ist beinahe unmöglich.

Pomodoro hilft Dir beim Fokussieren:

  • Du suchst Dir eine Aufgabe aus, die Du bearbeiten möchtest
  • Du stellst einen Wecker auf eine festgesetzte Zeit (z.B. 15 Minuten)
  • Du schliesst die Tür, stellst Dein Telefon ab, fährst Dein Mailprogramm runter
  • Du arbeitest konzentriert und lässt Dich durch nichts stören
  • Nachdem der Wecker geklingelt hat, machst Du für fünf Minuten Pause

Ich bin erstaunt, wie viel Ergebnisse ich bei Pomodoro erziele. Dieser Artikel ist ein Beispiel dafür, eine konzentrierte Schreib-Aktion nach Pomodoro von insgesamt 20 Minuten. Oft ist es so, dass ich nach dem Wecker-Klingeln (ich benutze MacTimer) noch kurz weiter arbeite, weil ich im Flow bin und es gut läuft.

16 mal Pomodoro am Tag?

Nun könnte man meinen, dass ich demzufolge 16 mal am Tag Pomodoro mache und seitdem rund um die Uhr auf Arbeit glücklich bin. Leider klappt das bei mir ebenso wenig wie bei Paul Klipp. Ich schließe mich Klipp aber an: Oft schaffe ich nicht mehr als zwei mal am Tag richtig Pomodoro - aber was ich in diesen zwei mal schaffe, stellt alles andere in den Schatten. In zwei mal Pomodoro (also ungefähr einer Stunde) schafft Klipp nach eigenen Aussagen mehr als in den anderen sieben Stunden auf Arbeit. Bei mir fühlt sich das genauso an.

Januar 2011: Mein Pomodoro-Kalender

Um sich selbst an Pomodoro und seinen ständigen Einsatz zu gewöhnen, schlägt Klipp vor, die Anzahl der Pomodoros im Kalender zu vermerken. Jeden Tag schreibst Du auf, wie viel Pomodoro Du geschafft hast. Das motiviert, um es öfter zu machen. Und es ist peinlich, wenn man grundlos eine Null eintragen muss.

»Webseite über die Pomodore Technique von Francisco Cirillo

»eBook von Francisco Cirillo über die Pomodoro Technik (in englisch)

»Personal Productivity: A detailed look at how I manage a lot

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