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02.12.13

Wie Joggen produktiver macht: Sport in den Workflow einbauen

Sport ist Mord? Im Gegenteil: Sport macht produktiver. Man muss nur seinen inneren Schweinehund überwinden. Tipps aus eigener Erfahrung.

Dirk Ingo Franke bei flickr.com (CC BY 2.0)Ich bin eigentlich ein Sportmuffel und fand gerade Joggen immer ein wenig albern. Allerdings wurde mir irgendwann klar, dass es mir besser geht, wenn ich regelmäßig Sport mache. Denn zum einen fühle ich mich körperlich fitter und ausgeglichener. Zum anderen baut Sport Stresshormone ab und sorgt für Endorphinschübe. Beides zusammen bewirkt nicht nur, dass ich mich besser fühle, sondern ich arbeite auch besser.

Sport - aber ohne großen Aufwand bitte!

Dabei habe ich mich fürs Joggen als Sport entschieden, weil es praktisch und ohne größeren Aufwand durchführbar ist: Ich muss nicht für irgendeinen Sportkurs irgendwo hinfahren, ich muss mir auch nicht wie beim Schwimmen die Haare nass machen: Ich kann es einfach jederzeit zwischendurch machen.Der Anfang war hart: Denn es ist eine Frage der Motivation. Und gerade wenn man am Anfang noch unfit ist, macht das Laufen noch keinen Spaß, die Endorphinschübe bleiben aus und es ist einfach nur - anstrengend. Wie sich also da motivieren? Ich kenne jemanden, die sich mit diesem Argument in einem extra-teueren Fitnessstudio angemeldet hat. Denn, so der Gedankengang, wenn man so viel Geld dafür bezahlt, geht man auch hin. Für mich kam das nicht in Frage: Das ist wieder etwas, wo ich extra hinfahren müsste. Also Joggen.

Der innere Schweinehund

Das Problem ist, den inneren Schweinehund zu überwinden und es tatsächlich zu machen. Und ich rede hier ganz bewusst vom inneren Schweinehund und nicht etwa vom Zeitmangel. Denn das Argument, keine Zeit für Sport zu haben, hört man ja sehr oft. Der Sport ist das, was am ehesten aus einem scheinbar übervollen Terminkalender rausfliegt. Großer Fehler: Denn man versagt sich dabei die Chance, etwas für sich selbst zu tun. Und: Eine halbe Stunde Zeit, mal kurz joggen zu gehen hat doch jeder - Hand aufs Herz!

Ein weiteres Problem ist, dass man die Sache gerne vor sich herschiebt. Also etwa: «Ich mache dreimal die Woche Sport». Montags denkt man dann «Dienstag ist auch noch ein Tag». Mittwoch denkt man dann «einmal weniger wird nicht schaden» usw.

Wichtig ist die Regelmäßigkeit

Um diesem Problem vorzubeugen, gehe ich tatsächlich jeden Tag joggen. Jeden! Keine Ausreden, keine Aufschieberei. Und zwar meist noch vor der Arbeit, direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem Duschen. Eine gute Alternative übrigens dazu, den Tag mit seinen E-Mails zu beginnen. Die Jogging-Einheit ist immer kurz, oft nur 20 Minuten, aber Schritt für Schritt stellen sich kleine Erfolge ein; man wird fitter, bekommt Lust auf mehr und längeres Laufen, der Schweinehund wird kleiner. Ja, wenn ich nicht laufe, fehlt mir mittlerweile sogar etwas.

Mein Fazit: Sport macht tatsächlich produktiver. Wer es nicht glaubt oder meint, er habe keine Zeit dazu: Bitte ausprobieren!

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Mehr zum Thema Laufsport & Produktivität: Thomas Mauch über Haruki Murakamis Buch «What I Talk About When I Talk About Running»

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Bild: Dirk Ingo Franke bei flickr.com (CC BY 2.0)

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