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27.05.14

Stress am Arbeitsplatz

Stressfaktoren erkennen und vermeiden

Und auch die Zahlen der Burn-Out-Erkrankten steigt mit jedem Jahr. In den letzten 10 Jahren nahmen Krankschreibungen wegen Burn-Out drastisch zu, um genau zu sein stiegen die Ausfälle um 14%. Diese Zahlen sind alarmierend – für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Denn trotz bekannter Gefahren aufgrund zu vieler Stressfaktoren nehmen Angestellte immer noch zu viele Lasten und Arbeit auf sich. Doch es muss nicht immer zum Burn-Out und Krankschreibungen kommen. Viele Stressfaktoren lassen sich vermeiden oder lösen. Nachstehend sind die drei häufigsten Stresssituationen aufgeführt und wie sich diese am besten lösen lassen.

Nummer 1: Arbeitsüberlastung

Gerade Frauen sind davon betroffen. Einen 40-Stunden-Job mit Kindern und Haushalt unter einen Hut zu bringen, kann zu einer scheinbar unlösbaren Aufgabe werden. Zwischen Schulbus, Meetings, Einkauf, Kochen und Hausaufgaben-Hilfe steht Frau ständig unter Strom und es bleibt kaum Zeit für sich selbst, was auf Dauer psychisch und physisch gesundheitsgefährdend ist.

Eine weitere Gefahrengruppe sind die sogenannten Young Professionals. Noch relativ neu im Berufsleben stehen junge Menschen unter enormen Erfolgs- und Leistungsdruck. Alles muss richtig gemacht werden, und das stets pünktlich. Der Schreibtisch ist bereits voller Arbeit und es kommen immer wieder neue, umfangreiche Aufgaben dazu. Schafft man seine Arbeit nicht, droht vielleicht die Kündigung oder eine Beförderung ist nicht mehr machbar. Diese Gedanken setzen die Menschen enorm unter Druck, sodass heißt: Leisten, Leisten, Leisten – ausruhen kann man später.

Aber auch gestandene Männer leiden ebenso unter ständiger Überarbeitung, allerdings meist nur aus einer Richtung - der Arbeitswelt. In einer Welt, wo Leistung und Gewinn wichtiger sind als Menschen und Emotionen stehen alle unter Druck, vom obersten Chef bis zum untersten Mitarbeiter. Aus Angst vor den Konsequenzen wird jede Deadline akzeptiert. Gerade Alleinverdiener stürzen sich oft in Überstunden, weil sie eine Kündigung keinesfalls riskieren können.

Die Lösung: Zeit lassen. Wie wichtig ist die Deadline tatsächlich? Muss die Wäsche wirklich heute in die Reinigung? Kann der Report auch morgen abgegeben werden? Ist das Kürzertreten im Unternehmen nicht möglich, sollte man ernsthaft einen Jobwechsel überlegen, denn kein Gehaltsscheck der Welt ist eine ruinierte Gesundheit wert! Wo es möglich ist, Pausen einlegen, die Augen schließen, durchatmen, eine halbe Stunde pro Tag Zeit für sich nehmen. Dadurch werden die Akkus wieder aufgeladen und es kann mit Vollgas weiter gehen.

Nein sagen. Es klingt einfach, aber sehr viele können es nicht – nicht jede Aufgabe muss auf dem eigenen Schreibtisch landen. Manche Aufgaben kann vielleicht der Chef selbst und vor allem schneller erledigen. Lernen Sie einfach, ab und zu nein zu sagen. Und man ist oft nicht allein und kann Kollegen um Hilfe fragen. Viele sehen das als Schwäche an, doch im Gegenteil! Wer die Stärke hat, sich in stressigen Situationen helfen zu lassen, wird potenziell mehr Erfolg im Leben haben.

Nummer 2: Schwelende Konflikte


Egal ob im Berufsleben oder privat, unausgesprochene Konflikte führen immer zu Stress. Sie vergiften die Atmosphäre im Büro und hemmen die Produktivität. Mit Konflikten umgehen will jedoch gelernt sein. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" und auch die Suche nach Schuldigen helfen niemandem.

Die Lösung: Den Konflikt unbedingt ansprechen, auch wenn man selbst nicht davon betroffen ist und anschließend möglichst sachlich nach einer Lösung suchen. Ein gut gelöster Konflikt schafft nicht nur die Spannung aus der Welt, sondern gibt Beteiligten und Unternehmen die Chance zur Weiterentwicklung.

Nummer 3: Ständige Veränderung


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ständige Veränderungen erzeugen ebenso Stress wie Arbeitsüberlastung. Egal ob durch neue Software, neue Technologie oder neue Vorgesetzte, der Mitarbeiter muss sich in der heutigen Zeit nahezu am laufenden Band an neue Rahmenbedingungen anpassen. Wir werden zudem sehr ungern aus gewohnten Prozessen gerissen und möchten uns nicht immer wieder anpassen müssen – das liegt in unserer Natur.


Die Lösung:
Da sich dies nicht immer vermeiden lässt, hilft oft schon die Einstellung gegenüber der Veränderung. Neues muss nicht immer schlecht sein, sondern schafft auch neue Chancen und Möglichkeiten, selbst Dinge zu verändern, die man schon immer verändern wollte.


Wie schnell wir uns stressen lassen, hängt aber nicht immer von externen Faktoren ab. Unsere Persönlichkeit, unser Charakter, aber auch unser Sternzeichen können Einfluss nehmen, wie stressresistent wir sind. So können Löwen zum Beispiel besser mit stressigen Situationen umgehen, als beispielsweise Fische oder Widder. Natürlich sind das nur Ansätze, um die eigene Persönlichkeit in Bezug auf Stressresistenz zu erkunden.

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