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24.09.19

Stress reduzieren

Einfach Tipps für mehr Motivation und weniger Frust

Quelle: iStock / Getty Images Plus

Egal ob Leistungsdruck, Terminfristen oder unangenehme Mitarbeiter: Im beruflichen Alltag gibt es gleich eine ganze Reihe an Faktoren, die den persönlichen Stresspegel in die Höhe treiben können. Sowohl für die Gesundheit als auch die Motivation von Mitarbeitern ist Stress dieser Art absolut schädlich. Da Stress oftmals zu starkem Frust führt, sollten Auslöser unbedingt vermieden werden. Doch wie lässt sich Stress im Job eigentlich effektiv reduzieren und welche positiven Auswirkungen bringt das mit sich?

Stress bei der Arbeit: Ein weitverbreitetes Phänomen in der modernen Arbeitswelt

Dass akuter Stress bei der Arbeit keine Seltenheit ist, belegen aktuelle Statistiken sehr deutlich. So leiden neun von zehn Arbeitnehmern in Deutschland nach eigener Aussage unter regelmäßigem Stress. Vor allem junge Menschen geraten dadurch oftmals an ihre Belastungsgrenze. Die Ursachen für diesen Stress sind dabei äußerst vielseitig. Einer der Hauptgründe sind hohe Erwartungen seitens der Unternehmensführung, die einen entsprechenden Leistungsdruck auf Mitarbeiter ausüben. Besonders viel Stress lösen in diesem Zusammenhang zeitliche Fristen aus, welche oftmals sehr knapp bemessen sind. Wer sich einmal genau mit der modernen Arbeitswelt auseinandersetzt, wird feststellen, dass das allgemeine Tempo in Unternehmen jüngst deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Auch die ständigen Umstrukturierungen in vielen Betrieben üben dabei einen nicht unerheblichen Druck auf die Mitarbeiter aus.

Welche Auswirkungen hat Stress auf die Mitarbeiter in einem Unternehmen?

Die Folgen von ständigem Stress zeigen sich in der Praxis auf vielfältige Art und Weise. In vielen Fällen hat hoher Stress negative Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit von Arbeitnehmern. Grundsätzlich muss hier zwischen positivem und negativem Stress unterschieden werden. Kommt es hin und wieder zu stressigen Situationen, so kann der Druck einen Mitarbeiter durchaus beflügeln. Ist der Stress allerdings konstant, wird er wiederum schnell zur Belastung. Auf der körperlichen Ebene wirkt sich Stress unter anderem auf das Immunsystem aus. In der Folge sind gestresste Mitarbeiter häufiger krankgeschrieben. Besonders fatal sind jedoch die psychischen Folgen. Nicht selten mündet beruflicher Stress in einem Burnout, welcher im schlimmsten Fall die Arbeitslosigkeit als Konsequenz hat. Weiterhin wirkt sich Stress im Beruf meistens negativ auf die Arbeitsqualität aus.

Mit effektiven Tipps dem beruflichen Stress entgegenwirken!

Tipp 1: Öfters eine Auszeit nehmen

Eine einfache, aber effektive Methode zur Stressreduzierung ist die Implementierung von regelmäßigen Pausen in den Arbeitsalltag. Bereits kurze Pausen von wenigen Minuten können dabei helfen, den eigenen Stresspegel effektiv zu senken. Wichtig ist, dass die Pausen durch Ablenkung geprägt sind und einem Ausstieg aus dem Arbeitsprozess gleichkommen. Vor allem kleine Sportübungen eignet sich daher perfekt als Pausenaktivität.

Tipp 2: Auf den eigenen Rhythmus achten

Da Menschen Individuen sind, besitzt jede Person einen eigenen Arbeitsrhythmus. Während manche Menschen morgens am effektivsten Arbeiten, sind andere erst nach einem kleinen Mittagsschläfchen auf Hochtouren. Wird gegen den eigenen Rhythmus gearbeitet, führt das unweigerlich zu negativem Stress. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Arbeit an die eigenen Voraussetzungen angepasst wird.

Tipp 3: In der Ruhe liegt die Kraft

Wenn der Chef mal wieder mit Extraarbeit um die Ecke kommt, rollt bei vielen Arbeitnehmern sofort die Panik und damit auch der ungewollte Stress an. So ist es häufig die innere Einstellung, welche Stresssymptome auslöst. Damit es erst gar nicht dazu kommt, ist eine nüchterne Einstellung ein ideales Hilfsmittel. So sollten sich Arbeitnehmer genügend Bedenkzeit einräumen und Entscheidungen bewusst treffen.

Tipp 4: Verneinen ist eine Option

Selbstverständlich macht es auf den Chef erstmal einen guten Eindruck, wenn ein Arbeitnehmer sich förmlich nachgiebig auf zusätzliche Arbeit stürzt. Allerdings ist es auch keine Schande, Arbeit dieser Art mit einem klaren „Nein“ abzulehnen. Vor allem wenn die alltägliche Arbeit unter der zusätzlichen Belastung leiden würde, macht eine Absage an den Chef durchaus Sinn. Wichtig ist, dass dem Verantwortlichen dabei logisch begründet wird, warum die zusätzliche Arbeit nicht durchführbar ist.

Tipp 5: Den Stress analysieren

Wer im beruflichen Alltag Stress ausgesetzt ist, sollte genau überlegen, welche Faktoren eigentlich die Auslöser sind. Sind die Trigger einmal ausgemacht, können diese gezielt abgearbeitet werden. Damit dies möglich ist, müssen sich Arbeitnehmer jedoch bewusst Zeit für die Reflektion einräumen. Auch hier kann eine kleine Pause von der Arbeit wahre Wunder bewirken.

Stressreduzierung: Nicht nur eine Angelegenheit für Arbeitnehmer

Ein Problem bei der Thematik rund um den Arbeitsstress ist die Tatsache, dass viele leitende Personen sich gar nicht darüber im Klaren sind, dass ihre Mitarbeiter unter dem alltäglichen Stress leiden. So achten viele Chefs in erster Linie auf die Ergebnisse. Liefert ein Mitarbeiter regelmäßig seine Leistung ab, wird dies oftmals als Selbstverständlichkeit angesehen. Um herauszufinden, wie groß die Stressbelastung im eigenen Unternehmen ist, stellt der direkte Dialog mit den Mitarbeitern ein wichtiges Hilfsmittel dar. Weiterhin sollten Arbeitgeber aktiv stressreduzierende Faktoren im eigenen Unternehmen implementieren. Dies können zum Beispiel spezielle Pausenräume oder andere Ablenkungsmöglichkeiten sein.

Fazit: Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, wirkt negativer Stress einer harmonischen Arbeitsumgebung direkt entgegen. Aus diesem Grund sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam stressauslösende Faktoren erkennen und aus der Welt schaffen.

Autor: Jürgen Müller

Jürgen Müller (49) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Work-life-balance sowie Anti-Stress im Beruf und berät hier das Hotel Sonnenhügel mit seinem langjährigen Know-how.
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Jürgen Müller

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