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23.11.18

rückenfreundlichen Arbeitsplatz

Rückenschmerzen den Kampf ansagen

Quelle: iStock / Getty Images Plus

Doch nicht nur ein wenig rückenschonender Arbeitsplatz kann Schmerzen in der Rückenmuskulatur auslösen. Auch Stress kann sich in verkrampften Muskeln niederschlagen. Deshalb ist es zum einen ratsam, ein Ventil zum Stressabbau zu finden, und zum anderen für einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz zu sorgen.

Laut dem aktuellen Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK leiden trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen immer mehr Menschen unter Rückenschmerzen. Dazu befragte die Krankenkasse 5.200 Männer und Frauen und wertete die Daten von über 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus.

Das Ergebnis: Während im Jahr 2003 nur etwa jeder zweite Berufstätige mindestens einmal von Räckenschmerzen betroffen war, hat sich dieser Wert seitdem deutlich erhöht. Heutzutage leiden über 75 Prozent der Berufstätigen mindestens einmal im Jahr unter Rückenschmerzen. Im Jahr 2016 ließen sich sogar so viele Menschen wie noch nie deshalb im Krankenhaus behandeln - insgesamt 35 Millionen Krankheitstage aufgrund von Rückenschmerzen zählte die DAK.

Die Gründe dafür, dass Rückenschmerzen so verbreitet sind, sind vor allem auf eine falsche Körperhaltung beim Arbeiten sowie auf den großen gesellschaftlichen Leistungsdruck zurückzuführen. Betroffene bekämpfen die Schmerzen mit altbekannten Mitteln: 42 Prozent setzen auf Bewegung und 61 Prozent versuchen, durch Wärme Linderung zu schaffen. Fast ein Drittel tut nichts - außer zu hoffen, dass die Schmerzen von allein besser werden.

Auf einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz achten

Nur zu hoffen ist jedoch keine Lösung - weder präventiv noch dann, wenn die Schmerzen akut geworden sind. Vielmehr sollte man sein Leben so gestalten, dass chronische Rückenleiden erst gar nicht entstehen. Als häufigster Auslöser für Rückenschmerzen gelten Muskelverspannungen, die durch regelmäßige Fehlhaltung, langes Sitzen oder zu wenig Bewegung entstehen. Deshalb sind davon oft Berufstätige betroffen, die entweder nur am Schreibtisch sitzen oder viel in hockender Haltung arbeiten müssen, beispielsweise Fliesenleger. Hier erhältliche Gesundheitsprodukte wie Nackenkissen, Faszienrollen oder Rückenwärmer können dann helfen, sie sollten aber nicht die einzige Maßnahme bleiben. Wichtiger ist es, präventiv tätig zu werden und auf einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz zu achten. Das gilt insbesondere für Büroangestellte.

Grundsätzlich hat der Schreibtisch dann die richtige Höhe, wenn man die Unterarme entspannt auf die Tischplatte auflegen kann. Ist das nicht der Fall, müssen die Muskeln das Halten der Arme den ganzen Tag lang übernehmen und die Schultermuskulatur verkrampft. Ausgleichen kann man die Höhe des Schreibtisches mit dem Schreibtischstuhl. Er sollte so eingestellt sein, dass die Beine einen rechten Winkel bilden, wenn man sitzt. Beim Schreibtischstuhl sollte die Qualität an erster Stelle stehen, denn seine Aufgabe besteht darin, die Wirbelsäule zu entlasten. Die Sitzfläche lässt sich gegebenenfalls mit einem Komfort-Sitzkissen ergonomisch gestalten. Der Monitor sollte frontal vor einem stehen, damit man nicht ständig den Rumpf drehen muss. Die Höhe des Monitors ist dann richtig, wenn sich die Oberkante des Bildschirms auf Augenhöhe befindet.

Work-Life-Balance im Blick behalten

Doch nicht nur ein rückenunfreundlicher Arbeitsplatz oder das Ausharren in falschen Körperstellungen begänstigt Rückenschmerzen, sondern auch Stress. Stresshormone erhöhen den Blutdruck und die Muskelaktivität. Dann sind die Anspannungsphasen länger als die Entspannungsphasen, und die Rückenmuskulatur reagiert auf die konstante innere Anspannung mit Überlastung. Die Folge sind Rückenschmerzen.

Deshalb ist es wichtig, auch in stressigen Phasen im Beruf oder in der Freizeit für einen Ausgleich zu sorgen. Mit einem gelungenen Zeitmanagement senkt man nicht nur den psychischen, sondern auch den physischen Druck und verbessert so die Lebensqualität. Auch sportliche Aktivität unterstützt Körper und Seele ganzheitlich und kann das Risiko, an Rückenschmerzen zu erkranken, dauerhaft minimieren.

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