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11.04.07

re:publica versus Powerpoint

Die Kalkscheune in Berlin ist seit heute vormittag ein Bienenschwarm. 700 "Netizens" (ein Wort aus der guten alten Zeit) treffen sich dort bei der re:publica-Konferenz, und geschätzte 697 von ihnen bloggen mehr oder weniger live. Die Hidden Agenda der Veranstaltung ist übrigens, da bin ich mir ganz sicher, der Guerillakrieg gegen Powerpoint. Nicht nur findet morgen abend die legendäre "Powerpoint-Karaoke" der ZIA statt - vor allem hat Spreeblick-Techniker Max eine"SMS-Wall" gebastelt: Während ein Vortrag oder eine Podiumsdiskussion läuft, kann das Publikum per SMS Livekommentare an Max' alte Handynummer senden, die dann auf eine Leinwand hinter der Bühne projiziert werden. Online laufen die Kommentare hier ein, und so sieht das ganze aus:

screen_republica_small.jpg

re:publica-Besucher müssen also nicht nur multitasken, indem sie erstens dem Vortrag lauschen, zweitens der Powerpoint-Präsentation folgen und sich drittens überlegen, wie sie am Abend am besten den Basic oder die Lyssa oder den Niggemeier kennenlernen - sie müssen jetzt auch noch viertens live und meta über Redner und Inhalt diskutieren. "Konzentrierte, multiparallele Unkonzentration" nennt Felix Schwenzel das. Wer interessiert sich da noch für Powerpoint-Folien? Eben.

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