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09.11.08

Produktiv arbeiten: Was verhilft Dir zu einem guten Tag?

Ob man produktiv ist, hängt auch von der jeweiligen (guten oder schlechten) Laune ab. Wer auf seine Stimmungen achtet und die Ursachen dafür kennt, kann so manchen schlechten Tag vermeiden.

Produktives Arbeiten heißt nicht nur, eine To-Do-Liste zu führen oder immer das Notizbuch dabei zu haben. Denn produktives Arbeiten lässt sich nicht alleine mit Techniken und Methoden erreichen, sondern hat sehr viel mit Selbsterkenntnis zu tun: Wieviel kann ich in welcher Zeit erledigen? Wie teile ich mir meinen Tag so ein, dass ich meine Ziele erreiche, ohne abends völlig ausgepumpt zu sein? Und: Wann und unter welchen Umständen kann ich gut arbeiten? Um diese letzte Frage geht es heute: Was hilft mir, einen guten Tag zu haben?

Die Energie, die Dir zur Verfügung steht, hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon sind Deine Gefühle und Deine Stimmung. Gefühle und Stimmungen beruhen häufig auf Ereignissen, die ein paar Stunden oder Tage zurückliegen. Durch Beobachtung und Selbsterkenntnis kann es Dir gelingen, gewisse Gefühle schneller "loszulassen" oder bestimmte Stimmungen von vornherein zu vermeiden.

Zunächst musst Du Dich eine Weile selbst beobachten. Notiere Dir ein paar Tage lang, wann Du welche Stimmungen bei Dir feststellst. Schreib Dir das entweder stündlich kurz auf oder halte bestimmte Eindrücke fest, wenn Sie auftauchen und Dir auffallen. Positiv wirst Du beispielweise empfinden:

  • Inspiration
  • Begeisterung
  • Mitgefühl
  • Freundschaft
  • Zufriedenheit/Freude
  • Wertschätzung

Negative Stimmungen können sein:

  • Wut
  • Eifersucht
  • Neid
  • Gier
  • Einsamkeit
  • Ungeduld

Überleg Dir dann, ob es einen bestimmten Grund für Deine aktuelle Stimmung gibt. Schreib Dir auch das auf. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass ich schnell in negative Stimmung gerate, wenn ich ...

  • zu viel/zu fett/zu süß gegessen habe (besonders abends)
  • Arbeit aufgeschoben habe
  • zu wenig geschlafen habe
  • Alkohol am Abend getrunken habe (sehr augenfällig bei Bier - und zwar schon in kleinen Mengen)
  • mich mit nahestehenden Personen gestritten habe.

Das sind jetzt nicht gerade bahnbrechende Erkenntnisse, all das wird von der Wissenschaft längst bestätigt. Spannend finde ich aber, was mich in eine gute, produktive Stimmung versetzt:

  • Mit inspirierenden Menschen zusammensein
  • Wissen, was ich tue - und wozu
  • Anderen helfen, voranzukommen
  • Dankbarkeit
  • Eine saubere Wohnung
  • Ein leerer Schreibtisch
  • Bewegung
  • Draußen sein

Deshalb meine Anregung: Lass Dich nicht von Deinen Stimmungen beherrschen, sondern gehe ihnen auf den Grund. Versuch zu lernen, was sie Dir sagen wollen, und wie Du sie in den Griff bekommst. Es geht nicht darum, ein Gefühl zu unterdrücken und zur Maschine zu werden, sondern darum, Dich selbst besser zu verstehen und bewusst positive Stimmungen zu verstärken.

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