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04.11.08

Präsentationen optimal vorbereiten: Lampenfieber muss nicht sein

Gehörst Du auch zu den Leuten, die es belastend finden, vor anderen zu reden? Meldest Du Dich selten in Meetings und hast Lampenfieber vor öffentlichen Vorträgen? Das muss nicht sein - es kommt nur auf die richtige Vorbereitung des Auftritts an.

Lampenfieber vor dem Auftritt? Muss nicht sein.

Studien zeigen: Nur zu zehn Prozent kommt es im Job auf die Leistung an. Der Bekanntheitsgrad eines Mitarbeiters im Unternehmen dagegen ist sechsmal so wichtig. Ein probates Mittel, um diese Außenwirkung zu steigern, ist öffentliches Auftreten - sei es in Meetings, Seminaren oder Konferenzen. Vorausgesetzt allerdings, der Redner kann seine Zuhörer mit guten Argumenten überzeugen. Denn damit hinterlässt er Eindruck und zeigt, dass man mit ihm rechnen kann.

Umso wichtiger ist es also, dass die Präsentation gelingt:

Ein schiefgegangener öffentlicher Auftritt kann sich entsprechend negativ auf die Karriere auswirken. Daher sollte niemand seinen Auftritt auf die leichte Schulter nehmen, sondern möglichst gut vorbereiten, indem er Fakten sammelt und seinen Vortrag vorab schriftlich strukturiert.

Das Ziel einer gelungenen Präsentation sollte es sein, die eigenen Inhalte und Positionen so überzeugend rüberzubringen, dass die Zuhörer diese verstehen und annehmen. Dazu ist weit mehr nötig, als ein paar Folien an die Wand zu werfen oder eine auswendig gelernte Rede vorzutragen. Das fängt schon mit dem Einstieg an: Der sollte möglichst interessant sein und die Zuhörer von Beginn an fesseln, damit sie dem Vortrag aufmerksam folgen.

Wichtig ist aber vor allem eine schlüssige Argumentation. Dazu muss man die Fakten zum Thema kennen, sie also vorher recherchiert und während des Vortrags auch parat zu haben. Die Argumentation selbst sollte einer klaren Linie folgen: Überleg Dir während der Vorbereitung, was die Kernaussage ist, und die alle Argumente des Vortrags wie ein roter Faden durchziehen soll.

Bei aller Vorbereitung darf man den Faktor Publikum nicht vergessen: Nicht selten gibt es Zuhörer, die den Vortrag mit Zwischenrufen oder -fragen stören. Jedoch: Wer perfektionistisch versucht, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten, macht sich nur selbst verrückt. Niemand kann voraussehen, was die Zuhörer wissen wollen. Wer es dennoch versucht, bringt sich aus Angst vor Kritik in eine Defensivhaltung - keine gute Voraussetzung für ein selbstbewusstes Auftreten. Wohl dosierte Spontanität und kleine Fehler machen sogar sympathisch.

So bereitest Du Deine Präsentation optimal vor - 10 Tipps:

  • Du solltest die Struktur des Themas nicht erst im Vortrag aus Stichworten zusammensetzen, sondern Dir bereits vorab Gedanken über einen logischen Aufbau Deiner Argumente machen.
  • Wenn Du Dich mit dem Thema gut auskennst, schreibe aussagekräftige Stichwörter auf Karteikarten - diese stellen sicher, dass Du nichts vergisst. Oder notiere Dir die wichtigsten Überschriften auf ein "Headline-Blatt", damit Du den Überblick behältst. Wenn Du Dich hingegen nicht so gut auskennst, formuliere einen vollständigen Text, und geh ihn - gerne auch vor dem Spiegel oder einem geduldigen Helfer - so oft durch, bis Du ihn so gut wie auswendig kannst.
  • Zum optimalen Aufbau gehört zuerst die Begrüßung der Teilnehmer. Mach danach kurz deutlich, was Dich zu der Argumentation qualifiziert, etwa: "Als Leiter der Buchhaltung habe ich ja einen guten Überblick ..." Skizziere dann den Schwerpunkt Deiner Argumentation, ohne aber gleich alles zu erzählen.
  • Verzichte während der gesamten Präsentation auf Banalitäten und Allgemeinplätze wie "Wir sind ja hier zusammengekommen, um..." Das wissen die Zuhörer schon selbst.
  • Betone, welchen Nutzen, auch emotional, die anderen von Deinem Vortrag haben. Mache zum Beispiel klar, warum eine Idee wirklich neu ist. Und: Immer positiv formulieren.
  • Belege Deine Argumente gut mit Fakten, aber lass eigene Erfahrungen in den Vortrag einfließen; Du erreichst deine Zuhörer eher über emotionale Argumente und Beispiele.
  • Fasse am Ende Deine wichtigsten Thesen nochmals zusammen. Ziehe ein Fazit.
  • Informiere Dich über das Publikum, denn es macht einen Unterschied, ob Du vor einem Fachpublikum oder vor Laien, vor jungen oder vor alten Menschen sprichst.
  • Du kannst nicht alle Reaktionen Deines Publikums vorausahnen und auf diese vorbereitet sein. Damit setzt Du Dich nur unnötig unter Druck, und die Gefahr ist groß, dass erst recht etwas schief geht. Gut vorbereitet brauchst Du aber auch keine Angst vor Improvisation haben.
  • Komme pünktlich, ausgeschlafen, körperlich und geistig fit zum Vortrag. Wenn Du krank bist, sag besser ab. Wenn das nicht mehr möglich ist: Weise zu Beginn auf Deine schlechte Verfassung hin.

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