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21.10.13

Powernapping-Tipps fürs Büro: Wo schlafen während der Arbeit?

Offensichtlich ist Schlaf einer der Schlüsselfaktoren für produktives Arbeiten - sonst wäre Schlafen nicht eines der Lieblings-Themen unserer Leser. Gerade das Schlafen im Büro erfreut sich wachsender Beliebtheit. Aber wo schläft man bitte im Büro, und das möglichst ungestört und im Verborgenen?

Ostrich Pillow by Kawamura-Ganjavian for Studio Banana ThingsSchlafen ist, so stellen wir immer wieder fest, ein ausnehmend beliebtes Thema bei den imgriff-Lesern. Über die Gründe können wir nur mutmaßen: Vielleicht haben unsere Leser einfach zu wenig davon. Dabei ist es schwierig, Tipps für das richtige Schlafmaß zu geben, denn das ist für jeden individuell unterschiedlich.

Von Yahoo-Chefin Marissa Mayer ist überliefert, dass sie nur vier bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht braucht – bei weniger klappt aber selbst sie bei Geschäftsessen zusammen. Auch Napoleon soll mit vier Stunden ausgekommen sein. Albert Einstein hingegen benötigte 12 Stunden Schlaf pro Nacht.

Unterschiedliches Schlafbedürfnis, unterschiedliche Tipps

Auch die Persönlichkeiten, die wir in unserer Rubrik «Produktivität ganz persönlich» befragten, scheinen ein ganz unterschiedliches Schlafbedürfnis zu haben. Pascal Jenny, Direktor von Arosa Tourismus etwa schläft fünf Stunden pro Nacht, Adrian Locher, Gründer und COO von DeinDeal.ch sechs Stunden. Und Fionnuala Meehan, Sales Director von Google Ireland, kommt nicht unter sieben Stunden Schlaf aus. Weitere Beispiele hat Gregor Groß in seinem Beitrag über das Schlafbedürfnis prominenter Persönlichkeiten genannt.

Darüber hinaus haben wir bei imgriff.com schon zahlreiche Tipps gegeben, wie man am effizientesten schläft, warum Schlaf für die Produktivität unerlässlich ist und wie man am besten einschläft: Dominik Tschopp gab 2008 19 Tipps für guten Schlaf.  Corinne Dubacher philosophierte über das Rebellentum des Mittagsschlafes. Gregor Groß schrieb über das Suppenkoma und die Wichtigkeit des Mittagsschlafs - und darüber, warum Schlafen auch auf der Arbeit sinnvoll ist.

Schlafen im Büro - aber wo?

Nur einen Aspekt haben wir bislang außer Acht gelassen: Wo schläft man im Büro am besten? Denn auch wenn es Firmen gibt, bei denen Mittagsschlaf tatsächlich toleriert wird, fehlt doch in der Regel ein Schlafplatz. Häufiger ist es doch so, dass Mittagsschlaf sogar verpönt ist und man sich tunlichst nicht dabei erwischen lassen sollte.

Einige Tipps für Schlaforte bei der Arbeit:

  • Zu Hause: Freelancer, die wie ich zu Hause arbeiten, haben es vergleichsweise einfach: Sie können sich einfach mal ins Bett legen. Und nun kommt der Witz: Seit ich selbständig bin, habe ich dieses Verlangen entweder kaum noch oder gebe ihm nicht mehr nach. Wie blöd.
  • Unter dem Konferenztisch: Eines meiner Lieblingsbücher ist «Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht» - und das nicht nur wegen des originellen Titels und Inhalts, sondern auch wegen des ersten Kapitels: Autor Volker Remy bekennt sich hier völlig zu der (Un)Sitte, im Büro mal ein Nickerchen zu halten. Und wo ist sein Lieblingsschlafplatz? Im Meetingraum unter dem Konferenztisch. Peinlich nur, wenn man dann den Beginn des Meetings verschläft und vor den Augen von Chef und Kunden unter dem Konferenztisch hervorkriecht...
  • Kopf auf der Tastatur: Eine wahre Fundgrube für Schlafplätze sind die Kommentare zu Gregors zuletzt genanntem Artikel: Dort berichten die Leser von eigens eingerichteten Schlafräumen oder Unternehmen in China, bei denen alle mal den Kopf auf die Tastatur legen. Wer es heimlich tun muss, dem sei empfohlen, die Arme Richtung Schuhe hängen zu lassen - das wirkt ein wenig so, als wollte man sich die Schnürsenkel binden. Dann bitte nur nicht schnarchen.
  • Im eigenen Büro auf dem Boden: Wer das Glück hat, ein Einzelbüro zu haben, kann dort, wie imgriff-Autor Ivan Blatter schreibt, ein Kissen deponieren und einfach auf dem Boden schlafen. Es darf nur niemand hineinkommen.
  • Draußen: Eine Möglichkeit, die ich selbst manchmal nutze: Bänke, oder auch wenn es trocken ist, eine Wiese. Unser Leser Ingo beschreibt, dass er Parkbänke regelmäßig für kurze Nickerchen nutzt. Und dass er bei weitem nicht der Einzige ist, der das tut. Das glaube ich gerne. Vorteil: Man bleibt unentdeckt. Nachteil: Im Winter eher schwierig. Obwohl - mit Mumienschlafsack...
  • Relax-Sessel, Massage- und Schwangerenliege: Unsere Leser haben weitere kreative Ideen - etwa dem Chef die Anschaffung eines Relax-Sessels empfehlen oder vorhandene Massage-Liegen nutzen. In einem nicht ganz ernst gemeinten Artikel in der FTD (nicht mehr abrufbar) wird zudem die Schwangerenliege empfohlen.
  • Auf der Toilette: Laut besagtem FTD-Artikel ist die Toilette gerade in DAX-Konzernen ein beliebter Schlaf-Ort.
  • Im Schrank: Und zum Schluss noch ein Geheimtipp aus besagtem Artikel, der da lautet: Akten- oder Garderobenschränke. Wäre mir zu muffig oder zu gefährlich, falls mal jemand zuschließt. Aber dennoch eine Möglichkeit.

Ich bin um ehrlich zu sein froh, dass ich dieses Problem nicht habe, sondern theoretisch schlafen kann, wann  und wo ich will. Wo schlaft Ihr während der Arbeit?

 

Bild: Ostrich Pillow by Kawamura-Ganjavian for Studio Banana Things

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