<< Themensammlung Organisieren

27.09.08

Keine Motivation - Was nun?

Tagtäglich motivieren wir uns für anstehende Aufgaben. Nicht immer funktioniert das jedoch gleichermaßen gut. Ein Test der Fernuni Hagen zeigt, welche Strategie zur Motivation man wie stark anwenden sollte.

Die Testergebnisse werden als Ampel visualisiertWenn es mal nicht so läuft, wie es soll, wünscht man sich möglichst rasch die produktive Phase zurück. Dass etwas mit der Motivation nicht stimmt, ist relativ schnell klar; wo genau das Problem liegt, ist damit aber noch nicht geklärt - ganz zu schweigen von möglichen Gegenstrategien.

Ein Test der Fernuniversität Hagen kann hier Abhilfe schaffen. Er zeigt, in welchen Bereichen die Schwierigkeiten liegen, und bietet anschließend entsprechende Lösungsmöglichkeiten.

Zielgruppe sind primär zwar Fernstudierende, denen "die natürlichen Motivatoren" einer Hochschule (Dozenten, Kommilitonen, Seminarraum) fehlen, grundsätzlich ist der Test aber für jeden geeignet, der sich in irgendeiner Form weiterbildet. Es geht dabei um die Strategien, die man anwendet (oder auch: nicht anwendet), um sich selbst zum Arbeiten zu motivieren.

Um ein Motivationsloch zu überbrücken, muss man das eigene Verhalten willentlich steuern. Motivation sei zwar eine hervorragende Energiequelle, schreiben die Testentwickler, gelegentlich brauche man jedoch einen Notfall-Akku: Die sogenannte Volition (Wikipedia). Sie kann als Wille umschrieben werden, ein Ziel zu erreichen.

Die Autoren unterscheiden dabei vier verschiedene Strategien, mit denen sich Menschen zu steuern versuchen, und die man entweder in optimalem Maße, zu wenig oder übermäßig anwendet:

  • Negative Motivationskontrolle - dabei wird die Motivation durch negative Anreize gesteigert, indem man sich beispielsweise vorstellt, was passieren wird, wenn man sein Ziel nicht erreicht.

  • Positive Motivationskontrolle - die Motivation wird durch positive Anreize gesteigert, man führt sich etwa vor Augen, dass man die Kompetenzen hat, um eine Aufgabe zu lösen.

  • Emotionskontrolle - hier geht es darum, seine Emotionen im Griff zu haben: Mit Entspannungsübungen beispielsweise kann man seinen Ärger wieder zum Verschwinden bringen.

  • Kognitionskontrolle - wie man seine Gedanken beeinflusst, Lösungsstrategien in diesem Bereich umfassen das Zeitmanagement oder auch das richtige Setzen von Zielen.

Ganz übersichtlich wird das Ergebnis jedes Bereichs in Form einer Ampel dargestellt - grün steht für optimale, rot für zu geringe, gelb für zu starke Anwendung der jeweiligen Motivtionsstrategie. Somit wird auf den ersten Blick klar, in welchem Bereich es hapert. Die passenden Gegenstrategien kann man auf der Website nachlesen oder als PDF runterladen. Und wer noch mehr über das Thema wissen möchte, für den wird das passende Buch auch gleich angeboten .

» Willenstest der Fernuniversität Hagen (kostenlos und anonym)

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer