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09.10.08

Google Desktop: Datei verzweifelt gesucht?

Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Irgendwann kommt er, der Moment, in dem die Textverarbeitung gnadenlos wissen will: "Wo und unter welchem Namen soll ich’s denn bitte speichern?". Gut, dass es Google Desktop gibt.

Das Abspeichern des eben noch so unschuldig frischen Dokuments: Der Moment der Wahrheit, in dem man sich fragt: "Kommt die Einladung zur Junior-Geburtstagsfeier nun in Arbeitsordner_Kinder_Marvin oder in Ablage_Kinder oder … ?" Die Antwort kann heißen: Völlig wurscht! Die Antwort kann heißen: Google Desktop.

Google Desktop ist für mich ein wahrer Segen. Zweimal mit dem linken Zeigefinger auf <Strg>, ein kleines Fenster öffnet sich, ich tippe "Müller Vertrieb Entwicklung". Schon während des Schreibens klappen Suchergebnisse auf: Dokumente, Mails, Termine, die die eingegebenen Wörter enthalten. Darunter die E-Mail von letztem Jahr, in der Mitarbeiter Horst Müller über die aktuelle Entwicklung im Vertrieb berichtete, und das PDF-Protokoll der Vertriebstagung, an der Müller teilnahm, und in der auch über die neueste Produkt-Entwicklung gesprochen wurde. Gefunden, anklicken, öffnen, fertig.

Das ist der Inbegriff von Produktivität: Nämlich "jetzt sofort" genau das finden, was ich gerade brauche. Wo früher noch <Windows><E> Dein bester Feind Freund war und das Hangeln durch Verzeichnisse schon drohte, olympisch zu werden, ist heute nur noch Wahnsinnserleichterung.

Google Desktop ist kostenlos, schnell zu installieren, indiziert den kompletten PC samt Netzwerk, E-Mails inklusive alten .pst-Dateien und bremst im anschließenden Gebrauch das System nicht aus (jedenfalls: Ich merke nichts).

Und Google Desktop ist gefährlich, sagen Kritiker. Richtig, da werden Daten gesammelt, indiziert, Informationen verdichtet. Und das kann gefährlich sein, ist man doch heutzutage ständig online, ohne zu wissen, was da im Hintergrund alles sonst wohin transportiert wird. Mit den richtigen Einstellungen in den Optionen (wichtig: Die sogenannten 'Erweiterten Funktionen' nicht aktivieren!) lässt sich das Risiko aber zumindest relativieren.

Meine Empfehlung deshalb: Unbedingt ausprobieren. Google Desktop funktioniert mit Windows Vista/XP/2000, Linux und Mac OS X ab 10.4.

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