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15.10.07

Gesundheitsinformationen verwalten

Technologiefirmen entdecken den Gesundheitsmarkt: Seit kurzem bietet Microsoft ein Tool zur Verwaltung der eigenen Krankenakte an.

Mit dem Service Health Vault werden die Informationen über die Gesundheit der ganzen Familie gesammelt und an einem zentralen Ort verwaltet. Die zusammengetragenen Angaben können für Ärzte freigegeben werden, welche im Gegenzug Dokumente über diesen Kanal übermitteln können. Bisher beteiligen sich jedoch erst wenige Partnerorganisationen an der Plattform. Abgerundet wird das Angebot durch eine Suchfunktion für medizinische Informationen.

Es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob man derart vertrauliche Informationen überhaupt an eine Firma weitergeben sollte. Offenbar erwartet man dies bei Microsoft gar nicht, wie ein Artikel der New York Times berichtet. Vielmehr hofft man in Redmond darauf, dass die Nutzer den Rückkanal für Ärzte verwenden, um beispielsweise Verschreibungen für Medikamente oder Resultate medizinischer Tests zu empfangen.

Der Autor Mark Hurst findet solche Anwendungen nicht nur unnötig, sondern schätzt sie potentiell als gefährlich ein. In seinem Buch "Bit Literacy" schreibt er, dass man die Kontrolle über solche Informationen unbedingt behalten sollte. Sein Gegenvorschlag ist simpel: In einem Textdokument notiert er alle Krankheiten und medizinischen Vorfälle inklusive Datum und Dauer. Empfehlungen und Anweisungen von Ärzten fügt er hinzu.

Eine zentrale Ablage für die gesammelten Gesundheitsinformationen macht sich vor allem bei einem Notfall bezahlt, schreibt auch Wendy Boswell auf Lifehacker. Besonders wichtig ist dabei natürlich, dass Familienangehörige oder Bekannte dann im Fall der Fälle auch an die Informationen herankommen.

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