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26.11.10

Geld ist nicht der wichtigste Motivationsfaktor

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man 'nen Arbeitskreis invest to energy concept - euro in bulb © Romolo Tavani - Fotolia.com

Die Vergütung ist zwar ein wichtiger Motivationsfaktor, doch nicht immer bringen monetäre Geschenke auch die ideale Motivation der Mitarbeiter. Leistung muss sich lohnen, dieser Spruch hat durchaus seine Richtigkeit, auch Gehaltserhöhungen sind ein Mittel um die Mitarbeiter zu mehr Einsatz zu bringen. Es muss jedoch auch möglich sein, die Mitarbeiter ohne finanzielle Anreize zu motivieren. Eine Befragung unter 18.000 Beschäftigten, was Menschen motiviert und antreibt, hat ergeben, dass Geld zwar wichtig ist, aber nicht an erster Stelle steht. In der Listung waren monetäre Leistungen erst an dritter Stelle gereiht. An erster Stelle war ein kollegiales Umfeld und an zweiter Stelle ein erfüllender Job gereiht, an vierter Stelle stand eine gute Führungskraft und an fünfter Stelle genügend Entscheidungsfreiräume. Somit hat es sich wieder herausgestellt, dass Zufriedenheit am Arbeitsplatz und eine gute Atmosphäre die Leistungsbereitschaft steigern. Auch ein ernstes Lob mit ehrlichem Lächeln und ein kameradschaftliches Schulterklopfen können zu Leistungssteigerungen führen.

An erster Stelle steht die Analyse der Demotivationsfaktoren

Wenn Sie als Vorgesetzter merken, dass die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sinkt, dann sollten Sie zuallererst eine Analyse durchführen, warum das so ist. Es gibt bestimmte Faktoren, die dazu führen, dass die Motivation in einem Unternehmen sinkt, diese wären unter anderem:

  • Zu wenige Anerkennung der erbrachten Leistung
  • Schlechtes Arbeitsklima
  • Überforderung
  • Unzureichende Arbeitsausstattung
  • Mobbende Kollegen
  • Ihr eigene Haltung als Vorgesetzter gegenüber Ihren Mitarbeitern

Das Ergebnis der Analyse sollten Sie dann dazu nützen, die Störfaktoren zu beseitigen oder versuchen zu beseitigen und somit wieder Zufriedenheit unter den Mitarbeitern generieren. Zufriedene Mitarbeiter sind bereit Ihr Leistungspensum zu erhöhen.

Teambildende Maßnahmen helfen das Arbeitsklima zu verbessern

Wenn Sie bei Ihrer Analyse feststellen, dass sich das Arbeitsklima verschlechtert hat, sollten Sie die Ursache dafür ergründen. In vielen Fällen fehlt es den Mitarbeitern an Teamgeist, der sich zum Beispiel aufgrund zu wenig Zeit, nicht bilden konnte. In diesem Fall sollten sie mit teambildenden Maßnahmen eingreifen, wie zum Beispiel:

  • Schaffung von Möglichkeiten für sozialen Kontakt und sozialen Pausenzeiten
  • Gründung von Projekt- und Arbeitsgruppen mit wechselnden Mitgliedern
  • Gemeinsame Abende (Veranstaltungen oder Essen)
  • Maßnahmen setzen, die den Teamgeist fördern (Spieleabende, Sportevents u.ä.)

Im Fall von Mobbing sollte der mobbende Kollege unbedingt verwarnt werden, wenn es trotzdem nicht beendet wird, sollten Sie Maßnahmen wie Versetzung oder sogar Kündigung in Erwägung ziehen.

Unzureichende Arbeitsausstattung ersetzen

Beim Faktor unzureichender Arbeitsausstattung ist Abhilfe meist eine Budgetfrage. Wichtig für die Mitarbeiter sind vor allem optimale Arbeitsgeräte, wie Computer, Drucker und Büroausrüstung und ein gutes, arbeitsgerechtes Umfeld, wie Tische, Stühle oder Beleuchtung.

Weiterbildungen und Kurse für überforderte Mitarbeiter

Viele Mitarbeiter fühlen sich über- oder unterfordert, was arbeitstechnisch ein quantitatives und auch ein qualitatives Problem sein kann. In diesem Fall ist das Anforderungsprofil des Arbeitsplatzes zu überarbeiten und der Mitarbeiter entsprechend weitergebildet werden. Kurse oder Fortbildungsmaßnahmen sind in diesem Fall besonders wertvoll und geben dem Mitarbeiter ein Gefühl von Wertschätzung und er fühlt sich von den Vorgesetzten verstanden und gefördert. Mitarbeitermotivation ist Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg und deshalb für jeden Vorgesetzten und Teamleiter besonders von Bedeutung.

Mehr zum Thema:

Den Zusammenhalt der Kollegen fördern: Teamgeist stärken

Literaturtipp: Mitarbeiterführung in der Praxis

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