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23.06.14

Energieeffizient arbeiten: Was wir vom Umweltschutz für produktiveres Arbeiten lernen können

Ressourcenschonendes Arbeiten liegt im Trend. Das ist nicht nur unter ökologischen Gesichtspunkten interessant, sondern betrifft auch unsere Arbeitsproduktivität. Ansätze, wie sich Nachhaltigkeit aus dem Umweltschutz auf unsere Arbeitsweise übertragen lässt.

ITER, bioclimatic building designed by César Ruiz-LarreaKürzlich habe ich bei einer Pressereise nach Teneriffa in einer bioklimatischen Ökohaus-Siedlung übernachtet – und mich dabei mit dem Thema Energieeffizienz auseinandergesetzt.

Öko-Trend bei der Arbeit

Die Rückbesinnung auf natürliche Ressourcen und nachhaltiges Wirtschaften liegt im Trend. Das gilt aber nicht nur für den Umgang mit unserer Umwelt, sondern auch für uns selbst; ja, es lässt sich sogar auf unsere Arbeit übertragen. Energieeffizient und nachhaltig arbeiten heißt nämlich ressourcenschonender, angenehmer – und letztendlich auch produktiver und besser arbeiten.Wie das geht, dazu habe ich bei meinem Besuch in der Ökohaus-Siedlung ITER, die betrieben wird vom Instituto Tecnológico y de Energías Renovables, einige spannende Erkenntnisse gewonnen. ITER besteht aus 25 CO2-neutralen Häusern, die das kanarische Forschungsinstitut für Technologie und erneuerbare Energien im Rahmen eines Architekturwettbewerbs im Süden der Insel gebaut hat.

Was wir von der Ökologie lernen können

 

  • Natürliche, vorhandene Ressourcen optimal nutzen: Die Bioklimatischen Häuser in der Siedlung ITER nutzen z.B. Luftzug oder Wasserkanäle als natürliche Klimaanlage, d.h. sie bedienen sich der Gegebenheiten und Stärken, die bereits da sind und nutzen diese ganz selbstverständlich. Genau so sollten wir das auch machen und unsere Stärken einsetzen, um bei der Arbeit erfolgreich zu sein. Das bedeutet z.B. bei der Arbeit seinem natürlichen Biorhythmus zu folgen und das zu tun, was man am besten kann. Wer hingegen z.B. seinem Biorhythmus entgegenarbeitet, verschwendet seine eigenen Ressourcen.
  • Energie erzeugen statt verbrauchen: Die energieeffizienten Häuser von ITER verbrauchen nicht nur keine Energie, sondern sie erzeugen ihre Energie auch noch selbst. Nun wird mancher einwenden, dass die Energie eines Menschen begrenzt ist. Das stimmt zwar, dennoch können wir unsere Energie auch selbst erzeugen: Indem wir das tun, was uns Freude macht und selbstbestimmt arbeiten.
  • Was rausgeht, muss auch reinkommen: Energieeffiziente Häuser geben nicht mehr Energie ab, als sie selbst erzeugt haben. Und genau das gilt auch für uns: Energieeffizient leben und arbeiten heißt auch, ressourcenschonend mit vorhandenen Energien umzugehen. Das heißt, wir sollten darauf achten, nicht mehr Energie abzugeben, als reinkommt – sonst sind wir bald ausgepowert und »ohne Strom«.
  • Im Einklang mit seiner Umwelt arbeiten: Die energieeffizienten Häuser funktionieren auch deshalb so gut, weil sie optimal an ihren Standort und dessen klimatische Bedingungen angepasst sind und dadurch Energie sparen. Ein Haus in der Siedlung, die ich besucht habe, würde nur 100 Meter weiter so nicht mehr funktionieren. Das bedeutet nun für unsere Arbeitsweise nicht etwa, dass wir uns in unserem Büro verwurzeln und keinen Schritt heraus bewegen sollen; vielmehr geht es darum, dass wir uns die Arbeitsbedingungen schaffen, die für uns und unseren Workflow am idealsten sind: Also etwa die Organisation der Arbeitsfläche auf unserem Computer. Ein Ordnungssystem im Büro, in dem jedes Ding seinen eigenen Platz hat. Und vor allem – ganz wichtig – eine gewisse Routine in der Arbeitsumgebung, damit all die kleinen Dinge, die auch noch erledigt werden müssen, quasi nebenher ablaufen können, wir also nicht zusätzlich Energie für solche Kleinigkeiten verschwenden müssen.

Ihr seht: Vom Umweltschutz kann man viele Dinge für ein besseres, produktives Arbeiten lernen. Mich interessiert von Euch zu lesen, ob Euch noch weitere Aspekte einfallen. Was habe ich nicht berücksichtigt?

 

Bilder: ITER

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