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24.03.14

Die richtige Abgrenzung im Home Office: 7 Tipps, wie man Privates und Berufliches trennt

Das Thema Home Office ist aktueller denn je. Das größte Problem dabei: Wie trennt man auch zu Hause private und berufliche Belange? Erkenntnisse aus meiner jahrelangen Erfahrung mit Home Office.

Artikelbild: Jude Lee bei flickr.com (CC BY 2.0)Wie ich bemerkt habe, ist ein immer wiederkehrendes Diskussionsthema die Trennung von beruflichen und privaten Belangen in Zeiten von zunehmend flexiblen Arbeitszeiten, Smartphones und Home Office. Dabei stellt gerade Letzteres viele Menschen vor große Herausforderungen, wie wir hier im Blog auch immer wieder diskutiert haben. Nicht umsonst sorgte Marissa Mayers Anti-Home-Office-Maßnahme im vergangenen Jahr für monatelange Diskussionen in den Medien.

Home Office - Ein Arbeitsplatz mit Tücken

Ich selbst bin überzeugter Home-Office-Arbeiter - eben weil es für mich die produktivste Form der Arbeit ist. Aber ich kenne auch die üblichen Nachteile, die damit verbunden sind: unergonomisches Arbeiten, Arbeiten im Pyjama, unregelmäßiges Essen - in einem Wort: Zu wenig Struktur. So schreibt Joelle Steiniger auf Startup Lessons Learned:

»Even though I’d »work« all day I wasn’t working smart. I fell into the habits that most work-from-home-ers can relate to: I’d start my day, still in my pajamas…and sometimes that’s how I’d end my day (don’t judge me)... Structure is not the enemy to freedom, it’s the gateway.«

Dabei ist das Hauptproblem des Home Office für viele die Vermischung von beruflichen und privaten Belangen und die fehlende Abgrenzung voneinander: Die einen prokrastinieren ihre Arbeit beim Putzen, die anderen breiten sich mit ihrer Arbeit mehr und mehr über die ganze Wohnung aus.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, die Abgrenzung auch anderen zu kommunizieren. In unseren Köpfen sitzt tief, dass jemand, der zu Hause ist, ja frei haben muss. Hier muss der Home-Office-Arbeiter Freunden, Familie, Partner und Kindern klar machen, dass man nun bei der Arbeit ist und nicht gestört werden will.

7 Tipps, wie man im Home Office Privates & Berufliches trennt

Wichtig ist daher, auch im Home Office berufliche und private Belange voneinander zu trennen und das klar zu kommunizieren. 7 Tipps, wie man das sich selbst und anderen gegenüber macht:

     

  1. Den Arbeitsplatz klar abtrennen: Schaffe Dir innerhalb der Wohnung einen festen, abgegrenzten Arbeitsbereich. Nur hier finden sich Deine Unterlagen, nirgendwo anders. Auf diese Weise verhinderst Du, dass sich Dein Büro allmählich über die ganze Wohnung ausbreitet.
  2. Regelmäßig Mahlzeiten einnehmen: Ein wichtiger Punkt, der gerne vergessen wird, vor allem wenn man alleine lebt und arbeitet. Am besten fängt man mit einem gesunden Frühstück an.
  3. Regelmäßige Pausen und Sport einplanen: Zum gesunden und produktiven Arbeiten gehört, nicht ständig rund um die Uhr zu powern, sondern regelmäßig die Batterien wieder aufzuladen bzw. durch Sport und körperliche Aktivitäten Stress abzubauen.
  4. Die wichtigste Aufgabe zuerst erledigen: Das gilt auch und ganz besonders im Home Office - man kann es nicht oft genug sagen.
  5. Nein sagen lernen: Eine der härtesten Übungen im Home Office - nein sagen, wenn Freunde oder Familie anrufen oder z.B. unangemeldet vorbeikommen. Nein sagen auch zum Partner, der einen vielleicht zwischendurch stört. Dabei solltest Du genau wissen, wann Deine Grenze überschritten ist und möglichst vorher freundlich Nein sagen, bevor es zum überforderten Ausraster kommt.
  6. Nein sagen zu Kindern: Auch Kinder müssen lernen, dass Mama oder Papa zwar zu Hause ist, aber gerade arbeitet und sie darum alleine spielen müssen. Trotzdem haben viele Kunden Verständnis, wenn man z.B. wegen der Kinder ein Telefonat unterbrechen muss, wie die Trainerin Kristine Kupferschmidt in einem Beitrag bei CIO erklärt.
  7. Auf Aufgaben fokussieren: Auch wenn Twitter, Facebook, E-Mails oder sonstige Zerstreuungen locken: Fokussiere auf die wichtigen Aufgaben und lasse Dich nicht ablenken.

 

Bild: Jude Lee bei flickr.com (CC BY 2.0)

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