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08.04.08

Der virtuelle Blog-Talk (Teil 4): Kommunizieren auf allen Kanälen (aber doch nicht überall)

Der virtuelle Blog-Talk Was wir angesichts der Infoflut machen sollen, Klaus ? Jedenfalls nicht weniger Bücher lesen und zuhören, denn beides finde ich ganz grundsätzlich gut. Vor allem aber sollten wir mitmachen. Mitmachen im Sinne von: Trainieren.

Dieser Beitrag ist Teil einer "virtuellen Podiumsdiskussion" - mehr dazu am Ende des Textes.

Wer mit der vielbeschworenen Informationsflut umgehen will, muss das Filtern lernen, und das nimmt einem auch die Technik erst in Maßen ab. Ich behaupte: Man kann nichts monitoren und scannen, ohne sich zumindest anfangs auch mal eine ganze Weile damit zu beschäftigen.

Also: Hinein in die Infofluten, kräftig strampeln, mal etwas Infowasser schlucken, und dann irgendwann oben bleiben. Wenn man soweit ist, kann man auch getrost mal ans Ufer schwimmen und sich eine Auszeit lang sonnen.

Das alles gilt natürlich nicht für jeden. Solange Schreinermeister Müller nicht BookshelvR 2.0 beta über seine Website verkaufen will, muss er sich auch nicht zwingend mit den absurden Kommunikationstools beschäftigen, die für uns drei Tage lang Thema auf Konferenzen werden. Aber Politiker zum Beispiel, mindestens solche, die mal in Gefahr kommen könnten, sich über "das Internet" äußern zu müssen, die sollten tatsächlich etwas Zeit für die neuen Gesprächskulturen aufwenden. Da unterschreibe ich sofort bei Thomas und Was wir angesichts der Infoflut machen sollen, Klaus , die Laptops und Publikumshinweise in politischen Talkshows fordern.

Trotzdem: Wenn ich mich mal an die (viel zu wenigen) wirklich guten Blockseminare aus meinem Studium erinnere, frage ich mich schon, ob das Empfangen und Senden auf gleichzeitig drei, vier Kanälen so ergiebig ist. Diese Blockseminare waren es - weil man sich in einer kleinen Gruppe ganze Tage lang und möglichst noch an fremdem Ort mit einem Thema beschäftigte. Und das übrigens überhaupt nicht Top-Down. Es gibt noch was zwischen Vorlesungscharakter und Alleredenzugleich.

Auf der re:publica fand ich die Vielkanal-Kommunikation keineswegs störend - und wenn über die SMS-Wand etwas Gutes flimmerte, zeigte mir das ja auch der Filter "Lachen" der anderen Anwesenden an -, aber überall wollte ich sie nicht haben. Vielleicht ist sie also einfach nichts für all die "Normalfälle", für die Hörsäle, Konferenzräume und Cafés? Was meinst Du, Jochen?

Ich jedenfalls gehe jetzt mal was twittern.

 

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Dieser Beitrag ist Teil einer "virtuellen Podiumsdiskussion" zwischen Jochen Mai (Karrierebibel), Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache), Klaus Eck ( PR-Blogger ) und Florian Steglich (imgriff.com) - hier mehr zum Hintergrund. Und so funktioniert der Blog-Talk: Am Ende jedes Beitrags stehen zwei Links. Der Erste führt zum vorherigen Beitrag, der Zweite zum nächsten. Ihr selbst, liebe Leser, könnt die einzelnen Beiträge jederzeit kommentieren, wobei wir auf den ein oder anderen Kommentar im Verlauf der Debatte gerne eingehen. Auch die Kommentierung durch einen eigenen Beitrag (inkl. Trackback) ist natürlich möglich. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass wir die virtuelle Talkrunde nicht erweitern können, da der Verlauf der Debatte sonst völlig chaotisch und kaum noch verfolgbar werden könnte.

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