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14.07.08

Das kleine Einmaleins: Gegen den Strom schwimmen

Dinge tun, wenn sie die anderen nicht tun: Das ist nicht nur bei der Geldanlage gut, sondern auch bei Investitionen in das Gut «Zeit».

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

"Antizyklisch investieren", das ist ein bekannter Grundsatz der Geldanlage - jedenfalls, wenn es über den 25-Euro-im-Monat-Sparkassenplan hinausgeht. Und das sollte man auch bei Investitionen in das knappe Gut «Zeit» so halten:

Wann immer es möglich ist, erledige Deine Dinge dann, wenn die meisten anderen es nicht tun. Das heißt: Wenn Du von zuhause aus arbeitest, geh kurz nach Mittag einkaufen (da bist Du vermutlich sowieso in einem Arbeitstief) statt kurz nach Feierabendzeit, wenn alle Angestellten den Supermarkt stürmen; zieh an einem Vormittag Deine Nummer beim Bürgeramt, statt an diesem einen Tag in der Woche, an dem dort «Dienstleistungsabend» ist; kauf «Poäng» und «Billy» zumindest nicht am Samstag (auch wenn es bei Ikea keine wirklichen Leerlaufzeiten zu geben scheint); kümmer Dich um Saisonartikel am Ende der Saison, denn da sind sie nicht nur günstiger, sondern man streitet sich auch mit weniger Kunden darum; und wenn Du ganz früh aufstehst oder ganz lange wachbleibst, wirst Du ungestört arbeiten können, weil alle noch oder schon schlafen, statt ihre Instant Messenger anzuwerfen, Mails zu schreiben und Twitter-Einträge auszuformulieren.

Keine Rocket Science? Natürlich nicht. Aber wenn man sich ansieht, wieviele Rentner und Studenten 16.30 bis 18.00 Uhr als präferiertes Zeitfenster für den Supermarktbesuch wählen, scheint's doch noch kein Allgemeinwissen zu sein.

(Mehr zum Thema "Schneller einkaufen" übrigens hier)

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