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29.05.08

Das kleine Einmaleins: Freizeit planen

Wenn die Freizeit zu kurz kommt, weil die Arbeit bis nach Mitternacht reicht, hilft alles nichts: Dann muss eben auch die Freizeit auf die To-Do-Liste.

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

Wer den Ratschlag bekommt, seine Freizeit ähnlich zu planen wie die Arbeitszeit, lehnt häufig erstmal empört ab. Freizeit planen? Das ist ja wohl das Letzte! In der Freizeit will man schließlich gerade nicht das Gefühl haben, mit dem man bereits den Tag über am Schreibtisch gesessen hat.

Das stimmt auch alles. Man kommt sich sehr unentspannt vor, wenn man «Feierabend - keine Arbeitspapiere mit nach Hause nehmen!», «Kochen» oder «Endlich die Gefährlichen Liebschaften zu Ende lesen» auf seine To-Do-Liste schreibt. Aber wenn es dabei hilft, auch mal zur Ruhe zu kommen, dann ist es das wert.

Notiere «Freizeit-Tasks» ebenso auf Deiner To-Do-Liste wie andere Aufgaben. Hierfür gilt natürlich: Die Liste darf dafür nicht eine mit 120 Punkten sein, denn dann wirst Du der Neigung, die vorgeblich dringlicheren vorzuziehen, auch nicht widerstehen. Aber wenn «Roman lesen» nur einer von realistisch wenigen Punkten ist, die Du Dir für einen Tag vornimmst, dann ist die Chance groß, dass Du es packst, damit anzufangen.

Leichter sein kann es, Freizeit nur an bestimmten Tagen in seine Arbeitsplanung einzubauen. Der Freelancer, der dazu neigt, das Wochenende zu ignorieren, sollte sich ausdrücklich mindestens einen der beiden Tage komplett für die Freizeit reservieren. Hilfreich, wenn Partner oder Freunde danebenstehen, die diese Zeit mit dem nötigen Druck einfordern.

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