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30.12.13

Das ewige Streben nach Optimierung: Warum uns die Themen nie ausgehen

Was den einen zufriedener und produktiver macht, erscheint dem anderen unsinnig - und umgekehrt. Eins jedoch haben alle Leser und Autoren von imgriff.com gemeinsam: Sie werden nie aufhören nach Wegen zu suchen, um ihren Berufsalltag und ihr Leben besser zu gestalten. Und sie wissen, wie sich gelegentliche Überforderung anfühlt. Einige Gedanken zum Jahresende.

StuSeeger bei flickr.com (CC BY 2.0))Vor gut einem Jahr, im November 2012, habe ich die imgriff.com-Redaktionsleitung von Thomas Mauch übernommen. Kurz darauf holten wir einige Produktivitätsprofis an Bord zur Ergänzung unseres Autorenteams - Marcel Widmer und Patrick Mollet, vor wenigen Wochen dann auch Gino Brenni. Damals näherte sich das Blog seinem bereits sechsjährigen Jubiläum in grossen Schritten. Inzwischen ist das siebenjährige in Sicht; der zweitausendste Artikel ist nicht mehr weit - und weder die Themen noch die Leser sind uns ausgegangen.

Manchmal frage ich mich: Warum ist das so? Oder überspitzt formuliert: Müsste es für uns, das imgriff.com-Team, nicht das eigentliche Ziel sein, uns selbst abzuschaffen, wenn unsere Tipps dermassen gut wären und dermassen wörtlich befolgt würden, dass eines baldigen Tages alle Leser das perfekte, produktive Leben führen?

Ganz so einfach ist es natürlich nicht.

Auf Trab hält uns einerseits die stetige Entwicklung und Weiterentwicklung von Methoden und Tools, die als Helferlein für einen produktiveren Alltag um die Gunst unserer Autoren und Leser buhlen. Andererseits fordern heute Phänomene, die es 2007 noch nicht in der heutigen Form gab, unsere Aufmerksamkeit; beispielsweise die Bewegung und der Hype rund ums Self Tracking. Was dieses und die zunehmende Verschmelzung der Online- und Offline-Welt angeht, so gibt es nicht nur enthusiastische, sondern auch kritische Stimmen, die warnen, die ständige Erreichbarkeit würde uns weder produktiver noch zufriedener machen. Unser Blog befasst sich mit diesen beiden Meinungen sowie vielen Nuancen dazwischen.

Der Prozess ist nie abgeschlossen

Der wichtigste Grund dafür, dass einem Produktivitätsblog die Themen nie ausgehen werden, ist aber aus meiner Sicht die Tatsache, dass es in der Natur des Menschen liegt, ständig nach Optimierung zu streben. Dass dies ein Prozess ist, der nie abgeschlossen ist. Und dass die Wege, um dorthin zu gelangen, ebenso vielfältig sind, wie es Menschen gibt. Die meisten von uns - auch das liegt wohl in unserer Natur - gehen dabei manchmal an ihre Grenzen und erfahren am eigenen Leib, was Überforderung ist. Wie man mit solchen Erfahrungen umgeht und daraus einen Nutzen zieht, thematisieren unsere Autoren auch immer wieder.

Jeder Autor, der für uns schreibt - und über die Jahre hinweg ist es eine stolze Zahl von Autoren geworden - bringt eine andere Perspektive ein und setzt eigene Impulse. Jeder Leser findet in den einen Methoden, Tools und Tipps genau das, was er sucht, während ihm andere unsinnig vorkommen. Ich darf also zuversichtlich ins 2014 blicken: Auch in diesem Jahr werden uns die Themen nicht ausgehen.

 

Bild: StuSeeger bei flickr.com (CC BY 2.0)

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