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23.11.17

Business-Software für die Organisation

Business-Software für den Möbelhandel

Quelle: pixaby.com © icondigital (CC0 Creative Commons)

Sich effizient zu organisieren ist enorm wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben. In vielen Branchen ist es unverzichtbar, will man nicht den Mitbewerbern im Markt hinterherhinken. Sobald das Handelsvolumen eine gewisse Grenze überschreitet, ist eine effiziente Organisation unerlässlich. Was Business-Software für den Möbelhandel leistet, ist Thema dieses Beitrags.

Die Entwicklung in der Möbelbranche

In den letzten Jahren war die Marktsituation für den Möbelhandel stabil. Im Schnitt gaben deutsche Verbraucher rund 400 Euro jährlich für Möbel aus. Bis 2020 allerdings wird der Branche ein rasantes Wachstum um über 28 Milliarden Euro vorausgesagt. Wollen Unternehmer ihren Teil am Kuchen abschneiden, müssen Sie sich professionell mit Business-Software für die Organisation im Allgemeinen und für den Möbelhandel im Speziellen aufstellen. Andernfalls werden sie das Nachsehen haben und die Konkurrenz zieht an ihnen vorbei.

Gründe für spezielle Möbelhandelssoftware

Um zu verstehen, wie wichtig eine gut funktionierend Business-Software für den Möbelhandel ist, muss man wissen, welche Probleme ohne sie in der Praxis unvermeidlich sind. Unter dem Schlagewort „fehlende Informationen“ subsumieren sich eine ganze Reihe von Problemen für Unternehmen ohne spezielle Business-Software. Hier zwei Beispiele:

1. Kaufvertrag auf Papier

Ohne professionelle Business Software wird ein Kaufvertrag z. B. für eine Wohnlandschaft auf dem Papier geschlossen. Dabei passieren in der Regel bereits erste Fehler, die oft aber erst bei der Lieferung beim Kunden auffallen. So sind beispielsweise die Angaben für die Abmessungen unleserlich oder es unterläuft ein Zahlendreher. Statt 2,38 m trägt der Verkäufer versehentlich 2,83 m ein. Die Couch wird nach diesen Vorgaben hergestellt und geliefert. Der Fehler fällt erst bei Lieferung auf. Das führt im besten Fall zu einer Reklamation, im schlimmsten Fall zur kompletten Rückgabe. In jedem Fall aber kostet der Fehler den Möbelhändler sehr viel Zeit und Geld, abgesehen von der schlechten Reklame für sein Unternehmen.

2. Einkaufspreisverhandlungen aufgrund eigener Aufzeichnungen

Einkäufer in einem Unternehmen brauchen grundlegendes Know-how, um einen guten Job zu machen. „Standardisierte Prozesse in der Supply Chain können zudem hohe Einsparungen ermöglichen,“ konstatiert der Branchenprofi Mario Janitz. Das gilt auch für die Möbelbranche.

Der Einkäufer eines Möbelhandels hat die Aufgabe, bestmögliche Preise mit den Möbelherstellern auszuhandeln. Ohne professionelle Business-Software greift er dazu auf seine Erfahrung sowie auf die gesammelten Notizen zum Hersteller zurück. Ihm fehlen beim Preisgespräch dadurch aktuelle Informationen über Konkurrenzpreise, die Lieferhistorie, eventuelle offene Reklamationen oder Mängelrügen etc. Stünde ihm eine professionelle Business-Software zur Verfügung, könnte er aufgrund der wesentlich detaillierteren und vor allem verfügbaren Informationen härter verhandeln und bessere Preise rausholen. Auch hier kostet das Fehlen der Software den Händler Zeit und Geld.

Das leistet eine Business-Software für den Möbelhandel

Mit einer ausgereiften digitalen Lösung für den Möbelhandel greifen Unternehmen auf ein Produkt zu, das ihnen den Arbeitsalltag in vielerlei Hinsicht erleichtert. Das Leistungsspektrum ist vielseitig und soll am Beispiel der professionellen Software Möbelpilot veranschaulicht werden. Die Vorteile ergeben sich im Kern daraus, dass alle Daten für jeden Mitarbeiter zu jeder Zeit verfügbar sind. Informationsdefizite, die ohne Business-Software in vielerlei Hinsicht Zeit und Geld kosten, lassen sich damit fast vollständig ausmerzen.

  • Stammdatenverwaltung
    Durch die digitale Stammdatenverwaltung wird es möglich, dass alle Beteiligten auf die wachsende Kundenhistorie Zugriff haben. Aktuelle Kontaktdaten sind sofort griffbereit, sämtliche Bedingungen zum Auftrag, zur Lieferung und zur Rechnungsstellung sind ebenfalls vorhanden. Zudem bieten sich Anknüpfungsmöglichkeiten für die Marketingabteilung.
  • Auftragsverwaltung
    Im Rahmen der Auftragsverwaltung können Verkäufer alle Daten aufnehmen, die für einen rechtssicheren Kaufvertrag erforderlich sind. Sollten aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten in der Vergangenheit irgendwelche Auflagen/Bestellsperren intern vergeben worden sein, weiß der Verkäufer das bereits bei Vertragsabschluss und kann entsprechend handeln.
  • Bestand und Inventur
    Eine Business-Software für den Möbelhandel bietet einen Bereich für Bestandspflege und einen für die Inventur. In diesem Teil der Software ist es möglich, Lagerplätze, Stellplätze und Filialen einzurichten, Bestände aufzunehmen und fortzuschreiben, Dispositionen vorzunehmen, Waren zu reservieren oder innerhalb des Filialnetzes zu verlagern. So behalten die Verantwortlichen den Überblick über die Warenströme. In der Folge sind Inventuren einerseits wesentlich schneller durchgeführt, andererseits sind Differenzen automatisch feststellbar. Schnittstellen zur mobilen Datenerfassung (MDE) und die programmgestützte Inventur-Bearbeitung sorgen für enorme Zeit- und Kostenersparnis.
  • Controlling
    Die aufgenommenen Daten eines Betriebs sind für das Controlling nützlich und bringen das Unternehmen voran. Aufgrund dessen hat eine professionelle Möbelsoftware eine Vielzahl von Auswertungsoptionen. Statistiken zu Umsätzen verschiedener Warengruppen, übersichtliche Auswertungen beliebiger Zeiträume, Auswertungen über Ladenhüter und Verkaufshits, Personalauswertungen, Gebietsauswertungen, Provisionsauswertungen und vieles mehr stellen nur eine kleine Auswahl dessen dar, was für das Controlling in einem Betrieb unschätzbare Vorteile bringt.
  • Marketing
    Wie bereits im Bereich der Stammdatenverwaltung kurz angesprochen, profitieren Nutzer von Business-Software für den Möbelhandel von Selektionsmöglichkeiten quer durch die aufgenommenen Daten. Für die Marketingabteilung ist das ein unschätzbarer Vorteil, um gezielte Marketingmaßnahmen durchzuführen und Kunden individuell anzusprechen.
  • Schnittstellen zu weiteren Softwares
    Eine Business-Software ist immer nur so gut, wie seine Fähigkeit, Daten mit anderer Software auszutauschen. Professionelle Produkte haben deshalb Schnittstellen zu
    • Steuerberater-Software
    • Selbstbucher-Software
    • Kassensystem-Software
    • Management-Informationssystemen
    • Dokumenten-Managementsystemen
    • Onlineshops
    • Tourenplanungs-Software
    • Küchen-Planungsprogrammen und anderen Planungsprogrammen

     

Fazit: Business-Software für den Möbelhandel sorgt für mehr Handlungsspielraum

Eine professionelle Software in einem Möbelhandel führt zu effizienten Prozessen. Zahlreiche Fehler werden vermieden, Kosten gesenkt. Wichtig: Der Anbieter der Software sollte eine Schulung anbieten, um die Mitarbeiter entsprechend einzuarbeiten. Nur, wenn diese die Möglichkeiten der Software kennen und richtig nutzen, können Unternehmen von den potenziellen Vorteilen in vollem Umfang profitieren.

Da eine gute Software skalierbar ist, auch hinsichtlich der Preisgestaltung, amortisiert sich ihre Anschaffung innerhalb kurzer Zeit für nahezu jede Unternehmensgröße. Eine allgemeingültige Aussage dazu, wann sich die Investition generell rentierte, lässt sich allerdings nicht treffen. Dazu sind die Möbelhändler hinsichtlich Umsatz, Mitarbeiterzahl und Reichweite zu different. Ein individuelles Angebot eines Anbieters für spezielle Business-Software ist deshalb im Einzelfall mit den spezifischen Unternehmenszahlen abzugleichen. Fest steht, dass der Einsatz einer Business-Software für Möbelhändler für mehr Flexibilität und Handlungsspielraum für jeden einzelnen Mitarbeiter vom Lager bis zur Chefetage sorgt.

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