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24.08.07

Am Wochenende: Adressbücher aufräumen

800 Kontakte bei Xing, 500 in Outlook, 300 im Handy? 10 bis 15 Prozent davon könne man getrost löschen, sagt der Psychologe Alfred Gebert von der Fachhochschule des Bundes in Münster.

Auch wenn man nicht Power-Nutzer von Social Networks und Smartphones ist und "nur" auf die normalen 273 Kontakte kommt, die der durchschnittliche Deutsche laut Geberts Studie gespeichert hat.

Die Untersuchung wurde für den Blackberry-Hersteller RIM durchgeführt, darauf gestoßen bin ich über diesen schon ein paar Monate alten Eintrag beim Webwatcher-Blog aus dem Hause Handelsblatt. Dort wird auch wiedergegeben, was der Professor empfiehlt, um das Adressbuch zu "reinigen":

Man solle fünf Kreise aufzeichnen und die Kontakte nach dem Grad der Nähe und/oder Wichtigkeit dort eintragen - die engsten Freunde in den innersten, die Namen ohne Gesicht, denen man noch nicht mal die Hand geschüttelt hat, in den äußersten. Wer es nicht in die inneren drei Kreise schafft, den solle man kicken.

Zu den Löschkandidaten gehören nach Gebert sieben Typen von Kontakten:

1. Die Rampensau - versucht immer, im Mittelpunkt zu stehen.

2. Der Wendehals - lässt sich nur blicken, wenn man selbst gerade irgendwie en Vogue ist.

3. Der Klammeraffe - sucht zu Beginn neuer Lebensabschnitte so schnell wie wahllos Freundschaft.

4. Das Fossil - alte Freunde, zu denen der Kontakt seit langem eingeschlafen ist.

5. Der Partyhengst - immer, aber immer nur oberflächlich dabei, wenn es etwas zu feiern gibt.

6. Der falsche Fuffziger - will nur etwas abstauben.

7. Das Pseudonym - die virtuelle Bekanntschaft oder der xte Kontakt eines Kontakts.

Ich würde sagen, das kann man modifizieren. Das Fossil zu löschen kommt überhaupt nicht in Frage; Partyhengst und Rampensau können gute Begleitungen sein; und ob man mit dem Klammeraffen immer gleich so hart sein muss, weiß ich auch nicht. Aber die Methode ist trotzdem nicht schlecht. Irgendwelche wirklich überflüssigen Kontakte finden sich ja immer in den diversen Gerätschaften.

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