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13.01.14

Achtung Destruktoren: Mit demotivierenden Informationen richtig umgehen

Informationen sind wichtig, und gerade im Zeitalter von Social Media können wir davon nicht genug bekommen. Doch manche Informationen sind schlicht schädlich, weil sie uns demotivieren. Sie sind selektiv aufzunehmen und mit Vorsicht zu geniessen.

Bad News. themostinept bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)So manche Information, die Du in den Medien, aber auch von Kollegen, Bekannten oder Freunden bekommst, ist demotivierend und kann Dir die Laune verhageln. Wichtig ist es daher, zu trennen: Nicht immer treffen Informationen auch auf Dich zu oder nützen Dir. Und leider merkt sich das menschliche Gehirn negative Dinge besser als positive. Das lässt eine Situation schnell negativer aussehen, als sie in Wirklichkeit ist.

Beispiel Medienberichte

Sehr demotivierend wirkt sicherlich die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation in Deutschland. Firmenpleiten, Arbeitslosenzahlen – und Politiker, die Lösungsvorschläge diskutieren, ausprobieren, wieder verwerfen und schließlich Gesetze beschließen, die sich negativ auf unsere Existenz auswirken. Dieses ständige Hin und Her lässt bei vielen Menschen Existenzängste aufkommen.

Doch die Medienberichterstattung ist leider nicht immer ganz sachlich. Informationen werden gerne emotional gefärbt, weil sie sich dann besser verkaufen lassen. Darüber hinaus ist nicht alles, was Du dort hörst, auch eine Tatsache: Jedes Medium möchte gerne brandaktuell sein; da wird dann schon mal über die Vorschläge einzelner Politiker oder Gesetzesvorlagen berichtet, als wären sie bereits in Stein gemeißelt.

Flüsterpost

Es funktioniert ähnlich wie das Spiel Flüsterpost aus Kindertagen: Die Information wird losgeschickt, und jeder, der sie weitergibt, packt seine persönlichen Interpretationen, Meinungen und Ängste dazu – nicht nur in den Medien, sondern auch in Deinem Umfeld.

Manche Menschen wollen Dich mit ihren Informationen absichtlich demotivieren, zum Beispiel weil sie neidisch sind. Das passiert auch unbewusst, ohne dass die Überbringer der Botschaften Dir bewusst schaden wollen. Oder sie verallgemeinern einzelne Erlebnisse und wenden sie auf die gesamte Situation an. Mache Dir diese Verhaltensmuster klar und bewerte solche Aussagen entsprechend vorsichtig.

Demotivierende Informationen kritisch hinterfragen

Das zeigt, dass Du Informationen, die Du erhältst, immer kritisch auf den sachlichen Gehalt und den Nutzen überprüfen solltest – beispielsweise mit den sechs W-Fragen. Damit nimmst Du auch demotivierenden Äußerungen den Schrecken. Informationen, die Dir nicht weiterhelfen, brauchst Du nicht zu beachten. Das gilt übrigens nicht nur für die Medienberichterstattung, sondern auch wenn Freunde, Bekannte oder die Familie etwas erzählen.

Du solltest also jede Information kritisch hinterfragen und auf ihren sachlichen Gehalt hin überprüfen - mit diesen sechs W-Fragen:

  • Wer hat das gesagt oder geschrieben? Ist die Information eine Tatsache oder eine persönliche Meinung dieser Person?
  • Welcher Grund steckt dahinter? Hat der Informationsgeber einen persönlichen Vorteil davon, dass er die Information auf diese Weise weitergibt?
  • Worin besteht der sachliche Kern, der hinter dieser Aussage steckt?
  • Wie beeinflusst mich diese Aussage? Betrifft sie mich überhaupt? Hat die Information einen Nutzen für mich?
  • Was denke ich selbst über diese Sache – unabhängig von der Meinung anderer?
  • Wo finde ich notfalls weitere Informationen, um mir eine eigene Meinung zu bilden?

 

Bild: themostinept bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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