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10.05.12

10 Tipps: Produktivität im Home Office

Zu Hause arbeiten kann ein Segen sein. Wären da nicht die vielen Verlockungen. Wie man trotzdem produktiv arbeiten kann – ein paar Tipps.

Studien besagen, Arbeiten im Home Office steigere die Produktivität, da man ruhiger und konzentrierter arbeiten kann. Aber auch zu Hause lauern Ablenkungen. Vieles scheint spannender als die eigentliche Arbeit. Das Bett, der Kühlschrank, ja, sogar die Hausarbeit, die Katze, die Kinder, der Partner – und wenn man dann endlich vor dem PC sitzt, wartet auch schon das Internet mit täglich neuen Überraschungen. Da mal ein bisschen Facebook, dort Online-Shopping, hier Twitter, Blogs und was weiss ich – man könnte Stunden im Netz vertrödeln, ohne wirklich produktiv zu werden.

Damit der Arbeit- oder Auftraggeber zufrieden ist und man als Arbeitnehmer das Home Office auch weiterhin nutzen darf, muss man sich immer wieder aufs Neue motivieren und dranbleiben. 10 Tipps:

1. Produktive Stimmung schaffen

Was bringt dich in eine produktive Stimmung? Vielleicht reicht alleine der Gedanke an deine Ziele, um dich zu motivieren. Der Gedanke an die nächste Reise, das Haus, das Auto – oder ganz einfach der Wunsch etwas produktives zu schaffen. Falls nicht, suche dir etwas anderes, was dich antreibt.

2. Büro bleibt Büro

Das Home Office sollte auch optisch wie ein Büro aussehen – und nicht wie ein Esszimmer mit PC und Drucker. Auch psychologisch ist es besser, wenn man nicht ständig Bett und Sofa im Visier hat. Den Raum nicht mit Möbel, Bilder und Accessoires zupflastern – weniger ist mehr. Ein überfülltes Büro sorgt für Unruhe und bietet zu viele Ablenkungspunkte.

3. Arbeitskleidung anziehen

Was mir auch hilft, morgens früh aufstehen, duschen, anziehen, schminken – als ob ich ins Büro gehen würde. Dabei laufe ich nur ein paar Meter ins andere Zimmer. Einige raten, man solle sogar Schuhe anziehen – finde ich jedoch übertrieben.

4. Musik hören

Musikhören beim Arbeiten ist umstritten. Einige Studien besagen, Musikhören beeinträchtige die Leistung. Andere wiederum meinen Musikhören fördere die Produktivität. Ich persönlich höre gerne Musik während der Arbeit. Lustigerweise kann ich mit Musik viel konzentrierter arbeiten. Aber das ist wohl von Mensch zu Mensch verschieden. Für die, die’s mögen: Lautsprecher an und los geht’s!

Was auch hilft, verschiedene Playlists für unterschiedliche Arbeiten zusammen zu stellen. Wenn ich beispielsweise einen Artikel für imgriff.com schreibe, höre ich gerne Adele, Lana del Rey oder Lenny Kravitz– nicht unbedingt ruhig, aber stimmig. Beim Nachführen von Listen, Rechnungen schreiben oder sonstigen für mich eher langweiligen aber durchaus wichtigen Tätigkeiten darf es auch mal etwas fetzigeres wie Sean Paul, Niki Minaj oder Pitbull sein. Sobald ich jedoch meine volle Konzentration benötige, weil auf zehn Sachen gleichzeitig achten muss, brauche ich absolute Stille. Und wehe dem, der mich in diesem Moment anruft.

5. Das Hirn zur Konzentration zwingen

Was tust du als Erstes, wenn du an deinem Computer sitzt? Facebook checken, Skype öffnen, Blogs lesen? Dann geht es dir so wie mir. Und ich muss mich von den verlockenden Ablenkungen lösen und mein Hirn in eine produktive Stimmung versetzen.

Das gelingt am besten in dem ich einem festen Tagesplan folge. Zuerst E-Mail checken und gleich beantworten. Dann zur ersten Aufgabe übergehen und diese konzentriert ausführen. Alle Töne am Computer und Handy ausschalten, damit man durch eingehende Nachrichten nicht gestört wird. Aus Facebook ausloggen, Skype auf “bitte nicht stören” stellen. Und dann die Aufgabe erledigen. So hangle ich mich von Aufgabe zu Aufgabe und das gelingt ganz gut.

6. Hochphasen nutzen

Morgen- oder Nachtmensch? Jeder Mensch hat unterschiedliche Leistungsphasen. Die einen sind schon frühmorgens fit, die anderen arbeiten lieber in der Nacht. Der Stoffwechsel, die Organtätigkeit, die Konzentrationsfähigkeit – alles schwankt innerhalb eines Tages erheblich. Wer seinen eigenen Typ kennt, kann seine Leistung, Kreativität und Produktivität deutlich verbessern. Da bringt ein Heimbüro einen grossen Vorteil, man kann seine Arbeit weitgehend selber einteilen. Und sollte dies auch nutzen: Schwierige Aufgaben erledigt man in den Hochphasen, die lästigen Aufgaben in den Durchhängerphasen.

7. Pflanzen

Pflanzen sind nicht nur schön anzuschauen. Sie filtern auch schlechte Luft und sorgen so für genügend Sauerstoff im Raum. Ich selber habe keinen grünen Daumen. Die sterben alle innerhalb weniger Wochen. Aber, ich habe mir fest vorgenommen, wieder ein paar Pflänzchen zu kaufen. In der Zwischenzeit lasse ich das Fenster offen und zapfe Frischluft vom davorstehenden Baum ab.

8. Licht und Farbe

Farben beinflussen die Stimmung. Blau zum Beispiel soll die Kreativität fördern. Rot oder Orange macht aggresiv. Man muss nicht gleich die Wände streichen, auch farbige Accessoires oder Bilder schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Sollten die Wände bereits in einer grellen Farbe gestrichen sein, lohnt sich ein neuer Anstrich. Aber Achtung, zuerst den Vermieter fragen, ob man das darf. Wenn ja, kann man drauf los pinseln. Im Zweifelsfall würde ich weisse Wände so belassen wie sie sind. Weiss mag langweilig sein, ist jedoch neutral, hell und passt zu allem.

Ein gutes «Home Office» sollte mit viel natürlichem Licht ausgefüllt sein, jedoch ohne zu blenden. Bei Kunstlicht eignet sich vor allem indirekte Beleuchtung. Auch farbige Glühbirnen können die Stimmung positiv beeinflussen. Blau fördert die Kreativität, grün sorgt für Harmonie.

9. Aufräumen und ausmisten

Auch wenn du ein Sammler bist, ausmisten von Zeit zu Zeit hat noch keinem geschadet. Nichts ist schlimmer für den Geist, als im Chaos zu wühlen, geschweige denn produktive Arbeiten zu verrichten. Kreative Chaoten seien hier mal ausgeklammert. Alles was man nicht jeden Tag braucht, wird verstaut – oder gleich entsorgt.

10. Frische Luft und Ideen schnappen

Auch gut: Ab und zu mal raus aus der Hütte und frische Luft schnappen. Ich spaziere gerne zum Starbucks, hole mir einen Kaffee und trinke ihn an der Sonne (wenn sie denn mal scheint). Oder ich nehme meine Arbeit gleich mit. Wie letztens, da sass ich zwei Stunden in einem nahegelegenen Park und las Texte Korrektur. Das hat noch nie so viel Spass gemacht. Heutzutage kann man ja überall arbeiten, das sollte man auch nutzen, wenn es der Job zulässt. Wie sagt man so schön, man merkt erst, was man hat, wenns vorbei ist. Nach einer kurzen oder längeren Büroabstinenz geht man auch gerne wieder zurück.

Das Wichtigste ist doch, dass man bei der Arbeit glücklich und motiviert ist. Und dass man nie aufhört, seine Arbeitsumgebung noch besser und schöner zu gestalten.

Das sind keine Tipps mit 100 prozentiger Erfolgsgarantie, aber sie machen mich produktiver. Vielleicht hast du andere Tipps, die für dich noch besser funktionieren? Lass mich wissen.

Bild: Quinn Dombrowski bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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