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Die Reaktion der Börsen auf die Wahlen in Frankreich

Als bei den Wahlen in Frankreich Emmanuel Macron den Sieg in der ersten Runde davontrug, erreichte der Dax ein neues Rekordhoch und der Euro gewann gegenüber dem Dollar deutlich an Stärke.

Doch nachdem der proeuropäische Macron auch aus dem zweiten Wahldurchgang als Sieger hervorging, blieb an der Börse die große Euphorie aus. Trotzdem schloss der Dax nah an seiner Höchstmarke und auch die jüngsten Prognosen für den deutschen Aktienmarkt sind durchaus positiv.

Quelle: Fotolia.com © Eisenhans

Erleichterung nach Macrons Wahlsieg

Der BDI betrachtet die Wahl von Macron als ein "ermutigendes Zeichen". Denn der neue Mann an der Spitze der französischen Regierung engagiere sich für eine internationale Zusammenarbeit sowie einen offenen Welthandel. So legten französische Aktien und der Euro nach dem Ergebnis der Stichwahl deutlich zu.

Doch an der Börse kam es zu keinen weiteren Kurssteigerungen. Offensichtlich hatten viele Anleger das positive Wahlergebnis längst vorweggenommen. Somit bremsten Gewinnmitnahmen den Aktienhandel aus.

Weitere Entwicklung vorerst ungewiss

Ein weiterer starker Anstieg der Aktienkurse, wie dies nach dem ersten Wahldurchgang geschah, ist unwahrscheinlich, da ein Großteil des positiven Effektes des Wahlausgangs bereits in die Kurse eingespeist sein dürfte. Darüber hinaus herrscht aktuell noch eine große Unsicherheit dazu, in wieweit der neue französische Präsident seine angekündigten Reformvorhaben tatsächlich umsetzen kann.

So ist ein Sprecher des BDI überzeugt, dass Macron sein Land nur dann erfolgreich auf einen Wachstumskurs bringen kann, wenn es ihm nach den Parlamentswahlen im Juni gelinge, für seine Reformen eine breite Allianz zu bilden.

Positive Effekte für deutsche Aktien

Die Wahl Macrons sendet ein sehr positives Signal für die deutsche Wirtschaft. Denn zwischen Deutschland und Frankreich herrscht eine besonders enge wirtschaftliche Verbundenheit. So ist Deutschland für Frankreich das Exportziel Nummer eins und zugleich ebenfalls das wichtigste Lieferland. Auch Frankreich ist für Deutschland immerhin der zweitwichtigste Abnehmer sowie der drittwichtigste Lieferant.

So verwundert es nicht, dass nach Macrons endgültigem Wahlsieg unter anderem auch die Aktien des Hafenbetreibers Hamburger Hafen (HHLA) um satte 5,6 Prozent zulegten. Nach länger stagnierenden Umsätzen rechnet das Unternehmen ab dem zweiten Quartal mit einem deutlich steigenden Container-Umschlag für dieses Jahr.

Höhere Dividenden, als je zuvor

Auch die Gesamtsituation am deutschen Aktienmarkt ist extrem positiv. So wird aktuell davon ausgegangen, dass alleine die 30-DAX-Unternehmen dieses Jahr Dividenden um die Höhe von 31,6 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten werden. Das wären rund 7 Prozent mehr als 2016 - so viel wie nie zuvor. Das weitere Wachstum der Dax-Unternehmen wird auf 9,7 Prozent in 2017 und 7,9 Prozent im kommenden Jahr geschätzt. Eine Investition in deutsche Wertpapiere lohnt sich somit, wie selten zuvor.

Weiterführende Informationen: Kapitalmarktausblick der Deutschen Bank

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