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03.09.18

Benefits: Warum es sich lohnt, das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern

Geld allein macht nicht glücklich - diese Erkenntnis ist zwar kein Geheimnis, doch wird sie von vielen Unternehmen noch unterschätzt. Bedeutend wichtiger ist für Arbeitnehmer nämlich, dass sie zufrieden sind und die Work-Life-Balance stimmt. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass flexible Arbeitszeiten, Home Office und betriebliche Zusatzleistungen für Jobsuchende immer wichtiger werden. Wir fassen zusammen, warum es sich für Arbeitgeber lohnt, Benefits anzubieten.

Die Vorteile

Wer im Wettbewerb um Talente bestehen möchte, muss sich von der Konkurrenz abheben. Das gelingt außer mit klassischen Vertragsbestandteilen wie dem Gehalt auch mit Mitarbeiter-Benefits. Diese erhöhen zum einen die Attraktivität eines Unternehmens, zum anderen können sie sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken und dementsprechend die Leistungsbereitschaft steigern. Schließlich ist kaum etwas demotivierender als ein unterfordernder oder zu stressiger Job. Langfristig gesehen können triste Arbeit(splätze) und wenig Freizeitausgleich sogar zu Burnout und Depressionen und schlimmstenfalls zur Arbeitsunfähigkeit führen. Prinzipiell ist es für Arbeitnehmer ratsam, sich im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bei entsprechenden Anbietern abzusichern. Schließlich können neben psychischen Erkrankungen beispielsweise auch Schmerzen am Bewegungsapparat sowie Herz- oder Krebserkrankungen zur Arbeitsunfähigkeit führen. Und dennoch: Die Anzahl an Krankheitstagen sinkt durch ein gutes Betriebsklima nachweislich. Damit schaffen betriebliche Benefits eine Win-win-Situation - motivierte und gesunde Mitarbeiter auf der einen Seite, attraktive Arbeitgeber, die ihre Arbeitnehmer länger an sich binden können, auf der anderen. Zudem haben die Zusatzleistungen meist auch einen finanziellen Vorteil für Unternehmen, da sie bei vielen Angeboten Kooperationen eingehen können und somit bares Geld sparen. Doch was kommt bei Mitarbeitern wirklich gut an? Damit hat sich das Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu beschäftigt und eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Die Analyse zeigt, dass sich etwa die Hälfte der befragten Arbeitnehmer flexible Arbeitszeiten wünscht. Immerhin 45,3 Prozent aller Arbeitgeber bieten diese Möglichkeit bereits an. Weiter stehen Home Office sowie die Möglichkeit, den Hund mit ins Büro nehmen zu können, weit oben auf der Wunschliste. Während für Unternehmen in diesen Bereichen noch Nachholbedarf besteht, bieten laut Umfrage fast die Hälfte aller Unternehmen Parkplätze an - doch diese werden nur von 9 Prozent der Arbeitnehmer geschätzt.

Sinnvolle Benefits abwägen

Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen selbst entscheiden, welche Zusatzleistungen zu ihm passen. Um geeignete Benefits zu identifizieren, kann es sich lohnen, auf eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern zu setzen. So lassen sich Wünsche schneller realisieren und unerwünschte Benefits - und damit einhergehend Ausgaben - vermeiden. Anschließend lässt sich ein Konzept erstellen, das sowohl zum Unternehmen als auch zu den Mitarbeitern passt. Firmen mit geringem Budget können ihren Mitarbeitern beispielsweise mit einem kleinen Obstkorb oder Geburtstagskarten ihre Wertschätzung zeigen. Ebenso möglich sind besonders kreative Benefits wie Dachgärten, in denen die Mitarbeiter eigene Gemüsebeete anlegen können, oder Kickertische, die für Freizeitspaß im Büro sorgen. Hauptsache, die Leistungen müssen nicht nach kurzer Zeit wieder gestrichen werden, denn das kommt bei Arbeitnehmern gar nicht gut an. Andere Unternehmen wie Google gehen sogar noch weiter und bieten ihren Mitarbeitern unter anderem unlimitierte Ferien sowie kostenloses Essen an. Die Marketingagentur SeelHouse wiederum bezahlt ihren Mitarbeitern sogar einen Urlaub im Wert von 1.800 Euro. Auch Microsoft scheut für das Wohlbefinden seiner Angestellten keine Mühen und bietet von ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bis hin zu Impfungen alles an, was die Gesundheit fördert - den Benefit-Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Bildrechte: Flickr It's time to focus. The #1000heads... 1000heads CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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