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Aktuelles zur Personalarbeit für Gründer und Selbstständige

28.09.17

qualifizierte Arbeitskräfte

Sich bei einem Unternehmen bewerben? Umgekehrt: Unternehmen buhlen um Arbeitnehmer

Gut qualifizierte Arbeitskräfte sind relativ selten geworden. Das liegt nicht etwa daran, dass die Ausbildungen immer schlechter und die Menschen immer dümmer würden. Vielmehr sind die benötigten Kenntnisse und Fähigkeiten in vielen Bereichen des zeitgenössischen Berufslebens so komplex geworden, dass nur wenige Arbeitnehmer wirklich gut auf eine bestimmte Stelle passen.

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Freie Auswahl unter verschiedenen Arbeitgebern

Natürlich ist es erst einmal schmeichelhaft, wenn sich verschiedene Unternehmen für die eigene Person interessieren. Trotzdem sind die meisten versuche Mitarbeiter abzuwerben, nicht von Erfolg gekrönt. Der Grund ist ganz einfach: Unternehmen, die von sich aus keine guten Arbeitskräfte finden, sind nicht so attraktiv. Sie haben ihre Mitarbeiter selbst an attraktivere Arbeitgeber verloren oder können Posten nicht besetzen, weil das Betriebsklima nicht stimmt, das Gehalt nicht angemessen ist oder andere Dinge einfach nicht passen. Oder weil sie einfach nicht so viele Benefits bieten wie andere Unternehmen. Gut qualifizierte Menschen mit Erfahrung auf verschiedenen Gebieten haben in der Regel die freie Wahl zwischen verschiedenen Arbeitgebern, weshalb es aus Arbeitgebersicht durchaus Sinn macht, attraktive Konditionen zu bieten.

Das sollte drin sein

Es gibt kein Patentrezept, wie ein Arbeitgeber für Arbeitnehmer attraktiv wird. Jedes Unternehmen muss die eigene Linie finden und Benefits bieten, die zum Unternehmen und zur Belegschaft passen. Was helfen beispielsweise schnittige Dienstwagen, wenn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ohnehin zum größten Teil mit dem Fahrrad kommen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, weil kein Parkplatz in Firmennähe zur Verfügung steht?

Für die meisten Unternehmen gibt es nicht eine Sache, die funktioniert, sondern das Zusammenspiel macht den Zauber aus. Anreize für Arbeitnehmer können beispielsweise Gewinnbeteiligungen, projektbezogene und gehaltsunabhängige Boni, freie Urlaubseinteilung, Rabatte beim Kauf der firmeneigenen Produkte und dergleichen sein. Auch Vertrauensarbeitszeit und Gleitarbeit sind Konditionen, die vielen Menschen attraktiv erscheinen. Andere Unternehmen steigen auf eine Viertagewoche um oder schicken ihre Mitarbeiter/-innen wenigstens zweimal wöchentlich ins Home Office.

Arbeitsplatzgestaltung spielt eine große Rolle für das Klima

Das Großraumbüro ist zwar heute die gängigste Form der Mitarbeiterhaltung, aber auch das lässt sich angenehm gestalten. Ergonomische Büromöbel, Einzelarbeitsräume für besonders ruhige und konzentrationsintensive Arbeitsphasen sowie eine Teeküche mit kostenlosem Getränkeangebot oder einem immer gefüllten Kühlschrank sorgen für ein angenehmes Betriebsklima und gute Laune am Arbeitsplatz. Dabei muss das nicht gleich in ein logistisches Problem ausarten: Supermärkte wie AllyouneedFresh, online erreichbar unter allyouneedfresh.de, liefern normalerweise innerhalb von 24 Stunden, wenn Not am Mann ist. So können sich die Mitarbeiter/-innen am Arbeitsplatz sogar selbst um die gewünschte Befüllung des Kühlschranks auf Firmenkosten kümmern, ohne dass allzu viel Arbeitszeit dafür draufgehen würde.

Der Nutzen der immer gut bestückten Teeküche mit Möglichkeit für gemeinsame Frühstückspausen ist klar: Wo Menschen miteinander essen und trinken, tauschen sie sich auch aus. Reger Austausch ist gut für das Arbeitsklima, fördert die firmeninterne Kommunikation und macht so mache Teamarbeit leichter.

Events schweißen Teams zusammen

Gemeinsame Erlebnisse sind der gesellschaftliche Kitt, der für Teamarbeit unerlässlich ist. Das weiß jede Lehrkraft, die einmal eine Klassenfahrt begleitet hat. Bei Erwachsenen funktioniert das genauso, und aus diesem Grund machen firmeninterne Unternehmungen eine ganze Menge Sinn. Gemeinsam einen Ausflug machen, einen Tag im Kochstudio verbringen oder mit den Kollegen eine Barista-Ausbildung besuchen kommt also durchaus der Arbeitsleistung zugute. Wer einmalige Events nicht mag, kann eine regelmäßige Angelegenheit daraus machen und den Mitarbeitern auf regelmäßiger Basis Fitnesstrainer auf dem Firmengelände zur Verfügung stellen, ein eigenes Sportteam aufbauen oder Kicker-Wettbewerbe im Pausenraum veranstalten. Wichtig ist nicht, dass das Event außergewöhnlich und teuer ist. Wichtig ist der Spaß, den die Belegschaft (samt Chef) dabei hat.

Diese Extras sind auch bei Bewerbern beliebt. Sie sind das, was Arbeitgeber letzten Endes unterscheidbar macht und jedem Unternehmen den ganz eigenen, individuellen Stempel aufdrückt.

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