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26.10.18

Werben mit Google AdWords

Das Potenzial der Optimierung erkennen und nutzen

Mit dem Werbesystem Google Ads (bis 24. Juli 2018 „Adwords“) können Unternehmen ihren Erfolg gezielt beeinflussen. Durch virtuelle Anzeigen innerhalb der Suchmaschine lassen sich potenzielle Kunden direkt ansprechen. Die geschalteten Werbeanzeigen werden dem User immer dann eingeblendet, wenn sie zu dessen Suchanfragen passen. Das bringt eine enorme Effizienz mit sich und erlaubt zielgruppenorientiertes Werben zum fairen Preis.

Quelle: pixabay.com: FirmBee

Was zunächst simpel klingt, kann sich in der Praxis als Enttäuschung erweisen. Werden die Möglichkeiten von Google Ads falsch angewandt beziehungsweise nicht ausgeschöpft, lässt der Erfolg auf sich warten. Wer das Optimierungspotenzial erkennt, kann die Rentabilität gekonnt steigern. Wir fassen drei Tipps zusammen.

1. Auswertung von Besucheraktionen

Viele Werbetreibende machen den Fehler und konzentrieren sich allein auf das Schalten von Werbung. Informationen darüber, ob Anzeigen tatsächlich den gewünschten Erfolg nach sich ziehen, werden nicht eingeholt, obwohl genau dieser Analyseaufwand elementar wäre. Schließlich sollte das Ziel grundsätzlich darin bestehen, mit dem eingesetzten Budget das Maximum aus den Anzeigen herauszuholen. Sei es in Form zusätzlicher Besucher auf der Internetseite oder konkrete Einkäufe im Onlineshop. Das Messen und Bewerten von Erfolgen sowie Misserfolgen ist entscheidend, um Kampagnen mit strategischer Optimierung zu verbessern.

Felix Wenzel, seit 2016 Trainer der Google-Zukunftswerkstatt und Geschäftsführer der auf Adwords spezialisierten Agentur AdPoint hat für das Digitale-Business-Magazin t3n einen Ratgeber mit acht Tipps zu Google Adwords verfasst. Unter anderem geht der Google Ads Experte auf das Conversion-Tracking ein, mit dem Werbetreibende messen können, wie viele Leads, Anmeldungen, Downloads oder Verkäufe durch eine bestimmte Aktion generiert werden konnten. „Als leistungsstarkes Tool dient das Tracking vor allem dazu, zu erkennen, welche Elemente einer Kampagne gut, oder auch nicht gut, funktionieren. So können Anzeigentexte, Keywords und laufende Angebote entsprechend optimiert werden“, so Wenzel. Sein Unternehmen AdPoint ist Google Partner und Spezialist für die Durchführung von AdWords Kampagnen auf Basis ganzheitlicher Strategien. Das Conversion-Tracking ist fester Bestandteil des Leistungsspektrums.

Gründe für den Einsatz des kostenlosen Tools Conversion-Tracking gibt es reichlich:

  • Es deckt unter anderem auf, durch welche Anzeigen und Keywords eine Aktion durch Suchende durchgeführt wurde, die für Werbende besonders vielversprechend ist.
  • Es lässt sich nachvollziehen, wie viele User mit den geschalteten Anzeigen interagieren und eine Aktion (z. B. Kauf, Newsletter abonniert, Anruf) durchführen.
  • Conversion-Tracking verhilft zu Informationen über den Return on Investment, kurz ROI, was wiederum dazu beiträgt, die richtigen Entscheidungen bezüglich des Werbebudgets zu treffen. Worum es sich beim ROI im Detail handelt, erklärt das Wirtschaftslexikon.

Weiterführende Information zu Conversion-Tracking hat Google im Erklärvideo arrangiert:

2. Keyword Einstellungen clever nutzen

Eine der wichtigsten Stellschrauben, wenn es um die Optimierung von Google Ads geht, betrifft Keywords. Sie sind die Grundlage für zielgruppenorientierte Werbung und müssen sorgfältig recherchiert werden. Auch hierfür stellt Google ein passendes Tool bereit: Den Keyword Planner. Jeder Werbetreibende sollte wissen, welche Suchbegriffe und Suchphrasen seine Zielgruppe verwendet, um das Gesuchte im Internet zu finden.

Mit den Keywords, die Unternehmen im Rahmen der Google Ads Einstellungen vorgeben, nehmen sie direkten Einfluss darauf, zu welchen Keywords eine Anzeige ausgegeben wird. Derzeit gibt Google insgesamt fünf Optionen vor, die von „Exact Match“ (genau passend) über „Modified Broad Match“ (modifiziert weitgehend) und „Negative Match“ (ausschließend) reichen. Bei der ergänzenden Einstellung „Broad Match“ (weitgehend) übernimmt die Suchmaschine automatisiert die Einschätzung der Keywords und ergänzt diese selbstständig mit passenden Begriffen. Diese Funktion scheint zunächst verlockend, weil sie Arbeit abnimmt. Hinsichtlich der Conversion Rate ist diese Einstellung aber nicht ideal. Der Grund: Bei vielen Keywords verringert sich die Anzeigenrelevanz und es ergeben sich weniger Klicks bei gleichbleibenden Kosten. Die Optionen Exact Match und Phrase Match (Wortgruppe) sind die bessere Wahl.

3. Anzeigentexte perfektionieren

Mit Keywords allein lassen sich Suchende nicht überzeugen. Der User verspricht sich von seiner Suche eine komfortable und schnelle Lösung. Er will möglichst zügig zum Ziel und hat keine Zeit für unpassende Angebote. Deshalb muss der Text einer Google AdWords Anzeige klar, prägnant und vielversprechend sein. Der Suchende sollte unmittelbar zum Handeln aufgefordert werden. Einige Tipps im Überblick:

  • Hochwertige Anzeigentexte tragen maßgeblich zur Klickrate bei. Deshalb sollten sich Werbende Zeit nehmen, sich mit den Bedürfnissen der Zielgruppe auseinanderzusetzen. Welche Keywords machen Sinn? Welche Satzstellung wirkt ansprechend und welche Handlungsaufforderung könnte zielführend sein? Fragen, die es zu beantworten gilt.
  • Keywords möglichst an den Anfang von Anzeigentiteln setzen, um dessen aufmerksamkeitsfördernde Wirkung zu verstärken.
  • Für jede Anzeige sollten mehrere Anzeigentexte vorbereitet und getestet werden. Allein nach dem Bauchgefühl zu entscheiden, ist nicht zielführend. Analysen bringen Aufschluss über positive und negative Varianten. Manchmal genügt der Austausch eines Wortes, um die gewünschte Aktion auszulösen.

Die hier genannten Optimierungsmöglichkeiten geben nur einen kleinen Einblick in die facettenreiche Welt von Google Ads. Das Verbesserungspotenzial umfasst außerdem Platzhalter-Titel, Anzeigenerweiterungen und Remarketing. Die Liste der To-dos ist schier endlos, sodass Betriebe ohne das nötige Know-how schnell an ihre Grenzen stoßen. Unternehmen, die nicht über die nötigen Experten in diesem Bereich verfügen, sind mit der Beauftragung eines entsprechenden Dienstleisters besser beraten. Ansonsten muss wertvolle Zeit investiert werden, um sich das Grundwissen anzueignen und selbst das genügt nicht, um langfristig erfolgreiche Anzeigen zu positionieren.

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