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26.07.17

So geht gutes Storytelling!

Mit Geschichten zum Unternehmenserfolg

Hänsel und Gretel, Schneewittchen & Co. Jeder von uns erinnert sich heute noch an die Geschichten, die er als Kind gehört hat. Ist eine Geschichte erstmal im Gedächtnis verankert, vergessen wir sie nicht mehr so schnell. Und das können Unternehmen sich zunutze machen: Geschichten rund um Produkte, Dienstleistungen, die Gründung erzählen und damit im Gedächtnis bleiben!

Quelle: Fotolia.com © Sergey Nivens

Unser Gastautor Ralph Günther von exali.de erklärt, was Sie für gelungenes Storytelling brauchen und wie Sie damit Aufmerksamkeit erzeugen…  

Was Sie mit Storytelling erreichen können

Mit Storytelling können Sie die Geschichte Ihres Unternehmens, der Menschen innerhalb des Unternehmens, Ihres Produkts oder Dienstleitung amüsant und spannend erzählen. Dadurch verknüpfen Sie Ihre Firma oder Ihr Produkt mit Emotionen und erreichen so mehr Aufmerksamkeit. Denn Geschichten merken wir uns viel besser, als reine Produktwerbung.
Gerade für Startups, deren Namen und Produkte noch nicht bekannt sind, eignet sich Storytelling besonders gut. Denn diese können ihre Story von Anfang an erzählen und die Assoziationen der Menschen in eine bestimmte Richtung lenken. Durch einprägsame Geschichten werden „Newcomer“ schnell bekannter.

Der Stoff aus dem Geschichten sind

Die gute Nachricht vorneweg: Jedes Unternehmen hat Geschichten, die sich zu erzählen lohnen. Sie müssen sie nur suchen! Ein paar Ideen:

  • Geschichten zum Gründer: Was hat ihn dazu bewegt, das Unternehmen zu gründen? Wie kam er auf die Idee zu dem Produkt? Was hat er vorher gemacht? Was hat sein Umfeld zu der Idee gesagt? Welche Hürden musste er überwinden?
  • Geschichten zum Produkt: Wer nutzt Ihr Produkt? In welchen Situationen? Wobei hilft Ihr Produkt? Was unterscheidet Ihr Produkt von anderen?
  • Geschichten zu den Menschen hinter dem Produkt: Welche verschiedenen Menschen arbeiten an dem Produkt, bis es fertig ist? Welche Berufe haben sie? Woher kommen sie? Wie arbeiten sie zusammen?
  • Geschichten der Kunden: Auch Ihre Kunden können Stoff für Ihre Geschichten liefern. Warum nutzen sie Ihr Produkt? Was mögen sie an Ihrem Produkt, Ihrer Firma?

Die Zutaten für eine gute Geschichte

Wenn Sie den Stoff für Ihre Geschichte haben und sie erzählen wollen, kommt es auf ein paar „Zutaten“ an, die in keiner guten Geschichte fehlen dürfen:

  • Jede Geschichte braucht einen Helden! Das heißt nicht, dass in jeder Ihrer Geschichten ein Ritter auf einem weißen Schimmel auftauchen muss. Aber eine gute Story braucht immer einen Hauptakteur. Dieser muss keine Person, sondern kann auch Ihr Produkt sein. Dieser Held steht im Mittelpunkt Ihrer Geschichte. Er muss sympathisch und glaubwürdig sein, Ihre Kunden müssen sich mit ihm identifizieren können.
  • Ihr Held löst auf seiner „Heldenreise“ eine Aufgabe oder ein Problem. Auf seiner Reise hat der Held Helfer, die ihn begleiten und unterstützen. Auch das müssen keine Personen sein, sondern auch hilfreiche Wendungen und Erlebnisse. Und für eine gute Geschichte gilt natürlich: Kein Held ohne Widersacher/Kontrahent, der versucht, ihn an seiner Aufgabe oder Lösung des Problems zu hindern. Der Kontrahent muss ebenfalls keine Person sein, sondern kann eine extreme Herausforderung, Umwelteinflüsse oder einen Schicksalsschlag darstellen.
  • Für den Verlauf der Geschichte ist es wichtig, Anknüpfungspunkte an das Leben der Leser/Zuschauer zu finden, an die sie sich erinnern und mit denen sie starke Emotionen verbinden. Auch eine Moral oder eine Lehre, die die Zielgruppe aus der Geschichte mitnehmen können, kann ein guter Bestandteil Ihrer Geschichte sein. Unbedingt muss die Geschichte natürlich Unterhaltung bieten und einen logischen Ablauf haben.

Ihre Geschichte muss übrigens nicht lange sein. Sie können eine gute Story auch nur mit wenigen Worten oder einem einzigen Bild (zum Beispiel auf einem Plakat) erzählen.

So bringen Sie Ihre Geschichte unters Volk

Die beste Geschichte nützt nichts, wenn keiner sie hört oder sieht. Deshalb müssen Sie Ihre Geschichte verbreiten. Das gelingt am besten über soziale Medien, weil sich Storys so am schnellsten weiterverbreiten. Gute Storys werden auf Facebook, Twitter, YouTube & Co in der Regel gerne aufgegriffen und geteilt.
Aber auch Kundenmagazine, Advertorials, Erklärvideos, Unternehmensfilme und Blog-Beiträge eignen sich dazu, Geschichten an Ihre Zielgruppe weiterzutragen. Wichtig ist bei der Verbreitung, dass Sie nicht viele verschiedene Geschichten über alle möglichen Kanäle verbreiten, sondern sich auf eine Geschichte konzentrieren und diese crossmedial verteilen. Wenn diese dann bereits bekannt ist und Ihre Kunden sie gut angenommen haben, können Sie sich an die Fortsetzung machen.

Achtung: Rechtliches nicht vergessen!

Bei aller Freude über gute Geschichten: Auch beim Storytelling gibt es rechtliche Vorschriften, die Sie beachten müssen. Dazu gehören urheberrechtliche Regelungen. Zum Beispiel können Zitate urheberrechtlich geschützt sein und Sie dürfen sie nicht einfach in Ihre Geschichte einbinden. Außerdem ist Vorsicht bei der Verwendung von Graphiken oder Memes geboten – auch hier kann es schnell passieren, das Rechte anderer verletzt werden. Über das Wettbewerbsrecht können Geschichtenerzähler ebenfalls stolpern. Zum Beispiel wenn ein Wettbewerber sich durch eine Geschichte auf den Schlips getreten fühlt. In diesen und anderen Fällen versehentlicher Rechtsverletzungen hilft eine gute Berufshaftpflichtversicherung weiter: Sie hilft bei der Klärung der Haftungsfrage und übernimmt eventuelle Schadenersatzzahlungen, damit die Geschichte auch für den Erzähler ein Happy End hat.

Autor: Ralph Günther

Versicherungsexperte und Gründer
Website des Autors
Ralph Günther

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