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29.07.19

Keywordrecherche

Wie finden Sie passende Suchbegriffe für Ihre Webseite?

Ohne eine gut gemachte Internetseite kommt heute kaum ein Unternehmen aus. „Gut gemacht“ bedeutet unter anderem, Inhalte anzubieten, die mögliche Kunden tatsächlich interessieren. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Recherche geeigneter Keywords. Sogenannte Keywords oder Schlüsselwörter sind die Suchbegriffe, die potenzielle Webseitenbesucher in Suchmaschinen wie Google eingeben.

Quelle: iStock / Getty Images Plus

Google analysiert Internetseiten unter anderem daraufhin, ob und wie häufig die gesuchten Begriffe vorkommen, und sortiert die Ergebnisse nach Relevanz. Aus diesem Grund sollten Sie Keywords finden, die zu Ihrem Angebot passen und Ihre Zielgruppe ansprechen.

Was ist ein guter Suchbegriff?

Ein Schlüsselwort besteht nicht zwangsläufig aus einem einzelnen Wort. Es kann sich auch aus mehreren Begriffen zusammensetzen. Aber wodurch zeichnen sich gute Keywords überhaupt aus?

1. Gute Keywords sind themenadäquat

Themenadäquat bedeutet, dass Keywords das Thema einer Webseite beziehungsweise der jeweiligen Unterseite möglichst genau beschreiben. Um das zu erreichen, sollte für jede Unterseite eine klare Zielsetzung festgelegt werden.

  • Soll die Webseite Informationen vermitteln, den Lesern zum Beispiel Tipps für einen Urlaub in München geben? Derartige Inhalte profitieren von informationsorientierten Keywords. Dazu gehören Keywordkombinationen mit Fragewörtern, etwa „Wo finde ich die beste Party in München“, Abkürzungen solcher Fragen wie „beste Party München“ oder auch Schlüsselwortkombinationen mit Begriffen wie „Tipps“, „Ratgeber“ oder „Definition“, zum Beispiel „Partys München Tipps“.
  • Soll die Webseite die Marke in den Vordergrund stellen? Markenorientierte Keywords enthalten den Marken- oder Firmennamen. Sie sprechen Suchmaschinennutzer an, die bereits gezielt nach einem Angebot suchen.
  • Soll die Webseite zum Kauf von Produkten oder Dienstleistungen aufrufen? Zu diesem Zweck werden transaktionsorientierte und kommerzielle Keywords eingesetzt. Transaktionsorientierte Suchanfragen zielen ganz allgemein auf den Abschluss einer Transaktion ab, auch auf nicht-kommerzielle Dienstleistungen wie den Download von Studien oder Ratgebern. Beispiele sind „Party Guide München Download“ oder auch „Party Guide München App“. Kommerzielle Suchanfragen verfolgen dagegen eine klare Kaufabsicht. Entsprechende Keywordkombinationen enthalten Wörter wie „kaufen“, „buchen“ oder „bestellen“.

Themenadäquate Keywords führen dazu, dass Webseitenbesucher auf der Webseite genau die Informationen finden, die sie sich erhofft haben. Wer nicht findet, was er sucht, verlässt die Seite oft wieder nach wenigen Augenblicken. Das führt zu hohen Absprungraten, die sich negativ auf die Platzierung in den Google-Suchergebnissen auswirken.

2. Gute Keywords weisen ein hohes Nutzungspotenzial auf

Relevante Keywords sind die Suchbegriffe, die Ihre Zielgruppe tatsächlich in die Suchmaske eingibt, und das möglichst häufig. Sie müssen also nicht nur definieren, was Sie Ihren Lesern bieten wollen, sondern auch herausfinden, was potenzielle Kunden überhaupt suchen. Wünschen sie allgemeine Informationen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung? Suchen Sie nach Ratgebern und Tipps? Nach Informationen über Ihr Unternehmen? Oder kommen Sie mit direkter Kaufabsicht auf Ihre Seite?

Um möglichst viele Webseitenbesucher mit unterschiedlichen Interessen anzusprechen, sollten die Webseiteninhalte möglichst alle Suchintentionen abdecken. Neben informativen Artikeln und Ratgebern finden sich direkte Hinweise aufs Angebot und Buchungs- und Bestellmöglichkeiten sowie auf den Marken- oder Firmennamen optimierte Inhalte, in der Regel die Startseite. Wer Produkte oder Dienstleistungen lokal anbietet, profitiert zudem von Keywords mit einem lokalen Bezug, beispielsweise „Wellnesshotel München“ oder „Radsportfachgeschäft Mayer Bremen“.

3. Gute Keywords bemessen sich nach quantitativer und qualitativer Mitbewerberstärke

Es erscheint auf den ersten Blick naheliegend, sich bei der Keywordrecherche auf die Schlüsselwörter zu konzentrieren, die möglichst viele Suchende bei Google eintippen. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Wird ein Keyword stark nachgefragt, versuchen auch Mitbewerber, ihre Webseite darauf zu optimieren. Je größer die Konkurrenz, umso schwieriger wird es, mit einem Keyword eine gute Platzierung in der Suchergebnisliste zu erzielen. Das gilt insbesondere, wenn man gegen große, finanzstarke Unternehmen antreten.

Weniger nachgefragte Keywords sind häufig spezifischer. Sie ziehen vielleicht weniger Besucher auf Ihre Webseite – dafür aber Besucher, die sich tatsächlich für Ihr Angebot interessieren. Daher sind auch weniger stark nachgefragte Schlüsselwörter für die Keywordrecherche relevant.

Passende Keywords identifizieren: Die Techniken

Eine effektive Keywordrecherche besteht immer aus der Kombination mehrerer Methoden. Die folgenden Abschnitte stellen nützliche Techniken und hilfreiche Tools vor.

1. Brainstorming

Der erste Schritt der Keywordrecherche ist ein offenes Brainstorming. Dabei werden alle Begriffe berücksichtigt, die den Teilnehmern zum jeweiligen Thema oder Angebot in den Sinn kommen. Von Vorteil ist es, auch branchenfremde Personen einzubeziehen. Der Blick von außen fördert häufig Keywords zu Tage, an die Sie vielleicht nicht gedacht hätten.

Konzentrieren Sie sich auf gebräuchliche, alltagssprachliche Begriffe. Fachbegriffe dürfen Sie natürlich mit aufnehmen, sollten aber auf eine gute Ausgewogenheit zwischen Fach- und Alltagssprache achten, damit auch Laien Ihre Webseite finden können. Es verwenden zum Beispiel mehr Leute den Begriff „Schraubenzieher“ als „Schraubendreher“ oder sprechen von einer „Glühbirne“ statt von einem „Leuchtmittel“.

2. Webanalyse und Tracking-Tools

Wie oben beschrieben, zeichnen gute Keywords sich durch ein hohes Nutzungspotenzial aus, entsprechen also den tatsächlichen Suchanfragen Ihrer Zielgruppe. Zur Keywordrecherche gehört daher eine Analyse, mit welchen Suchbegriffen Besucher bislang zum Angebot finden.

Informationen darüber bieten die Logdateien der Webseite. In der Regel zeichnet ein Server jeden Zugriff auf die Seite in einer Logdatei auf. Dort finden sich die IP-Adresse des Besuchers, der Zeitpunkt des Besuches sowie der Ausgangspunkt der Suche, zum Beispiel Google. Hat der Besucher die Webseite über eine Suchmaschine gefunden, führt die Logdatei auch auf, welchen Suchbegriff er in die Suchmaske eingegeben hat.

Damit Sie nicht alle Logdateien manuell auswerten müssen, stehen verschiedene hilfreiche Tools zur Verfügung. Tracking-Tools wie Google Analytics und Piwik erleichtern Ihnen die Arbeit enorm.

Google Analytics ist das offizielle Analyse- und Tracking-Tool von Google. Das Tool ist kostenlos, Nutzer benötigen allerdings einen Google Account. Mit Google Analytics lässt sich zum Beispiel herausfinden, über welche Quellen Besucher auf eine Webseiten kommen und welche Unterseiten einen besonders hohen Traffic generieren, das bedeutet, viele Leser anziehen. Außerdem gibt das Tool Informationen zur Verweildauer und Absprungrate.

Um die Besucherströme auf Ihrer Webseite aufzuzeichnen (zu tracken), müssen Sie einen speziellen, JavaScript-basierten Tracking-Code im Kopfbereich der zu analysierenden Webseite einbinden.

Matomo ist ein weiteres Tracking-Tool. Ehemals unter dem Namen Piwik betrieben, bietet es ähnliche Funktionen wie Google Analytics. Das Tool zeigt zum Beispiel, über welche Quellen Besucher eine Webseite erreichen und welche Unterseiten sie besuchen. Zudem lassen sich Server-Logfiles für die genauere Analyse importieren. Das Open Source-basierte Tool lässt sich wahlweise in der Cloud nutzen oder als On-Premise Lösung auf den eigenen Servern installieren. Die Cloud-Variante ist für einen Testzeitraum von 30 Tagen gratis, anschließend richten sich die Preise nach der Anzahl der Seitenaufrufe pro Monat. Die Installation der On-Premise-Variante ist kostenfrei.

Leider kommt es häufiger vor, dass die Tracking-Tools statt eines Suchbegriffs lediglich den Hinweis „not provided“ anzeigen. Das geschieht zum Beispiel, wenn Suchende ihre Suchanfrage über SSL verschlüsselten lassen. Google gibt dann nicht mehr preis, welches Keyword als Suchbegriff diente. Wer in seinem Google Account angemeldet ist, nutzen diese verschlüsselte Suche automatisch. Geben die Tracking-Tools lediglich ein „not provided“ aus statt eines Suchbegriffs, schauen Sie sich stattdessen an, welche Unterseite die Besucher aufgerufen haben. Daraus lässt sich oft ableiten, welche Suchbegriffe in etwa genutzt wurden.

3. Analyse der internen Suchbegriffe

Eine weitere wichtige Quelle für die Keywordrecherche ist die Analyse der internen Suche. Besteht bereits eine Webseite, bietet diese im besten Falle eine interne Suchfunktion an. Lassen Sie den Server auch für diese Suchanfragen eine Logdatei erstellen. Diese zeigt Ihnen, wonach Besucher direkt auf Ihrer Webseite suchen und zu welchen Zielseiten sie mit diesen Suchbegriffen kommen. Häufig nachgefragte Keywords sollten Sie auf jeden Fall in Ihre Liste aufnehmen.

Google Analytics bietet ebenfalls eine Auswertung der internen Suche an. Unter dem Punkt „Verhalten“ finden Sie beispielsweise den Unterpunkt „Side Search“. Wählen Sie hier „Suchbegriffe“ aus, erhalten Sie eine Auswertung der Schlüsselwörter, die Besucher in die interne Seite eingegeben haben. Zudem sehen Sie, wie Webseitenbesucher ihre Suche verfeinert haben und auf welche Seiten sie dabei gestoßen sind.

4. Aktuelle gute Platzierungen in den Google Suchergebnissen berücksichtigen

Für eine effektive Keywordrecherche sollten Sie ermitteln, mit welchen Suchbegriffen Sie bereits Erfolg haben. Webseiteninhalte, die auf Seite 2 der Suchergebnisse gelistet werden, lassen sich zudem oft mit wenig Aufwand verbessern.

Damit Sie nicht jedes mögliche Keyword von Hand in die Suchmaske eingeben müssen, gibt es praktische Hilfsmittel. Dazu gehören die Sistrix Toolbox und die Searchmetrics Suite. Beide Tools erstellen einen so genannten Sichtbarkeitsindex. Dafür werten die Tools ein Keywordset mit mehreren Hunderttausend Keywords aus. Erzielt eine Webseite zu vielen dieser Keywords eine gute Platzierung in den Google-Suchergebnislisten, steigt die Sichtbarkeit. Am Sichtbarkeitsindex lassen sich Trends ablesen: Konnte die Webseite ihre Platzierung in den Google Suchergebnissen verbessern, hat sich die Platzierung verschlechtert oder ist sie gleich geblieben?

Das Ziel der Sistrix Toolbox ist es, die Google-Rankings verständlicher zu machen. Zu diesem Zweck erhebt Sistrix viele für die Suchmaschinenoptimierung relevanten Daten, die sie bequem online abrufen können. Zu diesem Zweck legen Sie einen Account an und tragen Ihre Domain in die Eingabemaske ein. Auf diese Weise können Sie auch Webseiten Ihrer Konkurrenten analysieren und erkennen, zu welchen Keywords diese gute Platzierungen erzielen.

Sie können eigene Projekte mit einem eigenen Keywordset anlegen, für die der Sichtbarkeitsindex erstellt wird. Das ist vor allem für den Vergleich mit Mitbewerbern interessant. So konzentriert sich der Sichtbarkeitsindex wirklich nur auf die Keywords, die für Sie relevant sind.

Die Searchmetrics Suite erstellt ebenfalls einen Sichtbarkeitsindex und wertet die Webseiteninhalte bezüglich der Keywords aus. Auf Grundlage dieser Daten gibt Ihnen die Searchemetrics Suite zudem Tipps, wie Sie Ihre Webseiteninhalte optimieren und mehr Traffic erzielen können. Die Analyse funktioniert nicht nur für Ihre eigene Seite, sondern auch für das Angebot der Konkurrenz.

Beide Tools sind kostenpflichtig.

5. Analyse der Konkurrenz

Erreichen die Webseiten der Konkurrenz gute Platzierungen in den Suchergebnislisten, lohnt sich ein Blick darauf, was sie richtig machen.

Betreiben Sie zum Beispiel ein Wellnesshotel in München, geben Sie den Suchbegriff „Wellnesshotel München“ bei Google ein. Anhand der ersten zehn organischen Suchergebnisse  (ohne AdWords-Anzeigen) lässt sich analysieren, auf welche Keywords die jeweiligen Seiten optimiert sind. Bei der genaueren Analyse helfen die Sistrix Toolbox oder die Searchmetrics Suite.

Rechtlich ist gegen die Übernahme von Keywords nichts einzuwenden, solange es sich dabei nicht um geschützte Marken- oder Firmennamen handelt. Da wir keine Rechtsberatung anbieten können, wenden Sie sich im Zweifel an einen Anwalt.

6. Gespräche und Umfragen

Wichtige Hinweise auf relevante Keywords gibt das direkte Gespräch mit Kunden. Führen Sie kurze Umfragen durch oder legen Sie Fragebögen aus, die ermitteln, mit welchen Begriffen Ihre Kunden nach Ihrem Angebot suchen oder suchen würden. Auf diese Weise erhalten Sie wichtige Informationen darüber, was Ihre Zielgruppe tatsächlich interessiert. Eventuell gewinnen Sie auch einige Anregungen, welchen Themen Sie sich auf Ihrer Webseite noch widmen könnten, um Besucher anzuziehen.

7. Verwandte Begriffe und Synonyme

Verwandte Begriffe und Synonyme von Keywords erhöhen die Lesbarkeit eines Textes. Google belohnt gut lesbare Texte mit einer besseren Platzierung.

Verwandte Begriffe

Bei der Suche nach verwandten Begriffen hilft Google selbst weiter. Wird ein Wort in die Suchmaske eingetippt, liefert die Suchmaschine mittels Google Suggest einige Vorschläge für mögliche Suchanfragen. Die Vorschläge basieren auf Begriffen, die andere Interessierte suchen und auf den eigenen, vorangegangenen Suchanfragen. Für den Begriff „Wellnessurlaub“ sind dies etwa zusammengesetzte Begriffe wie „wellnessurlaub günstig“, „wellnessurlaub mit hund“ oder „wellnessurlaub last minute“ sowie verschiedene Kombinationen aus Keyword und Stadt oder Region. Ein Blick auf die „ähnlichen Suchanfragen“ unter der Suchgergebnisliste zeigt weitere interessante Keywordkombinationen.


Bild: Ähnliche Suchanfragen zu Wellnessurlaub (google.de)

Weitere Suchmaschinen wie Yahoo, Bing oder Altavista liefern auf ähnliche Art verwandte Begriffe. Auch Amazon und Ebay lassen sich zur Keywordrecherche nutzen. Geben Sie hier mögliche Keywords in die Suchmaske ein und prüfen Sie, ob Sie in den Ergebnissen verwandte Suchbegriffe auftauchen, die sich ebenfalls als Keyword eignen.

Ein einfaches und kostenloses Tool zum Finden verwandter Begriffe ist semager.de. Nach der Eingabe eines Suchbegriffs liefert das Tool eine Liste mit Begriffen, die innerhalb von Webseitentexten häufig in semantischem Bezug zum Keyword stehen.

Synonyme

Synonyme können Sie sich selbst überlegen oder mit Hilfe verschiedener Tools ermitteln. Praktische Anregungen liefern zum Beispiel Synonyme.woxikon.de oder Openthesaurus. Darüber hinaus zeigt die Word Rechtschreibprüfung Synonyme an, ein Rechtsklick auf das Wort genügt.

Konzentrieren Sie sich auf gängige Synonyme aus dem alltäglichen Sprachgebrauch. Für eine gute Lesbarkeit sollten zudem Flexionen des Keywords berücksichtigt und Suchbegriffe im Singular und Plural aufgeführt werden.

8. Fragenkeywords (Wer, Wie, Was ...)

Einige Suchende geben komplette Fragen in die Suchmaske von Google ein. Um herauszufinden, welche Fragen Ihre Zielgruppe beantwortet haben möchte, können Sie zum Beispiel wieder Google Suggest nutzen und hier verschiedene Fragenwörter mit Ihrem Suchbegriff kombinieren.

Mit dem kostenlosen W-Fragen-Tool lassen sich ebenfalls relevante W-Fragen finden. Dafür genügt die Eingabe des jeweiligen Keywords. Das Tool ermittelt daraufhin die am häufigsten gesuchten W-Fragen im Zusammenhang mit dem Suchbegriff.

Interessante W-Fragen identifizieren Sie zudem mit Answerthepublic.com: Wählen Sie rechts vom Suchfeld das entsprechende Land aus und geben Sie einen Suchbegriff ein. Die Auswertung gibt es als übersichtliche Grafik, die Sie sich direkt abspeichern können.


Bild: Answerthepublic.com W-Fragen-Auswertung zu Wellnesshotel (Answerthepublic.com)

Die Fragen liefern auch nützliche Hinweise, welche Themen Sie auf Ihrer Webseite noch behandeln könnten – zum Beispiel einen Ratgeber für die Kleiderordnung im Wellnesshotel.

Eine Alternative ist das Fragen-Tool von karlsCORE. Für die Nutzung ist eine Registrierung nötig, es gibt jedoch eine kostenlose Version von dem Tool. Nach der Anmeldung führt ein Klick auf den Menüpunkt „Werkzeuge“ zu einer Übersicht aller vorhandenen Analysetools. Wählen Sie das Fragen-Tool aus. Ein Einführungsvideo erläutert Ihnen, wie Sie das Tool nutzen.

Wer direkt zur Analyse gelangen möchte, klickt das Video weg und gibt das Keyword sowie die gewünschten Fragewörter ein. Das Fragen-Tool von karlsCORE berücksichtigt nicht nur Google Suggest Suchanfragen, sondern auch Fragen aus Foren und Fragenportalen.

Google-AdWords-Keyword-Planer richtig einsetzen

Um herauszufinden, wie stark ein Keyword nachgefragt wird, hilft der Google Keyword-Planer weiter. Das Tool dient eigentlich zur Planung von AdWords-Anzeigen, bezahlte Anzeigen in den Google Suchergebnissen. Der Keyword-Planer eignet sich jedoch auch, um Suchbegriffe für organische Suchanfragen zu recherchieren.

Der Keyword-Planer ist kostenlos, setzt allerdings einen Google-AdWords-Account voraus. Rufen Sie die Google-AdWords-Seite auf und melden sich dort mit Ihrem Google-Benutzernamen und Passwort an. Es stehen mehrere Tools zur Auswahl, Sie wählen den Keyword-Planer aus. Google-AdWords-Kampagnen sind kostenpflichtig. Sie können sich jedoch registrieren, eine Kampagne einrichten und direkt danach wieder pausieren, ohne die Kampagne durchzuführen.

Ideen für neue Keywords suchen

Mit dem Keyword-Planer lassen sich Ideen für neue Keywords finden. Dazu dient die Option „Mithilfe einer Wortgruppe, einer Webseite oder einer Kategorie nach neuen Keywords suchen“. Hier können Sie die URL der Unterseite eingeben, für die Sie Keywordvorschläge erhalten möchten. Darüber hinaus können Sie auch die Produkte und Dienstleistungen eingeben, die Sie anbieten.

Wählen Sie anschließend das Land und die Sprache Ihrer Zielgruppe aus. Klicken Sie auf „Ideen abrufen“, erscheinen die beiden Reiter „Anzeigengruppen-Ideen“ und „Keyword-Ideen“. Unter Keyword-Ideen finden Sie verschiedene Vorschläge für Suchbegriffe, auf die Sie die jeweilige URL optimieren können.

Das Suchvolumen ermitteln

Über die Funktion „Mithilfe einer Wortgruppe, einer Webseite oder einer Kategorie nach neuen Keywords suchen“ lässt sich außerdem identifizieren, wie stark ein Keyword nachgefragt wird.

Um den Wettbewerb zu ermitteln, geben Sie unter „Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung“ das Keyword ein, zu dem Sie das Suchvolumen abfragen möchten. Sie können auch mehrere verwandte Keywords eingeben, etwa „Wellnesshotel“ und „Wellnesshotel buchen“.

Unter „Keyword-Ideen“ sehen Sie das Suchvolumen für die eingegebenen Keywords in der Spalte „Durchschnittliche Suchanfragen pro Monat“. Im August 2016 hat Google die Anzeige von Keyword-Planer-Daten für einige Nutzer eingeschränkt. Ohne aktive Kampagnen sehen Sie in dieser Spalte statt exakten Ziffern nur noch ungefähre Werte wie „100 Tsd. bis 1 Mio. Suchanfragen“ oder „10 Tsd. bis 100 Tsd. Suchanfragen“. Diese liefern aber immerhin einen Anhaltspunkt, wie stark ein Keyword nachgefragt wird. Für viele Unternehmen bietet es sich jedoch an, auch Werbung per AdWords zu schalten. In diesem Fall zeigt Ihnen der Keyword-Planer die genauen Daten an.

Die Spalte „Wettbewerb“ zeigt Ihnen, wie hart ein Suchbegriff umkämpft ist, von „niedrig“ über „mittel“ bis „hoch“. Dieser Wert bezieht sich auf die AdWords-Anzeigen und stimmt nicht zwangsläufig mit dem Wettbewerb in der Suchmaschinenoptimierung überein. Rückschlüsse sind jedoch durchaus möglich.

Weitere Tool für die Keywordrecherche

Es gibt noch weitere hilfreiche Tools, die bei der Keywordrecherche helfen. Die folgenden Tools haben sich in der Praxis bewährt:

  • Google Trends analysiert die Entwicklung von Suchbegriffen im zeitlichen Überblick.
  • Mit Mergewords.com können Sie einzelne Suchbegriffe zu komplexen Keywords zusammensetzen.
  • Soovle zeigt relevante Keywords auf verschiedenen großen Plattformen wie Wikipedia, YouTube und Amazon.
  • Das KeywordTool.io analysiert die Daten von Google Suggest, YouTube, Bing, Amazon, eBay und dem App-Store auf relevante Keywords.
  • Ubersuggest.org nutzt die Suggest-Funktion von Google und zeigt Ihnen mögliche Suchbegriffkombinationen.

Suchbegriffe mit dem eigenen Marken- bzw. Unternehmensnamen identifizieren

Ein besonders relevantes Keyword ist der eigene Firmen- oder Markenname. Wer den Namen Ihres Unternehmens in eine Suchmaschine eingibt, sollte möglichst auch Ihre Webseite als erstes Suchergebnis erhalten.

Ermitteln Sie daher mögliche Keyword-Kombinationen mit Ihrem Firmen- oder Markennamen. Mit Google Suggest können Sie abermals prüfen, welche Suchbegriff-Kombinationen tatsächlich in die Suchmaske eingeben werden. Für ein großes Unternehmen wie Rewe sind dies beispielsweise Keywords wie „rewe rubbeln“, „rewe gewinnspiel“ „rewe rubbellose“ und„rewe karriere“.


Bild: Rewe bei Google Suggest (google.de)

Haben sich zum eigenen Markennamen andere Webseiten bessere Platzierungen gesichert, gilt es, die Gründe dafür herauszufinden. Schauen Sie sich die besser platzierten Webseiten genau an und analysieren Sie, wie häufig und an welcher Stelle (Seitentitel, Überschrift, Text) Ihr Firmen- oder Markenname dort genannt wird. Untersuchen Sie auch, in welchem semantischen Umfeld er dort steht, also welche weiteren Begriffe im Bezug zum Keyword stehen. So finden Sie heraus, was diese besser machen und wie Sie nachjustieren können.

Keywordrecherche ist keine einmalige Sache

Die Keywordrecherche liefert in der Regel eine lange Liste von möglichen Schlüsselwörtern für Ihre Webseite. Nicht jedes davon wird wirklich relevant sein. In einem späteren Schritt muss daher eine genauere Wertung erfolgen, um weniger relevante Begriffe auszusortieren.

Die Keywordrecherche ist zudem kein einmaliger Prozess. Im Laufe der Zeit verändert sich vielleicht Ihr Angebot. Auch die Vorlieben und Gewohnheiten Ihrer Zielgruppe bleiben nicht für alle Zeiten gleich. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sollten Sie den Erfolg Ihrer Webseite daher in regelmäßigen Abständen kontrollieren und bei Bedarf eine erneute Keywordrecherche durchführen.

Autor: Andreas Mast

Andreas Mast ist einer der Gründer von Haselböck & Mast. Zusammen mit seinem Geschäftspartner berät er Wellnesshotels bei der strategischen Suchmaschinenoptimierung ihres Internetauftritts. Weitere Schwerpunkte liegen im Social Media Marketing und dem Online Reputation Management. Praxistipps gibt er Wellnesshotel-Betreibern unter anderem mit dem Buch „Suchmaschinenoptimierung für Wellnesshotels – mehr Direktbuchungen generieren“. Andreas Mast ist einer der Gründer von Haselböck & Mast. Zusammen mit seinem Geschäftspartner berät er Wellnesshotels bei der strategischen Suchmaschinenoptimierung ihres Internetauftritts. Weitere Schwerpunkte liegen im Social Media Marketing und dem Online Reputation Management. Praxistipps gibt er Wellnesshotel-Betreibern unter anderem mit dem Buch „Suchmaschinenoptimierung für Wellnesshotels – mehr Direktbuchungen generieren“.
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