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18.01.17

Morgens trainieren, abends für das Fernstudium lernen

Mit einem Fernstudium können Spitzensportler einen akademischen Abschluss erwerben ohne dass ihre sportliche Karriere auf der Strecke bleibt – im Gegenteil. Zahlreiche Spitzensportler geben täglich alles, um in ihrer Disziplin ganz nach oben zu kommen. Doch viele von ihnen sind auf der Suche nach weiteren Herausforderungen und wollen sich ein solides berufliches Fundament für die Zeit nach der aktiven Sportkarriere schaffen. Deshalb entscheiden sich jedes Jahr zahlreiche Athleten für ein Fernstudium an einer Fernhochschule

Als Spitzensportler am Abend lernenfotolia©Lumina Images

Fernstudium flexibel an das Training anpassbar

Durch die flexiblen, selbst einteilbaren Lerneinheiten ist ein Fernstudium besonders für Hochleistungssportler attraktiv. Das Training sowie die Wettkämpfe stehen für die Studierenden auch während des Fernstudiums an erster Stelle. Die Athleten nehmen an zeit- und ortsunabhängigen Onlinevorlesungen teil. Der Studierende kann dadurch seine Trainings- und Lernphasen frei gestalten. Sommersportler können ihr Studium im Winter intensiv verfolgen, während es bei den Wintersportlern umgekehrt ist. Dadurch lässt sich individuell auf saisonale Schwerpunkte und Reiseziele eingehen. Viele Fernhochschulen haben sich auf das mobile Studieren neben dem Hochleistungssport spezialisiert. Als Partnerhochschule des Spitzensports ermöglicht bspw. die SRH Riedlingen – The Mobile University in Zusammenarbeit mit vielen Olympiastützpunkten eine fundierte Ausbildung neben leistungssportlichem Engagement. Zudem gibt es im Fernstudium wenige Präsenzveranstaltungen, die lediglich in wenigen Fällen für den Abschluss verpflichtend sind. Wissenswert ist darüber hinaus, dass viele Studiengänge zu jeder Zeit begonnen werden können. Ein weiterer Vorteil für Hochleistungssportler im Fernstudium ist, dass sie an vielen Fernhochschulen unbegrenzte und zusätzliche Urlaubssemester zur Verfügung haben, die keine Mehrkosten verursachen. Das bedeutet, dass je nach sportlicher Situation das Fernstudium daran angepasst werden kann. Jedoch sollten Spitzensportler die Regelstudienzeit beachten. Im Falle, dass die Module schneller bearbeitet werden, kann der Studiengang unter Umständen entsprechend schneller abgeschlossen werden. Des Weiteren haben die Studierenden die Wahl zwischen mehreren Prüfungs-/Klausurterminen pro Semester. An vielen Fernhochschulen können Hochleistungssportler zwischen verschiedenen Prüfungsstandorten wählen. Bei zeitaufwendigen sportlichen Phasen zum Beispiel kann gegen eine Gebühr ein passender Klausurtermin vereinbart werden.

Fernstudium für Sportler: Rabatte und Stipendien

Es gibt spezielle Fachbereiche wie zum Beispiel „Sport und Management“, bei denen die Professoren in engem Kontakt mit den Hochleistungssportlern stehen. Aus diesem Grund kennen die Lehrenden deren außergewöhnliche Herausforderungen und Lebensumstände bestens. Bei Problemen während des Fernstudiums werden mit den Studierenden individuelle Lösungen erarbeitet. Zusätzlich besteht für Studierende die Möglichkeit, sich mit Kommilitonen auszutauschen. Denn in einem Netzwerk, in dem viele Spitzensportler vertreten sind, lernt es sich leichter. Für Spitzensportler gibt es im Fernstudium verschiedene Rabatte bis hin zum Vollstipendium. Man kann auch von offiziellen Partnerschaften mit Vereinen, Interessensvertretern aus dem Sport oder anderen Kooperationen von Ermäßigungen an der Fernhochschule profitieren.

Fernhochschulen mit passenden Studienangeboten

Bei einem Fernstudium kommen Hochleistungssportlern verschiedene Eigenschaften zugute, die sie auch im täglichen Training benötigen: Disziplin, Eigenmotivation, Ausdauer und Zielorientierung. Außerdem können sie ihre Erfahrungen aus dem Profisport in ihr Fernstudium miteinbringen wie zum Beispiel bei den Studiengängen Sportmanagement, Fitnesstraining oder Ernährungsberatung.Doch Spitzensportler müssen sich nicht zwingend bei einem Fernstudium auf einen sportwissenschaftlichen Studiengang festlegen. Ihnen stehen viele Türen offen, denn sie können auch rechtswissenschaftliche, technische, geisteswissenschaftliche oder pädagogische Studiengänge wählen. Laut einer Umfrage des Institute for Sports, Business & Society haben sich 95 Prozent der befragten Spitzensportler bereits Gedanken zum Beruf nach der aktiven Sportlaufbahn gemacht. Der erfolgreiche Abschluss eines Fernstudiums motiviert viele Athleten dazu, sich neben der Sportkarriere ein weiteres berufliches Standbein aufzubauen. Denn eine akademische Weiterbildung zahlt sich nach Beendigung der aktiven Sportlaufbahn definitiv aus.

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