Gründerplanung: Homeoffice oder eigenes Büro?

Es gibt wohl kein Unternehmen, welches vollständig ohne ein Büro auskommt. Gründer müssen sich also selbst als Einzelkämpfer früher oder später dafür entscheiden, wo sie eines unterhalten und welcher Art es sein soll. Zur Debatte stehen natürlich eigene Büros und das Homeoffice. Aber wann eignet sich welche Variante?

Homeoffice: Der günstige Ansatz

In den Anfangstagen sind bei Gründern oft die Ausgaben hoch, die Einnahmen jedoch leicht überschaubar. Da kommt es teilweise auf jeden Cent an. Doch auch, wenn die Finanzen gar nicht drücken, entscheiden sich viele Personen für das Büro im eigenen Wohnbereich. Aber was sollte beachtet werden?

  • Räumliche Situation – für den Arbeitsbereich muss ein klar abgegrenzter und ruhiger Bereich vorhanden sein. Die beste Lösung wäre natürlich ein eigenes Arbeitszimmer, doch selbst im Wohn- oder Essbereich lassen sich geeignete Lösungen schaffen. Wichtig ist nur, dass abends konkret in den Feierabend gegangen werden kann und dass die Familie nicht bei der Arbeit stört.
  • Echter Arbeitsplatz – es wird in den Medien oft so bequem gezeigt: Im Homeoffice kann auf dem Sofa, im Bett oder auf der Gartenliege gearbeitet werden. Dem spricht auch mal nichts entgegen. Doch für den Alltag ist ein echter Arbeitsplatz notwendig, der die Ergonomie berücksichtigt und das Arbeiten erleichtert. Mittlerweile gibt es spezialisierte Anbieter wie SKEPP, die bei der Einrichtung echter Homeofffices helfen und diese übernehmen. Der Arbeitsplatz wird nun stilistisch an die Wohnlandschaft angepasst, sodass er nicht störend wirkt.
  • Mitarbeiter? – auch mit Mitarbeitern ist das Homeoffice möglich, sofern diese ebenfalls in einem solchen arbeiten. Wichtig ist nun jedoch, dass die Mitarbeiterarbeitsplätze korrekt gestaltet und angelegt werden. Auch hierbei helfen spezielle Unternehmen. Sie kennen sich mit den arbeitsrechtlichen Vorschriften aus.

Gerade frische Gründer empfinden es als unwichtig, das Berufsleben daheim vom Privatleben zu trennen, stecken sie doch alles Herzblut in ihre Idee. Doch keine Liebe währt ewig, wenn es keinerlei Distanz zwischen den Partnern gibt. Dies trifft auch auf Gründer im Homeoffice zu.

Büro mieten: Worauf ist zu achten?

Die Alternative zum Homeoffice ist das angemietete Büro. Schon Lage- und baulich bedingt gibt es hier gewaltige Spannbreiten, hinzukommen moderne Lösungen. Aber was ist zu beachten?

  • Mietbüro – wozu dient es grundsätzlich? Soll es ein Homeoffice ersetzen oder wird es auch die Angestellten beherbergen? Wie sieht es mit dem Besuch von Kunden und Geschäftspartnern aus? Sobald Kundenverkehr herrscht, gelten ganz andere Bedingungen, denn diese Räumlichkeiten müssen recht repräsentativ sein und zudem gut erreichbar sein.
  • Einzelbüro – einzelne Büroräume werden oft in Bürokomplexen vermietet. Sie sind in der Außenwirkung recht anonym, sofern es sich nicht um einen bekannten Bürotower handelt.
  • Co-Working-Space – Unternehmer können auch einen Co-Working-Space nutzen. In einem meist großflächigen Büro arbeiten nun verschiedene Menschen gemeinsam an oder für ihre Unternehmen.
  • Shared Office – bei dieser Option wird wahlweise gemeinsam mit einem anderen Unternehmer ein Büro angemietet und geteilt, alternativ wird zeitweise ein Raum bei einem entsprechenden Anbieter gebucht. Der Vorteil dieser Option ist, dass zugleich Meeting- und Konferenzräume zeitweise gemietet werden können, sodass Geschäftspartner in einem meist gehobeneren Ambiente empfangen werden können.

Bei eigenen Büros stellt sich dennoch immer eine Frage: Wie funktioniert die Einrichtung? Selbstständige müssen sich automatisch diese Frage stellen, denn ohne eine entsprechende Einrichtung ist ein Büro ein simpler Raum. Doch was ist wichtig?

  • Arbeitsplatz – der Schreibtisch samt ordentlichem Schreibtischstuhl sind die absolute Voraussetzung. Hier kommen wieder die ergonomischen Belange mit ins Spiel.
  • Beleuchtung – sie muss für das Arbeiten tauglich sein. Eine gute Idee ist, die Jalousien einmal völlig zu schließen und dann zu prüfen, wie gut der Arbeitsbereich mit Deckenlicht und Schreibtischlampe ausgeleuchtet wird.
  • Aufbewahrung – Hefter, Ordner, Fachbücher, Unterlagen und all die Utensilien, die für den Arbeitsalltag notwendig sind, müssen ordentlich untergebracht werden. Dabei ist es sinnvoll, wenigstens auf eine sichere Aufbewahrungsoption zu setzen.
  • Sitzbereich – es kommt natürlich auf die Größe des Büros an. Ist es größer, so sollte eine Sitzecke eingerichtet werden. Gerade bei Treffen mit Geschäftspartnern ist es oft angenehmer, diese nicht auf die andere Seite des Schreibtisches zu setzen, sondern sich mit ihnen in einer Runde niederzulassen.

Unternehmer können all diese Arbeiten und Aufgaben selbst übernehmen. Dies kostet jedoch Zeit, die gerade nach der Gründung knapp bemessen ist. Zumal häufig Zusatzarbeiten wie die Installation von Kabelschächten anfallen.

Alternativ kann das Büro auch über einen Service eingerichtet werden. Welche Aufgaben alles übernommen werden, bespricht der Gründer mit dem Unternehmen. Die Bandbreite geht von Renovierung und Volleinrichtung bis hin zu kleineren Aufgabenbereichen. Die Nutzung des Unternehmens hat Vorteile:

  • Kosten – Die Kosten können zum Teil erheblich ausfallen, wenn es zum Beispiel darum geht, ein Büro in München zu mieten. Entsprechende Anbieter haben in großen Metropolen jedoch bereits Komplexe, in denen sie schnell Büros einrichten und vermieten können. Unter dem Strich könnte es so auf Dauer sogar günstiger werden.
  • Geschwindigkeit – die Profis richten ein Büro wesentlich schneller ein als ein Laie. Die Dauer hängt natürlich von den Arbeiten ab, denn eine Renovierung braucht länger als die bloße Einrichtung.
  • Kernkompetenz – der Gründer verliert keine wertvolle Arbeitszeit. Er kann im Homeoffice weiterarbeiten, während sein Büro in dem angemieteten Raum entsteht.
  • Bei Mitarbeitern – sind die Räumlichkeiten auch für Mitarbeiter gedacht, so sorgt der Service auch dafür, dass die Plätze der Mitarbeiter den rechtlichen Vorschriften entsprechen. Dies schützt Gründer mitunter vor empfindlichen Abmahnungen und Strafen, weil sie versehentlich eine Richtlinie missachtet haben.

Fazit – abwägen und Entscheidungen treffen

Gründer können vollständig in ihrem Homeoffice bleiben. Funktioniert das Unternehmen auch von daheim, spricht dem nichts entgegen. Allerdings steht sogleich die Einrichtung das Heimbüros im Fokus. Es muss eine klare Abgrenzung zum Privatbereich erfolgen, selbst wenn diese nur optischer Natur ist. Der Arbeitsplatz muss ergonomisch sein, sonst stellen sich mit der Zeit gesundheitliche Probleme ein. Doch auch ein außerhäusiges Büro muss entsprechend eingerichtet werden, damit es den Arbeitsalltag unterstützt und niemanden schädigt. Shared Offices und Co-Working-Spaces bieten hingegen eine Brücke zum Heimbüro und dem angemieteten Büro. Für die Einrichtung des Homeoffices oder des angemieteten Büros ist der Gründer selbst zuständig, doch kann er auf spezielle Services setzen, die die Aufgaben für ihn übernehmen.

 

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