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27.07.11

Wachstum durch Kooperationen

Win-Win-Win-Beziehungen eingehen

Kooperationen – vor allem solche mit bereits etablierten Unternehmen – sind für Start-ups eine gute Möglichkeit, das Image aufzupolieren, die Bekanntheit zu steigern und schließlich mehr Marktanteile zu erzielen. Im besten Fall entsteht eine Win-Win-Win-Beziehung, bei dem nicht nur das Start-up profitiert, sondern ebenso der Kooperationspartner und am Ende auch noch die Kunden beider kooperierender Unternehmen. Ein schönes Beispiel: Die partnerschaftliche Zusammenarbeit des noch jungen Berliner Webcoding-Dienstleisters Codingpeople mit Fotolia, Europas führender Microstock-Bildagentur.

Vorraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation: Den richtigen Partner finden. Dabei kann man gezielt vorgehen, ein Konzept erarbeiten und dann versuchen den gewünschten Kooperationspartner von seinem Synergievorhaben zu überzeugen. Doch gerade noch junge Start-ups (die noch nicht mehr in die Waagschale werfen können als bestenfalls eine innovative Idee, eine Handvoll erste Kunden und eine große Portion Gründerenthusiasmus) haben es erfahrungsgemäß schwer, von den sogenannten "etablierten" Unternehmen gehört zu werden.

Unternehmen sind auch nur Menschen

Erfolgsversprechender: Die Kooperation auf der menschlichen Ebene anbahnen. Zum Beispiel auf einer der vielen Messen, Kongresse oder Networking-Veranstaltungen, auf denen man sich als Gründer so tummelt – und wo man immer wieder Menschen unterschiedlichster Couleur begegnet. Und eben auch solchen, die im Auftrag größerer Unternehmen in Sachen Networking unterwegs sind. Kommt man ins Gespräch, sind eine gewisse Sympathie und natürlich eine geschäftliche Schnittstelle vorhanden, kann es mit einer Kooperation ganz schnell gehen.

So geschehen bei Tom Strohmeier, Geschäftsführer der relativ frisch gestarteten Berliner HTML-Schmiede Codingpeople, und Murat Erimel, Director Marketing und Media Relations bei Fotolia Deutschland. Das ist Europas führender Microstock-Anbieter, der Ende 2004 in New York City gegründet wurde, Webseiten in 12 Sprachen und 15 Ländern und Regionen rund um den Globus betreibt und darüber hinaus fast 14 Millionen Bilder und Videos sowie über zwei Millionen Mitglieder vorzuweisen hat. Eine asymmetrische Verbindung möchte man meinen, doch Strohmeier und Erimel waren sich – als sie auf einer Veranstaltung miteinander ins Gespräch kamen – schnell im klaren darüber, dass sich im Rahmen einer Kooperation Synergie-Effekte ergeben würden, die Vorteile für beide Unternehmen und eine gemeinsame Zielgruppe mit sich brächten. Eine Win-Win-Win-Beziehung also, die jüngst konkrete Formen annahm.

Fotolia und Codingpeople starten strategische Partnerschaft

So setzt Codingpeople im Rahmen der Kooperation ein exklusives Kickbacksystem ein: Kunden bekommen umsatzabhängig Fotolia Credits gutgeschrieben, mit denen sie kostenlos Bilder bei Fotolia herunterladen können. Diese lassen sich beispielsweise direkt in die eigene Webseite einbinden, um das Erscheinungsbild weiter zu professionalisieren. In Zukunft wollen die beiden Unternehmen mit einer gemeinsame PR-Kampagne gezielt Geschäftskunden ansprechen, denn gerade diese Zielgruppe profitiert besonders von den Angeboten von Fotolia und Codingpeople. Darüber hinaus sollen zukünftig gemeinsame Produkt-Bundles entwickelt werden.

"Für ein dynamisches Unternehmen wie Fotolia ist es attraktiv, junge, innovative Unternehmen zu unterstützen. Die Kooperation mit Codingpeople ist ganz im Sinne unserer Strategie, den Fotolia Content dahin zu bringen, wo die Nutzer ihn brauchen. Wir freuen uns auf viele wegweisende Serviceleistungen, die wir unseren Kunden gemeinsam anbieten können", erklärt Murat Erimel.
"Für uns als junges, schnell wachsendes Unternehmen ist es sehr interessant, mit einem starken, bekannten Partner wie Fotolia zu kooperieren", sagt Tom Strohmeier, Geschäftsführer von Codingpeople. "Das Geschäftsmodell und der Kundenkreis ähneln sich stark und ergänzen sich perfekt."

Erfolgreich Networken und Kooperationen aufbauen

Ob diese erfolgsversprechende Win-Win-Win-Beziehungen auch entstanden wäre, hätten sich  Strohmeier und Erimel nicht beim Networking persönlich kennengelernt, darf bezweifelt werden. Einige gute Tipps wie man als Gründer erfolgreich networked gibt Sarik Weber von Hanse Ventures im Video-Interview mit Yvonne Hüsing von deutsche-startups. Weitere nützliche Informationen zum Thema "Kooperationen" finden Sie im umfangreichen Wissensbereich auf förderland.

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