<< Themensammlung Gründung

24.07.08

Aktuelle Studie

Wie Unternehmer die fähigsten Mitarbeiter finden

Unternehmen können bei der Mitarbeitersuche über eine ausgewähltere Ansprache an besser geeignete Kandidaten kommen. Das zeigt jetzt eine Studie, die der Diplomand Andre Ricker im Rahmen seines Graduation Projects mit Unterstützung der Dwight Cribb Personalberatung durchgeführt hat.

So platzieren die meisten Firmen ihre Stellenausschreibungen bei klassischen Online-Stellenbörsen – und setzen damit laut Studie eher auf Masse statt auf Klasse. Denn rund 86 Prozent der Fachkräfte nutzen diese Variante der Stellensuche, jedoch gerade mal 14 Prozent halten sie für attraktiv. Stattdessen sollten Unternehmer besser auf die persönliche Ansprache im beruflichen Umfeld oder eine Kontaktaufnahme im privaten Bereich setzen. Die stehen mit 71 und 65 Prozent bei der Beliebtheit ganz oben. Selbst Job-Ausschreibungen auf der Unternehmens-Homepage sowie Zeitungsanzeigen werden noch als attraktiver angesehen als Inserate in Stellenbörsen (48 bzw. 27 Prozent).

Forscher Andre Ricker kommt zu dem Schluss, dass "die Entscheidung für ein wenig attraktives Instrument wie den Internet-Stellenbörsen zwar kein Indiz dafür" ist, "dass die Fachkräfte sich deshalb nicht mit der Position auseinandersetzen. Allerdings wirkt sich die Wahl eines attraktiven Rekrutierungsinstruments positiv auf die Qualität der Kandidaten aus." Online-Stellenbörsen entsprächen in der derzeitigen Marktlage nicht den Bedürfnissen potenzieller Bewerber, trotzdem werde ihr Einsatz oft mit Reichweiten- und Kostenaspekten begründet. "Unternehmen sind gut beraten, wenn sie die Bedürfnisse der Bewerber künftig ernster nehmen," sagt Dwight J. Cribb, der die Studie begleitet hat. „Denn sie kommen zu qualifizierterem Personal, wenn sie auf den direkten, ehrlichen und offenen Umgang mit den Kandidaten über Netzwerke bauen."

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer