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22.04.16

Ratgeber

Tastenkombinationen für den Mac

X, C und V in Verbindung mit STRG auf Windows- oder CMD auf Apple-Rechnern sind wohl die bekanntesten Tastaturkürzel. Selbst viele ausgewiesene Maus-Freunde nutzen diese, um Text zu löschen, zu kopieren oder einzufügen. Es geht einfach schneller. Wir haben noch ein paar weitere Tipps zur Nutzung von Tastenkombinationen auf dem Mac.


Mac-Tastatur (Bild: Pixabay)

Die Finger gehören auf die Tastatur

Bevor Apple 1983 zusammen mit seinem Rechner Lisa die Maus als Eingabegerät bekannt machte, wurden Computer einfach über die Tastatur bedient. Heutzutage können wir uns kaum noch vorstellen, ohne Computermouse zu arbeiten. Dabei kann man viele Dinge - nach einer kurzen Eingewöhnung - mit Tastaturbefehlen viel effizienter erledigen.

Die wichtigsten Kürzel sind auf OS X und Windows (fast) gleich. Was bei Windows-PCs die STRG-Taste ist, nennt sich bei OS X-Geräten dann CMD. Diese Taste wird gerne Apfeltaste oder Propellertaste genannt, weil früher solche Symbole darauf zu finden waren. Und nicht nur X, C und V sind auf den Systemen identisch, auch die wichtigen Tasten A für "alles markieren", Z für "rückgängig machen" (zurück) und S für "sichern" führen die entsprechenden Kommandos auf dem jeweiligen Betriebssystem aus.

Übersicht für Tastenkombinationen

Es gibt eine nützliche Website namens Die-Tastenkombination.de, die sich dem Thema Tastenkombinationen gewidmet hat. Dort findet man Tastenkombinationen für Windows und Mac, Shortcuts und Tastenkürzel. Wer tiefer in die Welt der Tastenkürzel eintauchen möchte, findet auf der Seite einen guten Startpunkt, um sich die wichtigsten Tastaturkürzel anzueignen.

Noch einfacher geht es, wenn man am Apple-Rechner sitzt. Das kostenlose Programm CheatSheet zeigt alle verfügbaren Tastaturkürzel des jeweiligen Programms an, sobald man die CMD-Taste gedrückt hält. Vorher muss man nur CheatSheet in den Systemeinstellungen freischalten.

Unter OS X in den Systemeinstellungen eigene Tastaturkürzel definieren

Überhaupt kann man in den Systemeinstellungen von OS X "Tastatur" im Menü "Kurzbefehle" seine eigenen Tastaturkürzel definieren, falls eine häufig genutzte Funktion keine besitzt. Dazu klickt man einfach auf das +-Symbol und wählt aus, ob das neue Tastaturkürzel für alle Programme gelten soll oder nur für ein bestimmtes.

So habe ich zum Beispiel zwei Tastenkürzel definiert, mit deren Hilfe ich schnell ein PDF der Datei erstellen kann, die ich gerade bearbeite. Die Kürzel gelten für alle Programme, weil sie sich auf Funktionen beziehen, die im Druckdialog aufgerufen werden. Diesen rufe ich mit CMD-P auf. Drücke ich jetzt noch einmal CMD-P, wird ein PDF im Ordner "notizen" erstellt. Drücke ich dagegen CMD-O, erscheint ein weiteres Menü, in dem ich den Speichernamen und -ort angeben kann. Äußerst praktisch, wenn man schnell mal ein PDF erstellen muss.

Tastenkürzel auch an Fremd-Tastaturen nutzen

Für alle, die an ihrem Apple-Rechner eine Tastatur verwenden, die nicht von Apple stammt, ist die kostenlose Software Karabiner sehr praktisch. Mit ihrer Hilfe kann man die Funktion jeder Taste neu bestimmen, z.B. die der Funktionstasten.

So kann man auch am Mac die Vorzüge einer Tastatur mit mechanischen Schaltern nutzen, wie die Ducky DK9008 Shine 2 oder die Tesoro Durandal Ultimate G1NL-LED sie besitzen. Gerade für die Vielschreiber, die ihren Rechner mit Tastaturkommandos steuern und darum die Finger kaum mal von den Tasten lassen, ist das ein echter Vorteil.

Kürzel auch für wiederkehrende Phrasen verwenden

Auch für immer wiederkehrende Textbausteine kann man in der Systemeinstellung "Tastatur" Kürzel definieren. So ließe sich beispielsweise das Tastenkürzel "eigad" (oder ein beliebiges andere) definieren, um die eigene Adresse aufzurufen und einzufügen. Und statt des muffeligen "mfg" steht bei Verwendung der OS X-Textexpansion eben wirklich "Mit freundlichen Grüßen" unter dem Brief, auch wenn man nur die Abkürzung getippt hat.

Es gibt auch spezielle Software für diese Art der Textexpansion, von kostenlos bis zu betriebssystemübergreifender Software mit Abo-Bezahlmodell. Für die meisten wird die kostenlose Variante wohl ausreichen und eine Menge Zeit und Tipparbeit sparen.

Der uralt-Editor VIM treibt Tastaturkürzel auf die Spitze

Man muss ja nicht gleich anfangen, mit Vim zu schreiben. Diese Weiterentwicklung des Unix-Editors vi aus den Achtzigerjahren lässt sich komplett über die Tastatur steuern, auch komplexeste Befehle sind mit wenigen Tastenanschlägen möglich. Die Vielzahl dieser Kombinationen muss man sich aber auch erst einmal merken. Und vertippt man sich, kann es zu überraschenden ungewollten Ergebnissen kommen.

Gewöhnt man sich aber an, die am häufigsten anfallenden Aufgaben wie Drucken, Kopieren, Ausschneiden, Einfügen und ein paar andere über die Tastatur zu erledigen statt über die Maus, findet man bald schon Geschmack daran.

Fazit: Nach kurzer Eingewöhnung mit Tastenkürzeln deutlich produktiver arbeiten

Wenn man mal bewusst daran denkt, die Finger auf der Tastatur zu lassen und Aufgaben mit Kürzeln zu erledigen, wird man vielleicht zunächst etwas langsamer als mit den gewohnten Mausklicks. Sobald man die Abläufe aber verinnerlicht und die Kürzel im Kopf behalten hat, steigt die Geschwindigkeit rasant.

Und mit der Geschwindigkeit kommt oft auch der Spaß daran, noch ein paar mehr Kürzel zu lernen oder sie sogar selbst anzulegen. Probieren Sie es mal aus. Es lohnt sich!

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