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22.01.07

Weissbierbrauerei Schneider wird zum "Arbeitgeber des Jahres 2007" gekürt

Wolfgang Clement überreicht der Kelheimer Privatbrauerei den "Top Job"-Hauptpreis für herausragendes Personalmanagement.

Wolfgang Clement überreicht der Kelheimer Privatbrauerei den "Top Job"-Hauptpreis für herausragendes Personalmanagement

Kelheim – Die Private Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH erhält in diesem Jahr den Hauptpreis des bundesweiten Unternehmensvergleiches „Top Job“. Die Jury des Mittelstandswettbewerbs, der bereits seit fünf Jahren herausragende Personalpolitik in mittelständischen Unternehmen ermittelt, würdigt insbesondere die enge Verknüpfung des systematischen Personalmanagements mit der Gesamtstrategie des Unternehmens. Auch zeigte sich das Gremium beeindruckt davon, welch hohen Stellenwert die Brauereiführung diesem Managementfeld einräumt. Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement überreicht Geschäftsführer Georg VI. Schneider diesen Freitagabend bei einem feierlichen Festakt im Landschaftspark Duisburg-Nord die begehrte Trophäe "Arbeitgeber des Jahres 2007". 
 
"Wir wollen unser Urteil auch als Signal an den Mittelstand verstanden wissen, das Personalmanagement endlich als Erfolgsfaktor anzuerkennen und dementsprechend zu würdigen", erläuterte Jurymitglied Georg Wilhelm Adamowitsch, ehemaliger Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Entscheidung des 15-köpfigen Gremiums. Hier sei die Privatbrauerei ein positives Beispiel. "Statt kurzlebige Trendprodukte zu entwickeln oder massiv zuzukaufen, um Marktanteile hinzuzugewinnen, setzt unser Arbeitgeber des Jahres konsequent auf seine Mitarbeiter und eine klare Unternehmensvision", präzisiert Daniel F. Pinnow, Geschäftsführer der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH, der ebenfalls der Jury angehört. "Die Integration des Mitarbeiterführungsprogramms in das strategische Gesamtkonzept bei Schneider ist eine bemerkenswerte unternehmerische Leistung und umso beachtlicher, als in dem wirtschaftlich engen und schweren Biermarkt die Schwerpunkte in der Regel anders gesetzt werden."

Bei Schneider Weisse haben die Verantwortlichen erkannt, dass ein professionelles Personalmanagement ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor ist – und handeln entsprechend. So nutzt Schneider Zielvereinbarungen und Anforderungsprofile systematisch und entwickelt sie ständig weiter. Dabei werden diese Führungsinstrumente an die Balanced Scorecard gekoppelt, sie fließen direkt in die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensziele ein. Auch für die Weiterbildung hat die Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn ein nachhaltiges System aufgebaut: Das Management der Brauerei bietet interne und externe Schulungen gezielt nach dem Bedarf der Mitarbeiter an. Darüber hinaus wird der Erfolg unmittelbar nach der Schulung sowie ein halbes Jahr später vom Teilnehmer und von seinem Vorgesetzten evaluiert. Dies garantiert zum einen den Transfer der geschulten Inhalte. Zum anderen kann so gleichzeitig die Qualität der Maßnahme bewertet werden. Außergewöhnlich ist in diesem Zusammenhang, dass die Brauerei Mitarbeiter anderer Unternehmen zu den eigenen Schulungen einlädt. "Dieser Blick über den Tellerrand zeigt exemplarisch, dass die Weißbierbrauerei ständig neue Ideen für die weitere Verbesserung der eigenen Personalarbeit sucht und auch realisiert", so Adamowitsch.

All diese Maßnahmen hat G. Schneider & Sohn aus einer klaren, nachvollziehbaren Vision heraus entwickelt, die den Beschäftigten ebenso klar vermittelt wird. Dies ist nach Ansicht der Jury ein wichtiger Beitrag zu der überdurchschnittlichen Leistung, die die Privatbrauerei in dem wirtschaftlich schwierigen und umkämpften Markt der Brauereien erbringt. Nicht umsonst ist die Weißbierbrauerei auch in der Kategorie "Kultur und Kommunikation" unter den besten drei Unternehmen zu finden. "Für uns ist diese Auszeichnung Bestätigung und Ansporn zugleich", freut sich Georg VI. Schneider : "Wir zählen damit erneut zur Elite der deutschen Arbeitgeber – diesmal sogar als Hauptpreisträger. Das macht uns für hoch qualifizierte Arbeitnehmer zukünftig natürlich noch attraktiver." Schon in den zwei vorherigen Runden des Wettbewerbs schaffte das Unternehmen den Sprung in den Kreis der besten Arbeitgeber.

Unter der unabhängigen wissenschaftlichen Leitung des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen ermittelt die compamedia GmbH jedes Jahr mittelständische Unternehmen, die sich durch ein besonderes und qualitativ hochwertiges Personalmanagement auszeichnen. Die teilnehmenden Betriebe werden dazu in den Kategorien "Führung und Vision", "Motivation und Dynamik", „Kultur und Kommunikation“, "Entwicklung und Perspektive", "Familien- und Sozialorientierung" sowie "Internes Unternehmertum" auf Herz und Nieren geprüft. In dem strengen zweistufigen Verfahren erfassen die Personalexperten aus St. Gallen um die Institutsleiterin Prof. Dr. Heike Bruch zunächst die Kennzahlen des Unternehmens. In einem zweiten Schritt folgt eine Mitarbeiterbefragung. Die zehn erstplatzierten "Top Job"-Unternehmen qualifizierten sich für die Wahl zum "Arbeitgeber des Jahres". Die wissenschaftliche Leitung nahm diese zehn Kandidaten bei einem Unternehmensbesuch noch einmal ganz genau unter die Lupe und präsentierte die fünf besten anschließend der Jury. Diese entschied sich nach einer ganztägigen Diskussion für die Private Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn.

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 147 Unternehmen für die Auszeichnung "Top Job" beworben. Wer die Qualitätsprüfung neben dem „Arbeitgeber des Jahres“ noch bestanden hat, zeigen www.topjob.de sowie das zum Projekt gehörende Buch "TOP JOB – Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand". Herausgeber sind Prof. Dr. Heike Bruch und Wolfgang Clement. Die Bewerbungsphase für die nächste "Top Job"-Runde startet am 1. Februar 2007.

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