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10.04.14

Ratgeber

Was Sie als Best Ager bei der Unternehmensgründung beachten sollten

Langjährige Berufserfahrung, fachliches Know-how und umfangreiche berufliche Netzwerke sind Vorteile, von denen ältere Gründer bei einer Unternehmensgründung profitieren können. Gleichzeitig birgt die Existenzgründung für Best Ager aber auch ganz spezifische Herausforderungen.

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Erfahrungen weitergeben, der drohenden Arbeitslosigkeit Lebewohl sagen oder nach Jahren in einem Angestelltenverhältnis endlich sein eigener Chef sein – für die Existenzgründung im Alter sprechen eine ganze Reihe Gründe. Folgende Tipps sollten Sie als Best Ager berücksichtigen.

Betriebswirtschaftliches Know-how aneignen

Sie sind bereits lange Jahre berufstätig gewesen und haben im Laufe der Zeit ein solides fachliches Know-how angehäuft. Wie aber steht es um Ihre BWL-Kenntnissen? Ein angehender Unternehmer muss sich in gleichem Maße mit der betriebswirtschaftlichen Seite seiner Firma befassen. Wer das entsprechende Know-how nicht mitbringt, sollte sich im Vorfeld seiner Gründung um Fortbildungsmaßnahmen bemühen.

Gründerberatung in Anspruch nehmen

Zeigen Sie sich nicht beratungsresistent. Auch jahrelange Berufserfahrung kann Expertenrat nicht ersetzen. Doch wer bereits seit langer Zeit berufstätig ist, läuft häufig Gefahr sich zu überschätzen. Auch wenn Ihre Branchenkenntnisse detailliert sind, gibt es immer Bereiche der Existenzgründung, wo eine Unterstützung durch Experten sinnvoll ist.

Unternehmensnachfolge von Beginn an mitdenken

Besonders die Finanzierung bringt für Best Ager spezifische Probleme mit sich. Wenn es darun geht, das nötige Kapital für Ihr Unternehmen aufzubringen, werden Sie schnell feststellen, dass Kredite ab einem gewissen Alter gar nicht so leicht zu haben sind. Banken legen zunehmend Wert darauf, dass die Kredittilgung in jedem Fall abgesichert ist. Wer schon in der Gründungsphase seinen Nachfolger festlegt oder sich einen jüngeren Partner ins Team holt, erleichter sich diesen Prozess erheblich.

Altersvorsorge weiterhin ernst nehmen

Angestellte, die über Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können auch als Gründer weiterhin in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Wer sich dagegen entscheidet, sollte sich dringend um eine private Altersvorsorge bemühen. Diese ist auch dann sicher, wenn die Existenzgründung scheitern sollte, denn für Altersvorsorge besteht Pfändungsschutz.

Rente und Selbstständigkeit

Eine selbstständige Tätigkeit dürfen Sie auch dann ausüben, wenn Sie bereits Rente beziehen. Wer die Regelaltersgrenze überschritten hat, darf sogar unbeschränkt Geld dazu verdienen, ohne dass es seinen Rentenanspruch mindern würde. In anderen Fällen – bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung z.B. – darf der zusätzliche Verdienst monatlich nicht mehr als 450,00 Euro betragen.

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