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05.05.14

Umfrage unter Mitarbeitern - Wie helfen die Ergebnisse im Arbeitsalltag?

In einem Unternehmen hängt die Produktivität zu großen Teilen an der Motivation der Mitarbeiter. Wenn diese sich wohl fühlen und sich mit ihren Arbeitgeber identifizieren können, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie effektiver arbeiten, um den Erfolg voran zu treiben. Um herauszufinden, wie wohl sich Angestellte fühlen, ist eine Umfrage eine gute Möglichkeit. Diese wird in vielen Bereichen eingesetzt und verhilft in den meisten Fällen zu Ergebnissen, die Verbesserungen anstoßen können.

Ihre Meinung ist uns wichtig!Abbildung © Marco2811 - Fotolia.com

An Universitäten, an Schulen, auf dem Marktplatz oder sogar am Telefon werden manchmal Umfragen durchgeführt.

Die Themen sind vielfältig; das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie führte beispielsweise eine bundesweite Umfrage zum Thema Gründungsgeschehen im Neben- und Haupterwerb durch, wie hier berichtet. Der Nutzen von den Ergebnissen liegt im Erschließen von neuen Erkenntnissen. Bei der erwähnten Studie ging es darum, mehr über die Gründungsform im Nebenerwerb herauszufinden und diese im Vergleich zum Haupterwerb zu setzen. Dadurch will das Bundesministerium Maßnahmen entwickeln, mit denen die Gründer noch besser unterstützt werden können.

 

Abbildung: pixabay.com © PublicDomainPictures CC0 1.0

Was im großen Umfeld funktioniert, reicht auch für ein kleineres aus; hier können dazu beitragen, herauszufinden, in welchen Bereichen die Angestellten unzufrieden sind und was demnach geändert werden sollte. Regelmäßig durchgeführt, kann der Arbeitgeber herausfinden, ob die Veränderungen die Mitarbeiterzufriedenheit steigen lässt, ob sie auf gleichem Niveau stagniert oder ob sie sinkt. Bei den letzteren beiden Möglichkeiten sollte sich der Arbeitgeber eine Strategie zur Erhöhung der Zufriedenheit und Motivation überlegen.

Erstellung von Umfragen

Wenn ein Unternehmen eine Mitarbeiterbefragung durchführen möchte, sollte es sich zuerst überlegen, welchen Nutzen es darin sieht. Geht es um die Erhöhung der Motivation oder will es nur generell wissen, wie zufrieden seine Angestellten sind? Nach den angestrebten Zielen sind die Fragen aufzubauen.  Diese sollten auch für die Teilnehmenden an der Studie bekannt sein, damit sie einen Sinn darin sehen, ihre Antworten abzugeben, empfiehlt easy-feedback.de. Deswegen ist es wichtig, sich im Vorfeld ein Thema auszusuchen.

Dieses kann eines der folgenden sein: 

  • Organisation
  • Motivation & Leistung
  • Verbesserung & Optimierung
  • Ist-Soll Befragung

 

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Durch Anonymität der Umfrage ist ein ehrliches Feedback zu erreichen

Daraus ergeben sich verschiedene Ziele, wie beispielsweise die Erfassung der allgemeinen Mitarbeiterzufriedenheit. Aber auch das Arbeitsklima zwischen Kollegen und Vorgesetzten wird so deutlich wie auch die Leistungsbereitschaft bei Mehrarbeit und die Zufriedenheit mit der Arbeitszeit und der daraus resultierenden Work-Life-Balance. Neben den Zielen gibt es bei der Erstellung aber noch einiges mehr zu beachten; beispielsweise die Anonymität. Wenn sich Mitarbeiter nicht sicher sein können, dass ihre Angaben vertraulich und absolut anonym behandelt werden, werden sie kaum an einer Umfrage teilnehmen - oder diese zumindest nicht wahrheitsgemäß ausführen.

Ehrliches Feedback ist demnach nur nötig, wenn keine Rückschlüsse auf Personen möglich sind. Eine Frage nach dem Geschlecht darf gestellt werden, nach dem Alter allerdings nicht, wenn es beispielsweise nur eine Kollegin in den Zwanzigern gibt, da die anderen Kolleginnen schon in den Dreißigern oder Vierzigern sind. Herrscht ein Geschlechterungleichgewicht, sodass mehr Frauen als Männer oder umgekehrt in einem Betrieb arbeiten, ist die Frage nach dem Geschlecht ebenfalls grenzwertig. In den meisten Fällen bringt diese Antwort auch keine Hilfe bei der Auswertung, sodass generell alle allgemeinen Fragen, die nicht arbeitsbezogen sind, nicht aufgeführt sein müssen.

Der Aufbau der Umfrage ist neben den Zielen und der Anonymität ebenfalls ein wichtiger Punkt. Die Mitarbeiter wollen keine wertvolle Arbeitszeit verschenken, darum ist es ratsam, die Befragung möglichst einfach und übersichtlich zu halten. Pro Seite sollten etwa zwei Fragen aufgeführt sein. Die einzelnen Blöcke sind außerdem durch eine Überschrift kenntlich zu machen, sodass der Angestellte erahnen kann, auf welche Verbesserungen die Ergebnisse der Frage abzielen. Zusammen mit der farblichen Gestaltung im Sinne des Corporate Designs der Firma wird dem Ganzen ein professionelles Aussehen verliehen. Für die Mitarbeiter steht damit meist außer Frage, dass sie durch die Beantwortung der Fragen wirklich die Möglichkeit haben, Veränderungen im Betrieb zu bewirken.

Die nachfolgende Liste zeigt die einzelnen wichtigen Punkte zur Erstellung einer Mitarbeiterbefragung noch einmal übersichtlich dar 

  • Aussuchen des Themas
  • Ziele definieren
  • Anonymität gewährleisten
  • Übersichtlicher Aufbau mit Zwischenüberschriften
  • Etwa zwei Fragen pro Seite
  • Layout auf das Corporate Design abstimmen
  • Die Ergebnisse umsetzen

Bei einer Befragung können teilweise erwartete, teilweise aber auch unerwartete Ergebnisse herauskommen. Wichtig ist, dass diese nicht in Vergessenheit geraten, sondern zum Teil zeitnah umgesetzt werden. Wenn die Angestellten das Gefühl haben, dass sich durch ihre Antworten bei der Umfrage nichts ändert, werden sie nachfolgende Befragungen eher mit Unmut aufnehmen und die Bereitschaft, daran teilzunehmen sinkt. Eine gute Möglichkeit, die Angestellten wissen zu lassen, dass etwas passiert, ist, ihnen die Ergebnisse zu präsentieren. Diese sind zeitnah zu präsentieren. Die Erstellung eines Konzepts zur Umsetzung der Verbesserungen, sofern diese im möglichen Rahmen liegen, bedeutet meist einen längeren Aufwand. Durch die Bekanntgabe des Resultats sind sich die Angestellten aber sicher, dass ihre Antworten etwas bringen und in nächster Zeit Veränderungen bringen.

 

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Motivierte Mitarbeiter sind in vielen Fällen entscheidend für den Erfolg der Firma eintreten werden.

Der Arbeitsalltag kann sich dadurch entscheidend verändern, sodass die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt. Dies ist positiv für die Motivation der Angestellten und damit für die Entwicklung des Unternehmens. Eine Mitarbeiterbefragung kann also, richtig umgesetzt, zum Erfolg der Firma entscheidend beitragen.

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