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14.11.11

Fahrtüchtig

tamyca fährt Finanzierung ein

Das Aachener Start-up tamyca erhält einen ordentlichen Kapitalschub. Frühphasen-Investor KIZOO Technology Capital aus Karlsruhe glaubt an die Fahrtüchtigkeit der Plattform für privates Carsharing. Gestartet war die tamyca-Erfolgsgeschichte vor gut einem Jahr beim 3 Day Start-Up in Aachen.

tamyca hat den Grundstein für privates Carsharing in Deutschland gelegt!tamyca hat den Grundstein für privates Carsharing in Deutschland gelegt!

Startup Weekends oder ähnliche Veranstaltungen sind für angehende Gründer eine tolle Sache! Anderen Ideen präsentieren, die Nacht durchcoden, im besten Fall einen Prototypen erstellen und am Ende die "Gründungsverträge" unterschreiben. Handshake. Smile. Auf Wiedersehen. Und dann? Seien wir ehrlich: Die meisten Teams verlieren sich aus den Augen; die meisten Ideen verlaufen im Sande ...

KIZOO am Apparat

Nicht so bei tamyca. Beim 3 Day Start-Up, im Juni 2010 in Aachen, lernte sich das Gründer-Team kennen, erkannte schnell, dass die Chemie stimmt und ihre Idee, ein privates Carsharing-Netzwerk auf die Beine zu stellen, keine schlechte ist. Also machte das sechsköpfige Team weiter, launchte im November 2010 die tamyca-Plattform und traf damit den Zeitgeist: Nach gut zwei Wochen hatten sich etwa 300 Nutzer registriert, 60 Autos standen zur Verfügung und die ersten Vermietungen waren abgeschlossen.

Im Mai 2011 strich tamyca beim Aachener Businessplan-Wettbewerb AC² 5.000 Euro für den dritten Platz ein, bevor das Team im Juli 2011 über Los zog und einen wichtigen, selbstgesteckten Meilenstein erreichte: Deutschlandweit hatten sich mittlerweile über 1.000 Autobesitzer der tamyca-Community angeschlossen. Vor allem in Berlin und Hamburg, aber auch in ländlichen Gebieten wie dem Siegerland oder Schleswig-Holstein, fuhren Menschen auf die Idee ab. Der Grundstein für privates Carsharing in Deutschland war gelegt. Dann – einige Monat später – klingelte das Telefon.

tamyca erhält "deutliche sechsstellige Summe"

KIZOO Technology Ventures aus Karlruhe – deren Schwerpunkt auf Seed- und Frühphasen-Finanzierungen von SaaS, Internet & Mobile Services und Social Applications liegt – war auf das junge Aachener Start-up Aufmerksam geworden. "Wir haben in tamyca den Marktführer identifiziert – bei einem der Trends bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft. Neben den neuen Mobilitätsmodellen der Automobilkonzerne, wie Car2Go von Mercedes oder DriveNow! von BMW, halten wir insbesondere das Thema Peer-to-Peer Carsharing für besonders disruptiv und vielversprechend", erklärt Frank Schüler, Vorstandsmitglied KIZOO AG.

"Wir sind durch KIZOO kontaktiert worden. Bereits zwei Tage später kam es zu einem persönlichen Treffen", erklärt tamyca-Gründer Michael Minis. Der erste Schritt zur erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsrunde. "Überzeugt haben uns der tolle Service von tamyca – inklusive einer soliden Versicherungslösung – das zukunftsweisende Modell des Carsharings unter Privatpersonen und nicht zuletzt das insbesondere technologisch starke Gründerteam", so Schüler. Folgerichtig investierte KIZOO eine "deutliche sechsstellige Summe" in das junge Unternehmen.

Jetzt will tamyca der Konkurrenz davonfahren

Mit dem frischen Kapital will das tamyca-Team seine Position als Marktführer vor Angeboten wie autonetzer.de oder nachbarschaftsauto.de, die beide seit Frühjahr 2011 "Trittbrett fahren", sichern. "Derzeit haben wir etwa 2.000 registrierte Fahrzeuge auf der Plattform. Im Vergleich zur Konkurrenz sehen wir uns nicht nur durch unsere deutliche höhere Abdeckung der Nachfrage, sondern vor allem durch unser starkes Team im Vorteil. Mit der Finanzierung sind wir nun in der Lage das Team weiter auszubauen", so CEO Minis. Das besteht momentan aus sieben Personen und soll vor allem in den Bereichen On- und Offline-Marketing Zuwachs bekommen.

Um neue Nutzer zu gewinnen und den Bekanntheitsgrad des Konzeptes zu steigern, setzt tamyca aber nicht nur auf "klassisches" Marketing, sondern ebenso auf Social Media. So hat man bereits zum 1. Oktober in Zusammenarbeit mit Social Media Aachen die Facebook–Kampagne "Du bist tamyca!" gestartet. "Die Kampagne hat uns bisher knapp 2.200 neue Fans gebracht, was wir als Erfolg werten. Denn zunächst geht es darum, die Aufmerksamkeit für unser Produkt und unseren Markt herzustellen. Ein Endresultat im Sinne von Konvertierung in Vermietungen wird man sicherlich erst in einigen Wochen oder Monaten sehen können", erklärt Minis. Außerdem solle die Carsharing-Plattform in Zukunft mobiler werden, so der tamyca-Geschäftsführer.

Du bist tamyca!

Wer jetzt Blut geleckt hat – und sich auf die Suche nach einer Idee und/oder einem Team machen möchte, dem seien die beiden 3 Day Startup-Veranstaltungen in Aachen (Anmeldungsphase leider schon vorüber!) und Vallendar an Herz gelegt. Bei tamyca hat auf einem derartigen Event ja schließlich auch alles angefangen!

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